Bis 1945 Adolf-Hitler-Kampfbahn
Das Heidewaldstadion im Stadtteil Sundern wurde 1933 eröffnet und trug bis 1945 den Namen Adolf-Hitler-Kampfbahn.
Damit gehört Gütersloh zu jener Gruppe im Ligaarchiv, deren Spielstätten den Namen des Diktators trugen — neben dem Neckarstadion in Stuttgart, das von 1933 bis 1945 Adolf-Hitler-Kampfbahn hieß, und dem Wormatia-Stadion in Worms. In allen diesen Fällen wurde der Name nach 1945 abgelegt.
Zum Vergleich: In Meppen hielt sich der Name Hindenburgstadion bis 1992, in Trier und Koblenz verschwanden die Görings-Namen 1945.
Zwei Millionen Mark für ein reines Fußballstadion
1972 wurde die Anlage für zwei Millionen Mark in ein reines Fußballstadion mit 15.000 Plätzen umgebaut; die letzte Renovierung folgte 1997. Die Haupttribüne bietet 1.150 überdachte Sitzplätze.
Die heutigen Kapazitätsangaben gehen auseinander: 8.400 nennt eine Quelle, 12.500 mehrere andere. Das Ligaarchiv nennt beide Zahlen.
Ein Stadion für fünf Vereine
Genutzt wurde die Anlage nicht nur vom FC Gütersloh: Auch dessen Vorgängervereine — die Sportvereinigung Arminia und die DJK — spielten hier, ebenso ein eigenständiger Frauenfußballverein.
Im Ligaarchiv ist das die höchste Zahl an Nutzern einer Anlage. Zum Vergleich teilen sich im Lohrheidestadion und im Sportpark Nord jeweils zwei Vereine die Anlage.
Das Stadion, das eine Fusion verhindern sollte
2009/10 war das Heidewaldstadion Gegenstand von Fusionsverhandlungen: Weil dem SC Wiedenbrück bei einem Regionalligaaufstieg Stadionauflagen des DFB drohten, war ein Zusammenschluss mit Gütersloh im Gespräch — mit dem Heidewaldstadion als gemeinsamer Spielstätte. Die Gespräche scheiterten an offenen Verbindlichkeiten.
Im Ligaarchiv ist das der einzige Fall, in dem ein Stadion Anlass für eine geplante Vereinsfusion war.
Häufige Fragen zum Heidewaldstadion
Wie viele Zuschauer fasst das Heidewaldstadion?
Je nach Quelle 8.400 oder 12.500 Plätze, davon 1.150 überdachte Sitzplätze.
Wann wurde das Stadion eröffnet?
1933.
Wie hieß das Stadion bis 1945?
Adolf-Hitler-Kampfbahn.
Was geschah 1972?
Der Umbau zu einem reinen Fußballstadion mit 15.000 Plätzen, für zwei Millionen Mark.
Welche Vereine nutzten die Anlage?
Der FC Gütersloh, seine Vorgängervereine SVA und DJK sowie ein eigenständiger Frauenfußballverein.
Was hatte das Stadion mit einer Fusion zu tun?
2010 war es als gemeinsame Spielstätte einer geplanten Fusion mit dem SC Wiedenbrück vorgesehen. Die Gespräche scheiterten.
Quellen: Heidewaldstadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · FC Gütersloh (2000), Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · FC Gütersloh (1978), Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.