Donaustadion: Eröffnet 1925 vor rund 40.000 Zuschauern
Das Donaustadion in Ulm ist ein Fußballstadion mit Leichtathletikanlage im Besitz der Stadt Ulm, früher als Städtisches Stadion Ulm bekannt. Eröffnet wurde es 1925 im Rahmen des Landesturnfests vor rund 40.000 Zuschauern, das erste Fußballspiel am 1. August 1925 gewann der VfR Heilbronn beim SV Schwaben Ulm mit 1:0. Möglich war die große Kulisse, weil es noch keine Gegentribüne gab und die Zuschauer die angrenzende Wiese mitnutzten.
Kapazität des Donaustadions
Das Donaustadion hat laut Wikipedia und Stadionübersicht der Regionalliga Südwest 2026/27 heute 17.400 Plätze. Aufgeschlüsselt nennt die Wikipedia 4.236 überdachte Sitzplätze und 10.154 unüberdachte Stehplätze, zusammen 14.390. Die Differenz von rund 3.000 Plätzen entspricht der Gegentribüne von 1999 mit 3.000 überdachten Sitzplätzen, die in der Aufschlüsselung offenbar fehlt; die Quelle löst das nicht auf.
Die Wikipedia des SSV Ulm 1846 nennt abweichend 19.500 Plätze. Diese Zahl war laut Wikipedia die ursprüngliche Kapazität vor 1999/2000; für die Bundesligasaison wurde sie mit mobilen Zusatztribünen an drei Stellen auf 23.500 erhöht. Eine getrennte internationale Kapazität ist nicht angegeben.
Umbauten im Donaustadion
Das Donaustadion erhielt 1952 die bis heute stehende überdachte Haupttribüne, nachdem die Holztribüne im Krieg zerstört worden war. 1988 folgte eine Generalsanierung, am 18. Oktober 1991 wurde die Flutlichtanlage beim 3:0 gegen den SV Sandhausen eingeweiht. 1999 entstand für rund 3,5 Millionen D-Mark die Gegentribüne; ein Block mit 500 Plätzen wurde zum Nichtraucherblock erklärt, laut Wikipedia der erste separate Nichtraucherbereich im Stadion eines Bundesligavereins.
Mit dem Aufstieg in die 3. Liga 2023 verlangte der DFB eine Rasenheizung; bis zu deren Einbau trug der SSV Ulm 1846 fünf Heimspiele in der Centus Arena in Aalen aus. Im Frühjahr und Sommer 2024 wurden Rasenheizung und Beregnung eingebaut und die Flutlichtmasten auf 1.200 Lux nachgerüstet. Die von der DFL geforderte Überdachung aller Plätze fehlte, weshalb der Verein für 2024/25 eine Ausnahmegenehmigung erhielt. Am 19. März 2025 stimmte der Gemeinderat einem Kompromiss zu: Die Laufbahn bleibt, das Stadion wird für den Profifußball modernisiert.
Länderspiele und Leichtathletik im Donaustadion
Das Donaustadion war am 7. Juli 2001 Schauplatz des Finales der Frauen-Europameisterschaft, das Deutschland mit 1:0 nach Golden Goal gegen Schweden gewann. Am 7. Juni 2006 spielte Australien dort zur WM-Vorbereitung 3:1 gegen Liechtenstein. In der Leichtathletik stellte Jürgen Hingsen 1982 im Donaustadion mit 8.714 Punkten seinen ersten Zehnkampf-Weltrekord auf; die Deutschen Meisterschaften fanden 2003, 2006, 2009, 2013 und 2014 hier statt.
Häufige Fragen zum Donaustadion
Wie viele Zuschauer fasst das Donaustadion?
17.400 laut Wikipedia und der Saisontabelle der Regionalliga Südwest 2026/27. Die Wikipedia des SSV Ulm 1846 nennt 19.500.
Wann wurde das Donaustadion eröffnet?
1925, im Rahmen des Landesturnfests. Das erste Spiel fand am 1. August 1925 statt.
Wem gehört das Donaustadion?
Der Stadt Ulm. Der SSV Ulm 1846 hat Ende 2024 Interesse an einem Kauf bekundet; vereinbart wurde im März 2025 stattdessen eine Modernisierung mit Erhalt der Laufbahn.
Welcher Verein spielt im Donaustadion?
Der SSV Ulm 1846, in der Saison 2026/27 in der Regionalliga Südwest (4. Liga).
Welches große Spiel fand im Donaustadion statt?
Das Finale der Frauen-Europameisterschaft 2001, Deutschland gegen Schweden 1:0 nach Golden Goal.
Quellen: Donaustadion, Wikipedia (abgerufen 2026-10-02) · Donaustadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-10-02) · SSV Ulm 1846, Wikipedia (Abschnitt Stadion) (abgerufen 2026-10-02) · Fußball-Regionalliga Südwest 2026/27, Wikipedia (Stadionübersicht) (abgerufen 2026-10-02)
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