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Jahnstadion RegensburgDas Stadion, das nicht wachsen konnte

15.210 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Das alte Jahnstadion lag mitten im Wohngebiet und ließ sich nicht auf die geforderten 15.000 Plätze erweitern. Der Neubau entstand in achtzehn Monaten; auf dem alten Areal stehen heute Wohnungen und eine Schule.

Zwei Stadien, ein Name

Das alte Jahnstadion an der Prüfeninger Straße wurde 1926 eröffnet und war bis Juli 2015 Heimspielstätte des SSV Jahn Regensburg. In seiner letzten Ausbaustufe fasste es 12.500 Zuschauer.

Der Neubau im Stadtteil Oberisling ersetzte es zur Saison 2015/16 und fasst 15.210 Plätze; einzelne Verzeichnisse nennen 15.224.

Ein Stadion, das nicht wachsen konnte

Der Grund für den Neubau steht in der Baugeschichte des alten: Es lag mitten in einem Wohngebiet. Nach dem Zweitligaaufstieg 2012 verlangte die DFL 15.000 Plätze; erreichbar waren durch eine Zusatztribüne nur 12.500.

Der Verein erhielt eine Ausnahmeregelung — ausdrücklich auch deshalb, weil sich die neue Arena bereits ankündigte. Zusätzlich mussten Rasenheizung, größere Kabinen und eine erweiterte Pressetribüne eingebaut werden.

Im Ligaarchiv ist das der klarste Fall dafür, wie die Lage im Wohngebiet die Erweiterbarkeit begrenzt — vergleichbar mit dem Böllenfalltor, wo aus demselben Grund nur rund 400 Parkplätze zur Verfügung stehen, und mit Freiburg, wo eine Anwohnerklage die Kapazitätserhöhung verhinderte.

Achtzehn Monate Bauzeit

Im Herbst 2013 wurde der Bauvertrag geschlossen, im Januar 2014 begannen die Arbeiten. Achtzehn Monate später stand das Stadion. Der Standort an der südlichen Umgehung lag zuvor im ländlichen Raum; über 2.000 Parkplätze und 800 Fahrradstellplätze entstanden daneben.

Am 7. Juli 2015 fand ein Testlauf vor 4.200 Zuschauern statt. Ein Detail daraus ist überliefert: Das erste Tor im neuen Stadion erzielte derselbe Spieler, der auch das letzte im alten geschossen hatte.

Was aus dem alten Stadion wurde

Am 23. Mai 2015 fand dort das letzte Ligaspiel statt, ein 4:0 gegen den SC Fortuna Köln. Am 20. Februar 2017 begann der Abriss der inzwischen verfallenen Anlage, abgeschlossen nach rund drei Monaten.

Auf dem Areal entstanden Wohnungen und eine Grundschule. Damit teilt das alte Jahnstadion das Schicksal des Bökelbergstadions, auf dessen Gelände ebenfalls ein Wohngebiet gebaut wurde — anders als in Freiburg und Mainz, wo die Vorgängerbauten erhalten blieben.

Mieter im Funktionsgebäude

Im Funktionsgebäude sind neben der Geschäftsstelle des Vereins der bayerische Verband mit seiner Bezirksgeschäftsstelle sowie ein FIFA Medical Centre untergebracht. Das Stadion liegt in unmittelbarer Nähe zur Universität und zum Universitätsklinikum, deren Parkplätze mitgenutzt werden können.

Häufige Fragen zum Jahnstadion Regensburg

Wie viele Zuschauer fasst das Jahnstadion?

15.210 Plätze; einzelne Verzeichnisse nennen 15.224. Das alte Stadion fasste zuletzt 12.500.

Wann wurde das neue Stadion eröffnet?

Im Juli 2015, nach achtzehn Monaten Bauzeit.

Warum wurde neu gebaut?

Das alte Stadion lag mitten im Wohngebiet und ließ sich nicht auf die von der DFL geforderten 15.000 Plätze erweitern.

Was geschah mit dem alten Jahnstadion?

Es wurde 2017 abgerissen. Auf dem Areal entstanden Wohnungen und eine Grundschule.

Was ist am ersten Tor im neuen Stadion besonders?

Es erzielte derselbe Spieler, der auch das letzte Tor im alten Stadion geschossen hatte.

Wer ist im Funktionsgebäude untergebracht?

Die Vereinsgeschäftsstelle, eine Bezirksgeschäftsstelle des bayerischen Verbands und ein FIFA Medical Centre.

Quellen: Jahnstadion Regensburg bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Jahnstadion Regensburg (2015), Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Jahnstadion (Regensburg), Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Jahnstadion Regensburg, StadiumDB.com (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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