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Waldstadion an der Kaiserlinde: Bundesliga mit Ausnahmegenehmigung

Das Waldstadion an der Kaiserlinde in Spiesen-Elversberg wurde 1983 eröffnet und seither mehrfach ausgebaut. Es unterschreitet die von der DFL geforderte Mindestkapazität von 15.000 Plätzen — der Verein spielt mit einer befristeten Ausnahmegenehmigung.

Illustrierte fertige und im Bau befindliche Tribüne im Wald, Waldstadion Kaiserlinde
KI-generierte Illustration. Kein Bezug zu einem realen Bauwerk.

Ein Stadion, das der Liga hinterherbaut

Das Waldstadion liegt in der saarländischen Gemeinde Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen und wurde 1983 eröffnet. Seine Geschichte der letzten Jahre ist die eines Bauwerks, das jedem Aufstieg hinterherläuft.

  • 2013 — nach dem Aufstieg in die 3. Liga begann der Umbau. Die ersten fünf Heimspiele der Saison 2013/14 fanden im Saarbrücker Ludwigsparkstadion statt, weil die eigene Anlage nicht fertig war. Beim Abriss der alten Haupttribüne halfen Vereinsmitglieder und Fans ehrenamtlich mit.
  • 2023 — nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga genügte das Stadion den DFL-Auflagen erneut nicht. Ein Heimspiel musste wieder nach Saarbrücken verlegt werden, bis die Anlage freigegeben wurde.
  • 2026 — mit dem Aufstieg in die Bundesliga gilt eine Mindestkapazität von 15.000 Plätzen. Die wird noch nicht erreicht.

Die Kapazität und ihre Zahlen

Für kaum ein Stadion im Ligaarchiv gehen die Angaben so weit auseinander, und diesmal liegt es nicht an Steh- und Sitzplätzen, sondern daran, dass ständig gebaut wird:

  • rund 7.500 Plätze in der Zeit der 3. Liga
  • rund 10.000 zum Zeitpunkt des Bundesliga-Aufstiegs 2026
  • 14.221 in einzelnen aktuellen Verzeichnissen
  • 15.500 nach Fertigstellung der Nordtribüne

Das Ligaarchiv nennt die Reihe, statt eine Zahl auszuwählen. Wer eine Kapazität ohne Stichdatum liest, weiß bei diesem Stadion nicht, welchen Bauzustand sie beschreibt.

Die Ausnahmegenehmigung

Die DFL hat dem Verein eine befristete Genehmigung erteilt, die ihm Zeit für den Ausbau gibt. Bis zum Frühjahr 2027 soll er abgeschlossen sein. Zur Lizenzierung selbst äußert sich die DFL nicht öffentlich; der Verein gibt an, das Stadion sei für beide Ligen lizenziert worden, weil er zum Zeitpunkt der Lizenzierung bereits oben in der Tabelle stand.

Damit ist die Kaiserlinde der Gegenfall zum Dreisamstadion: Dort war die Spielstätte der Grund für einen Umzug, hier bleibt der Verein und baut um.

Häufige Fragen zum Waldstadion an der Kaiserlinde

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?

Die Angaben reichen je nach Bauzustand von rund 7.500 über 10.000 bis 14.221. Nach dem Ausbau sollen es 15.500 sein.

Erfüllt das Stadion die Bundesliga-Anforderungen?

Noch nicht. Die DFL verlangt mindestens 15.000 Plätze und hat eine befristete Ausnahmegenehmigung erteilt.

Wann wurde das Stadion eröffnet?

1983. Umbauten folgten 2013 und ab 2024.

Wo spielte Elversberg während der Umbauten?

Im Saarbrücker Ludwigsparkstadion, 2013/14 für die ersten fünf Heimspiele und 2023 noch einmal für ein Spiel.

Wer half beim Umbau 2013?

Neben den Baufirmen packten Vereinsmitglieder, Fans und Freunde des Vereins ehrenamtlich mit an.

Bis wann soll der Ausbau fertig sein?

Bis zum Frühjahr 2027.

Quellen: Waldstadion Kaiserlinde bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-05) · Waldstadion Kaiserlinde, Wikipedia (abgerufen 2026-09-05) · Elversberg spielt wieder an der Kaiserlinde, kicker.de (abgerufen 2026-09-05) · Im Zeitraffer: Der Ausbau des Waldstadions, sv07elversberg.de (abgerufen 2026-09-05) · Erste Bundesliga im Dorf, hoai.de (abgerufen 2026-09-05)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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