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Wormatia-Stadion Worms: Gebaut auf einer Radrennbahn

Das Stadion an der Alzeyer Straße entstand 1927/28 auf einer in Konkurs gegangenen Radrennbahn. Die heute gesperrten Kurven bestehen noch aus den 1939 handgegossenen Stehstufen.

Illustrierte Tribüne an ovaler Bahnkurve vor Domsilhouette, Stadion in Worms
KI-generierte Illustration. Kein Bezug zu einem realen Bauwerk.

Auf einer Radrennbahn erbaut

Mit dem sportlichen Erfolg wurde der Platz am Schweißwerk zu klein. Der Verein erwarb an der Alzeyer Straße eine erst 1924 errichtete und in Konkurs gegangene Radrennbahn und errichtete dort 1927/28 mit viel Eigenleistung das Stadion. Es bot Platz für 18.000 Zuschauer, davon 800 Sitzplätze auf einer überdachten Tribüne; andere Angaben nennen ursprünglich 25.000.

Das Gelände hat eine ältere Geschichte: Im Ersten Weltkrieg beherbergte es ein Kriegsgefangenenlager, danach ein Durchgangslager der französischen Armee. Baracken und Stacheldrahtumzäunung wurden erst Anfang der zwanziger Jahre abgeräumt.

Ein Stadion ohne offiziellen Namen

Nach seinem Bau erhielt das Stadion zunächst keinen offiziellen Namen. Weil der vorherige Spielort schlicht Wormatia-Platz hieß, nannte man den neuen naheliegenderweise Wormatia-Stadion; auf einem Werbeplakat von 1932 ist auch nur vom Wormser Stadion die Rede.

1933 taufte der Vorstand die Anlage offiziell auf den Namen Adolf Hitlers, ab spätestens 1937 war zusätzlich die Bezeichnung Adolf-Hitler-Kampfbahn geläufig. Durchsetzen konnte sich keine der beiden gegen den eingebürgerten Namen; nach Kriegsende kehrte man offiziell zu ihm zurück. Das Ligaarchiv führt diese Umbenennung, weil ihr Weglassen eine Lücke in der Baugeschichte hinterließe. Seit August 2011 trägt die Anlage einen Sponsorennamen.

Umbauten und heutige Kapazität

Die heute gesperrten Kurven bestehen noch aus den 1939 handgegossenen Stehstufen. Größere Arbeiten gab es erst 1974 zur Qualifikation für die neue 2. Bundesliga, als unter anderem ein Zuschauerzaun errichtet wurde. Nach der Brandkatastrophe von Bradford 1985 mussten große Teile der Tribünenplätze wegen des Holzaufbaus gesperrt werden; ab 1987 ersetzte ein Neubau für 2,7 Millionen D-Mark die Haupttribüne.

Zur Saison 2008/09 wurde für 2,1 Millionen Euro umfassend saniert: Die Stehvortribüne wich zusätzlichen Sitzplätzen, die Gegengerade wurde abgerissen und in Fertigbeton neu errichtet, die Kurven bis auf den neuen Gästeblock wegen Baufälligkeit gesperrt. Heute sind je nach Quelle 5.624 oder 5.724 Zuschauer zugelassen: 918 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne, rund 1.500 unüberdachte auf Vor- und Nebentribünen, 2.700 Stehplätze auf der Gegengerade und 500 im Gästeblock.

Häufige Fragen zum Stadion in Worms

Worauf wurde das Stadion gebaut?

Auf einer 1924 errichteten und in Konkurs gegangenen Radrennbahn an der Alzeyer Straße.

Wie viele Zuschauer fasst die Anlage?

Heute sind 5.624 bis 5.724 Plätze zugelassen. Ursprünglich waren es 18.000, nach anderen Angaben 25.000.

Wie hieß das Stadion früher?

Wormatia-Stadion, von 1933 bis 1945 offiziell nach Adolf Hitler benannt, danach wieder Wormatia-Stadion. Seit 2011 trägt es einen Sponsorennamen.

Was steht noch aus der Vorkriegszeit?

Die heute gesperrten Kurven mit den 1939 handgegossenen Stehstufen.

Welcher Verein spielt hier?

Wormatia Worms.

Quellen: Wormatia-Stadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · EWR-Arena, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Stadiongeschichte, wormatia.de (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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