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Wilhelm-Langrehr-StadionFür hundert Mark gepachtet

3.500 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

1933 pachtete der TSV Havelse das Gelände an der Hannoverschen Straße für hundert Mark von einem Landwirt. Bis heute spielt der Verein dort — außer wenn er in die 3. Liga aufsteigt.

Für hundert Mark gepachtet

Die Geschichte der Anlage beginnt mit einem Pachtvertrag: 1933 wurde das Gelände an der Hannoverschen Straße von einem Landwirt für hundert Mark gepachtet. Seither spielt der TSV Havelse dort.

Im Ligaarchiv ist das der günstigste dokumentierte Beginn einer Spielstätte — vergleichbar mit Bochum, wo Fußballpioniere einen Bauern überzeugten, ihnen seine Wiese zu verpachten, und mit Karlsruhe, wo die Stadt 1921 ein Areal auf fünfzig Jahre überließ.

Bis 2000 hieß die Anlage TSV-Kampfbahn an der Hannoverschen Straße. Dann wurde sie nach Wilhelm Langrehr benannt, dem langjährigen Abteilungsleiter, der 1975 den Trainer holte, mit dem der Aufstieg begann.

3.500 Plätze, 500 davon Sitzplätze

Die Anlage fasst bis zu 3.500 Zuschauer: 500 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne, der Rest Stehplätze auf der überdachten Gegentribüne und der Osttribüne. Die Flutlichtanlage leistet 280 Lux.

Umgebaut wurde mehrfach — 1990, 1992 und 2010, letzteres wegen des Regionalligaaufstiegs: Die beiden Hintertortribünen wurden erneuert, die Gegentribüne mit Wellenbrechern und Zaun versehen.

Das Stadion, das nicht mitwachsen kann

Für die 3. Liga genügt die Anlage nicht. Bei jedem Aufstieg zieht der Verein deshalb nach Hannover um — 2021/22 ins Niedersachsenstadion, seit 2025/26 ins Eilenriedestadion, das 2024 drittligatauglich gemacht wurde.

Damit steht Havelse in derselben Reihe wie Verl, Mannheim und Elversberg — Vereine, deren Spielstätte den Ligavorgaben nicht genügt. Der Unterschied: In Verl änderte sich die Regel, in Mannheim wich man sechs Jahre aus, in Elversberg gilt eine Ausnahme. In Havelse ist der Umzug zum Dauerzustand geworden.

Häufige Fragen zum Wilhelm-Langrehr-Stadion

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?

Bis zu 3.500, davon 500 überdachte Sitzplätze.

Seit wann spielt der TSV Havelse hier?

Seit 1933.

Wie kam der Verein an das Gelände?

Es wurde 1933 von einem Landwirt für hundert Mark gepachtet.

Woher kommt der Name?

Von Wilhelm Langrehr, dem langjährigen Abteilungsleiter. Die Umbenennung erfolgte 2000.

Warum spielt Havelse in der 3. Liga nicht hier?

Die Anlage genügt den Anforderungen nicht. Der Verein weicht dann nach Hannover aus.

Wie stark ist das Flutlicht?

280 Lux.

Quellen: Wilhelm-Langrehr-Stadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Wilhelm-Langrehr-Stadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · TSV Havelse, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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