Gebaut auf einem Raffineriegelände
Der Sportpark liegt im Südosten Ingolstadts, auf dem Gelände einer ehemaligen Ölraffinerie. Damit ergänzt er im Ligaarchiv die Reihe der Stadien auf umgenutzten Industrie- und Militärflächen — neben Frankfurt auf einer Schießanlage, Mönchengladbach auf einer Kaserne und Köln auf geschleiften Festungsanlagen.
Warum gebaut werden musste
Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga 2008 erteilte die DFL dem umgebauten ESV-Stadion nur eine auf zwei Jahre befristete Ausnahmespielgenehmigung. Der Verein brauchte also bis zur Saison 2010/11 eine neue Spielstätte, wenn er zweitklassig bleiben wollte.
Am 12. Juni 2008 fiel die Entscheidung, nach vierzehn Monaten Bauzeit wurde am 24. Juli 2010 eröffnet.
Das Muster ist im Bestand das häufigste überhaupt — und Ingolstadt ist der Fall, in dem die Frist am kürzesten war.
Eine verbreitete Annahme stimmt nicht
Das Stadion trägt den Namen des Autoherstellers, und der Eigentümer ist heute eine Konzerntochter. Die 20 Millionen Euro Baukosten brachte jedoch nicht Audi auf, sondern der Vereinsvorsitzende selbst — zu einer Zeit, als Ingolstadt noch unterklassig spielte. Erst 2013 übernahm der Konzern dessen Anteile.
Das Ligaarchiv hält das fest, weil die Annahme naheliegt und trotzdem falsch ist.
Kapazität
Die Angaben schwanken: 15.200 Plätze nennen die meisten Quellen, aufgeteilt in etwa 9.200 Sitz- und 6.000 Stehplätze; andere nennen 15.700 oder 15.800. Bei internationalen Partien sind 12.000 Zuschauer zugelassen. Alle Plätze sind überdacht.
Bemerkenswert ist die Auslastung: In der Bundesligasaison 2015/16 lag der Schnitt bei 14.815 — nahe an der Kapazitätsgrenze.
Drei Stadien in einer Stadt
Der Sportpark ist eines von drei größeren Fußballstadien Ingolstadts; die Anlagen der beiden Vorgängervereine bestehen weiter. Im ehemaligen MTV-Stadion spielt heute die Frauenmannschaft des FC Ingolstadt 04.
Wenige Wochen nach der Eröffnung fand hier das erste Länderspiel statt, im Mai 2011 folgte ein Spiel der Frauennationalmannschaft als Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft.
Häufige Fragen zum Sportpark in Ingolstadt
Wie viele Zuschauer fasst der Sportpark?
Je nach Quelle 15.200 bis 15.800 Plätze, davon rund 6.000 Stehplätze. International sind 12.000 zugelassen.
Wer bezahlte den Bau?
Der Vereinsvorsitzende brachte die rund 20 Millionen Euro auf, nicht der Autohersteller. Dieser übernahm die Anteile erst 2013.
Warum wurde das Stadion gebaut?
Die DFL erteilte dem umgebauten ESV-Stadion nach dem Zweitligaaufstieg 2008 nur eine zweijährige Ausnahmegenehmigung.
Wann wurde eröffnet?
Am 24. Juli 2010, nach vierzehn Monaten Bauzeit.
Worauf steht das Stadion?
Auf dem Gelände einer ehemaligen Ölraffinerie.
Wie viele Fußballstadien hat Ingolstadt?
Drei größere — neben dem Sportpark bestehen die Anlagen der beiden Vorgängervereine weiter.
Quellen: Audi-Sportpark bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Audi-Sportpark, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · FC Ingolstadt 04, LiberoGuide (abgerufen 2026-09-11) · Unsere Geschichte, fcingolstadt.de (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.