Gegründet in einer Werkskantine
Mit der Niederlassung eines Chemiekonzerns im Jahr 1914 begann das Wachstum der Stadt Burghausen. Am 13. November 1930 trafen sich 111 sportbegeisterte Burghauser — mehrheitlich Mitarbeiter des Werks — in der damaligen Kantine zur Gründungsversammlung.
Der Verein sollte zuallererst dem Breitensport dienen; erste Sportarten waren Fußball, Leicht- und Schwerathletik sowie Schießsport. Der 1922 aus dem Turnverein hervorgegangene 1. FC Burghausen trat geschlossen bei und bildete die Fußballabteilung. Der Sportplatz lag direkt vor den Werkstoren.
Im Ligaarchiv ist Burghausen damit der vierte Werksverein — neben Bayer 04 Leverkusen, dem VfL Wolfsburg und dem FC Ingolstadt 04. Der Unterschied: Hier war der Breitensport das erklärte Gründungsziel, nicht der Spitzenfußball.
Ein Verein mit zwanzig Abteilungen
Mit rund 5.300 bis 6.000 Mitgliedern in zwanzig Abteilungen ist Wacker Burghausen einer der größeren Sportvereine Deutschlands außerhalb der Ballungszentren.
Bemerkenswert ist die Breite der Erfolge über den Fußball hinaus:
- Ringen — deutscher Mannschaftsmeister 2018, 2019, 2020, 2022 und 2024
- Tennis — Aufstieg in die 1. Bundesliga 1999 und 2011
- Schwimmen — Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga
Im Ligaarchiv ist das der Verein mit den meisten Titeln außerhalb des Fußballs. Zum Vergleich: Braunschweig hat sechs Meisterschaften im Frauen-Feldhockey, Bonn eine im Frauenfußball.
Sechs Jahre 2. Bundesliga
1993 gelang der Aufstieg in die Bayernliga — ein Jahr später verzichtete der Verein allerdings auf den Aufstieg in die neu gegründete Regionalliga Süd.
Im Ligaarchiv ist das der vierte dokumentierte Aufstiegsverzicht, neben Rödinghausen, Torgelow und Emden.
2002 stieg Burghausen unter Rudi Bommer in die 2. Bundesliga auf und hielt sich dort mehrere Jahre. 2006 wurde die Profiabteilung in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert — ausdrücklich wegen der Risiken für die Gemeinnützigkeit des Vereins.
Das ist im Bestand eine eigene Begründung für eine Ausgliederung: In Wolfsburg und Leverkusen ging es um Konzernbeteiligungen, in Unterhaching um den Börsengang — hier um den Status des Vereins selbst.
Ligahistorie
Erfasst sind 21 Spielzeiten der 2. Bundesliga, der 3. Liga und der Regionalliga Bayern, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Bayernliga- und Regionalligajahre der früheren Zeit werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 8 | |
| 2024/25 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 7 | |
| 2023/24 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 9 | |
| 2022/23 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 7 | |
| 2021/22 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 3 | |
| 2018/19 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 3 | |
| 2017/18 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 9 | |
| 2016/17 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 10 | |
| 2015/16 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 2 | |
| 2014/15 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 11 | |
| 2013/14 | 3. Liga | 3. Liga | 19 | |
| 2012/13 | 3. Liga | 3. Liga | 8 | |
| 2011/12 | 3. Liga | 3. Liga | 6 | |
| 2010/11 | 3. Liga | 3. Liga | 17 | |
| 2009/10 | 3. Liga | 3. Liga | 17 | |
| 2006/07 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 17 | |
| 2005/06 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 8 | |
| 2004/05 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 9 | |
| 2003/04 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 10 | |
| 2002/03 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 10 |
Stadion
Heimspielstätte ist die Wacker-Arena an der Liebigstraße.
Häufige Fragen zu Wacker Burghausen
Wann wurde Wacker Burghausen gegründet?
Am 13. November 1930 in der Werkskantine, von 111 Burghausern — mehrheitlich Mitarbeitern des Chemiewerks.
Wann spielte Burghausen in der 2. Bundesliga?
Ab 2002, unter Trainer Rudi Bommer, über mehrere Jahre.
Warum wurde die Profiabteilung ausgegliedert?
2006, wegen der Risiken für die Gemeinnützigkeit des Gesamtvereins.
Welche Erfolge hat der Verein außerhalb des Fußballs?
Fünf deutsche Mannschaftsmeisterschaften im Ringen sowie Bundesligamannschaften in Tennis und Schwimmen.
Was geschah 1994?
Der Verein verzichtete auf den Aufstieg in die neu gegründete Regionalliga Süd.
Wie viele Mitglieder hat der Verein?
Rund 5.300 bis 6.000 in zwanzig Abteilungen.
Wie viele Zuschauer fasst die Arena?
Rund 10.000; je nach Ausbaustufe waren es zwischen 7.750 und 12.500.
Weitere Vereine der Regionalliga Bayern
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- TSV 1860 München
- SpVgg Bayreuth
- SpVgg Unterhaching
- FC Bayern München II
- 1. FC Schweinfurt 05
- 1. FC Nürnberg II
- TSV Schwaben Augsburg
- FC Augsburg II
- FC Memmingen
- TSV Landsberg
- FV Illertissen
- SpVgg Ansbach 09
- TSV Aubstadt
- TSV Buchbach
- SC Eltersdorf
- VfB Eichstätt
- DJK Vilzing
Zur Staffelseite Regionalliga Bayern
Quellen: Wacker Burghausen bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Wacker Burghausen, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Geschichte, wacker1930.de (abgerufen 2026-09-11) · SV Wacker Burghausen, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.