Ligaarchiv

Ligen / Regionalliga Bayern

Regionalliga BayernDer einzige deutsche Meister in der vierten Liga

4. Liga 18 Vereine im Archiv

Kurz gesagt

Die Regionalliga Bayern ist die größte der fünf Staffeln und die einzige, in der ein ehemaliger deutscher Meister spielt — der TSV 1860 München, Titelträger von 1966.

Die Regionalliga Bayern ist die einzige der fünf Staffeln, die deckungsgleich mit einem einzigen Landesverband ist — dem Bayerischen Fußball-Verband, dem mitgliederstärksten Deutschlands. Sie umfasst in der laufenden Saison neunzehn Mannschaften und ist damit auch die größte.

Zum Vergleich: Die Nordost-Staffel verteilt sich auf sechs Landesverbände, die West-Staffel spielt zwar auch in einem Bundesland, umfasst aber zwei Verbände.

Tabelle der Saison 2026/27

Platz Verein Hinweis
1 TSV Buchbach keine eigene Seite
2 FC Memmingen keine eigene Seite
3 DJK Vilzing keine eigene Seite
4 SC Eltersdorf keine eigene Seite
5 FV Illertissen keine eigene Seite
6 SpVgg Unterhaching
7 1. FC Schweinfurt 05
8 FC Augsburg II Zweitvertretung
9 Wacker Burghausen
10 TSV 1860 München
11 TSV Aubstadt keine eigene Seite
12 TSV Schwaben Augsburg keine eigene Seite
13 VfB Eichstätt keine eigene Seite
14 FC Bayern München II Zweitvertretung
15 1. FC Nürnberg II Zweitvertretung
16 SpVgg Bayreuth
17 SpVgg Greuther Fürth II Zweitvertretung
17 TSV Landsberg keine eigene Seite
19 SpVgg Ansbach 09 keine eigene Seite

Stand der Tabelle: 11. September 2026. Quelle: Wikipedia, Fußball-Regionalliga Bayern 2026/27.

Ein deutscher Meister in der vierten Liga

Keine andere Staffel enthält einen ehemaligen deutschen Meister. Der TSV 1860 München gewann 1966 die Meisterschaft, stand 1965 im Europapokalfinale und war bis in die sechziger Jahre der stärkere der beiden Münchner Vereine.

2017 wurde er in die vierte Liga zwangsversetzt, weil der Investor die Lizenz für die 3. Liga nicht bezahlte. Seit 2026/27 spielt 1860 wieder viertklassig.

Zum Vergleich stehen in der Nordost-Staffel sieben ehemalige DDR-Meister und in der Südwest-Staffel sechs ehemalige Bundesligisten — aber nur hier ein Verein, der die Bundesliga gewonnen hat.

Der Verein, der eine Meisterschaft entschied

Am letzten Spieltag der Saison 1999/2000 schlug die SpVgg Unterhaching Bayer Leverkusen mit 2:0 und machte damit den FC Bayern zum Meister. Die DFB-Vertreter hatten die Meisterschale bereits nach Unterhaching gebracht und mussten sie ungenutzt wieder mitnehmen.

Unterhaching ist zugleich der kleinste Ort, der je Bundesligafußball beherbergte.

Wie Ligavorgaben Bauwerke formten

Drei Stadien dieser Staffel zeigen das Muster besonders deutlich:

  • Wacker-Arena in Burghausen — nach dem Zweitligaabstieg wurden Gästefanblock und Tribünenerweiterung abgebaut, die Kapazität sank von 12.200 auf 7.750. Für die 3. Liga musste erneut auf 10.000 aufgestockt werden.
  • Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth — Flutlicht erst seit Oktober 2022, sechzig Jahre nach dem Baubeginn.
  • Sachs-Stadion in Schweinfurt — 2001 Stehstufen und Flutlicht für die 2. Bundesliga, 2014 Wellenbrecher wegen erhöhter Sicherheitsstandards.

Namen, die verhandelt wurden

Zwei Vorgänge aus dieser Staffel gehören zur Namensgeschichte deutscher Stadien: 2021 wurde in Schweinfurt aus dem Willy-Sachs-Stadion das Sachs-Stadion — der Stifter war SS-Obersturmbannführer, der Vorname verschwand, der Familienname blieb.

Und das Bayreuther Stadion trägt seit 2002 den Namen eines Oberbürgermeisters, der am Bau beteiligt war. In Flensburg und Norderstedt stehen dagegen Vereinsfunktionäre im Stadionnamen.

Vier Zweitvertretungen

Vier Mannschaften sind zweite Teams von Profivereinen: Augsburg II, Bayern München II, Nürnberg II und Greuther Fürth II. Für sie gelten eigene Regeln — kein Aufstieg in die 2. Bundesliga, kein DFB-Pokal. Näheres steht auf der Seite zu den Zweitvertretungen.

Zehn Vereine ohne eigene Seite

Für zehn weitere Vereine führt das Ligaarchiv bislang keine Einzelseite, weil die belegbare Ligahistorie noch nicht für drei entitätsspezifische Fakten aus Primärquellen reicht. Sobald weitere Spielzeiten hinzukommen, ändert sich das.

Häufige Fragen zur Regionalliga Bayern

Wie viele Mannschaften spielen in der Regionalliga Bayern?

Neunzehn in der Saison 2026/27 — mehr als in jeder anderen Staffel.

Welcher ehemalige deutsche Meister spielt hier?

Der TSV 1860 München, Meister von 1966.

Warum ist die Staffel deckungsgleich mit einem Verband?

Sie umfasst ausschließlich Vereine des Bayerischen Fußball-Verbands, des mitgliederstärksten in Deutschland.

Wie viele Zweitvertretungen spielen mit?

Vier.

Welches ist das größte Stadion der Staffel?

Das Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth mit 21.500 Plätzen.

Warum haben nicht alle Vereine eine eigene Seite?

Vier sind Zweitvertretungen, bei zehn weiteren reicht die belegbare Ligahistorie noch nicht.

Die 18 Vereine im Archiv

Stadien der Staffel

SpVgg Bayreuth21.5001. FC Schweinfurt 0515.662SpVgg Unterhaching15.053FC Bayern München II15.000TSV 1860 München15.000Wacker Burghausen10.0001. FC Nürnberg II7.000FC Memmingen5.100
Stadionkapazitäten der Staffel im Vergleich. Quelle: Wikidata und Vereinswebsites, Stand 23. Oktober 2026.

Auf- und Abstieg

Die Regelung dieser Staffel steht im Vergleich der Auf- und Abstiegsregelungen aller 21 Landesverbände.