Werner-Seelenbinder-Sportpark: Arbeitslose bauten ihn, ein Widerstandskämpfer gab ihm den Namen
Der Werner-Seelenbinder-Sportpark in Berlin-Neukölln entstand ab 1925 in einem Arbeitsbeschaffungsprogramm und wurde 1928 eröffnet. Er trägt den Namen des in der NS-Zeit hingerichteten Arbeitersportlers Werner Seelenbinder.

Gebaut in der Arbeitslosigkeit
Der Sportpark liegt im Berliner Bezirk Neukölln entlang der Oderstraße, unmittelbar an das ehemalige Flughafengelände Tempelhof angrenzend. Der erste Teil der Anlage wurde zwischen 1925 und 1928 von Arbeitslosen im Rahmen eines Arbeitsbeschaffungsprogramms angelegt; die Eröffnung fand nach dreijähriger Bauzeit am 14. Oktober 1928 statt. Fertiggestellt waren zu diesem Zeitpunkt sechs Sportplätze, eine Spielwiese, drei Buddelplätze und vier Sondergärten.
Entworfen wurde der Komplex unter der Leitung von Ottokar Wagler durch den Landschaftsarchitekten Konrad Glocker, die modernen Umkleiden mit Flachdach stammen von Karl Bonatz. Mit rund 433.550 Quadratmetern war der Sportpark bei seiner Eröffnung einer der größten Berlins und verschaffte dem extrem dicht besiedelten Ortsteil eine dringend benötigte Erholungsfläche. Das Stadion selbst wurde 1930 eröffnet und fasste damals 25.000 Zuschauer.
Der Namensgeber
Werner Seelenbinder war Ringer und Arbeitersportler und wurde in der NS-Zeit als Widerstandskämpfer hingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde seine Urne im Eingangsbereich des Stadions beigesetzt. Offiziell trägt die Anlage seit 2004 den Namen Werner-Seelenbinder-Sportpark.
Heute werden 3.500 Plätze angegeben, ein Siebtel der ursprünglichen Kapazität. Die Anlage wurde über die Jahrzehnte umgebaut und in Teilen zurückgebaut. Unmittelbar südlich schließt das Eisstadion Neukölln an, das erstmals in der Wintersaison 1956/57 öffnete.
Häufige Fragen zum Werner-Seelenbinder-Sportpark
Wann wurde der Sportpark eröffnet?
Am 14. Oktober 1928 nach dreijähriger Bauzeit. Das Stadion selbst folgte 1930.
Wer war Werner Seelenbinder?
Ein Ringer und Arbeitersportler, der in der NS-Zeit als Widerstandskämpfer hingerichtet wurde. Seine Urne wurde nach dem Krieg im Eingangsbereich des Stadions beigesetzt.
Wie viele Zuschauer fasst die Anlage?
Heute 3.500 Plätze. Bei der Eröffnung des Stadions 1930 waren es 25.000.
Wer hat den Sportpark gebaut?
Arbeitslose im Rahmen eines Arbeitsbeschaffungsprogramms zwischen 1925 und 1928.
Welcher Verein spielt hier?
Der SV Tasmania Berlin nutzt die Fußballfelder.
Quellen: Werner-Seelenbinder-Sportpark bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Werner-Seelenbinder-Sportpark, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Sportpark Neukölln, Gedenktafeln in Berlin (abgerufen 2026-09-04)
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