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GrenzlandstadionWälle aus 300.000 Kubikmetern Trümmerschutt

10.000 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 19. 10. 2026

Kurz gesagt

Das Grenzlandstadion in Mönchengladbach-Rheydt wurde am 17. Juni 1927 eröffnet und nach Kriegszerstörung 1960 mit Wällen aus Trümmerschutt neu eröffnet. Heute fasst es 10.000 Zuschauer und ist Heimspielstätte von Borussia Mönchengladbach II.

Eine Rheydter Sportanlage von 1927

Das Grenzlandstadion im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt wurde von 1925 bis 1927 von der damals noch selbständigen Stadt Rheydt auf einem ehemaligen Ziegeleigelände angelegt und am 17. Juni 1927 eröffnet. Die erste Anlage bestand aus einer 700 Meter langen ovalen Aschenbahn mit zwei Fußballplätzen im Innenraum; am Eingang stand ein 15 Meter hohes kupfernes Ehrenmal.

In der NS-Zeit hieß die Anlage Heinz-Brands-Kampfbahn und diente Großkundgebungen. Das Ehrenmal wurde 1940 eingeschmolzen, die Sportanlagen 1943 bei Luftangriffen weitgehend zerstört.

Wälle aus 300.000 Kubikmetern Trümmerschutt

Das Grenzlandstadion wurde in den 1950er-Jahren im klassischen Format mit 400-Meter-Bahn neu gebaut. Für die Zuschauerwälle verwendete die Stadt 300.000 Kubikmeter Trümmerschutt aus der zerstörten Rheydter Innenstadt. Zur Wiedereröffnung am 3. Juli 1960 bot das Stadion 30.000 Plätze, darunter 3.000 Sitzplätze; den Rekord hält das Landesturnfest 1960 mit 25.000 Besuchern.

Im Ligaarchiv teilt das Grenzlandstadion diese Bauweise mit dem Zentralstadion Leipzig, dessen Wälle ebenfalls aus Kriegstrümmern bestehen.

10.000 Plätze heute

Das Grenzlandstadion fasst heute 10.000 Zuschauer: rund 2.500 überdachte Sitzplätze auf der seit 1981 bestehenden Tribüne entlang des Spielfelds und etwa 7.500 unüberdachte Stehplätze. 2006 wurde eine Blocktrennung eingebaut. Gegenüber 1960 ist die Kapazität damit auf ein Drittel geschrumpft. Eine internationale Kapazität ist nicht ausgewiesen; die Stadionübersicht der Regionalliga West 2026/27 nennt ebenfalls 10.000.

Zwei Jahre Borussia, heute die U23

Das Grenzlandstadion war von 1960 bis 1962 Heimstätte von Borussia Mönchengladbach, die damals in der Oberliga West spielte und aus dem unzureichend ausgebauten Bökelbergstadion auswich. Der Umzug bewog die Stadt Mönchengladbach, den Bökelberg auszubauen. Ein 1965 erwogener erneuter Wechsel, für den das Grenzlandstadion kurzfristig auf 63.000 Plätze erweiterbar gewesen wäre, wurde nach dem Bau einer überdachten Tribüne am Bökelberg verworfen.

Heute spielen hier Borussia Mönchengladbach II in der Regionalliga West und die Frauen der Borussia. Der Zuschauerschnitt der U23 lag 2006/07 bei etwa 1.260 und 2008/09 bei rund 400. Bis 2005 nutzten auch die American-Football-Spieler der Mönchengladbach Mavericks das Stadion.

Häufige Fragen zum Grenzlandstadion

Wie viele Zuschauer fasst das Grenzlandstadion?

10.000, davon rund 2.500 überdachte Sitzplätze. 1960 waren es 30.000.

Wann wurde das Grenzlandstadion eröffnet?

Am 17. Juni 1927; nach dem Neubau folgte die Wiedereröffnung am 3. Juli 1960.

Wer spielt im Grenzlandstadion?

Borussia Mönchengladbach II, in der Saison 2026/27 in der Regionalliga West, und die Frauen von Borussia Mönchengladbach.

Hat Borussia Mönchengladbach hier Profispiele ausgetragen?

Ja, von 1960 bis 1962, als der Verein noch in der Oberliga West spielte.

Woraus bestehen die Zuschauerwälle?

Aus 300.000 Kubikmetern Trümmerschutt der im Krieg zerstörten Rheydter Innenstadt.

Quellen: Grenzlandstadion, Wikipedia (abgerufen 2026-10-02) · Grenzlandstadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-10-02) · Borussia Mönchengladbach, Wikipedia (abgerufen 2026-10-02) · Fußball-Regionalliga West 2026/27, Wikipedia (Stadionübersicht) (abgerufen 2026-10-02)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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