Zwei lokale Vereine, im Jahr 2000 vereinigt
Der SC Wiedenbrück entstand im Jahr 2000 durch Fusion der DJK Eintracht Wiedenbrück mit Westfalia Wiedenbrück. Beide hatten zuvor ausschließlich auf lokaler Ebene gespielt; die 1919 gegründete Westfalia trat in der Saison 1934/35 in der damals zweitklassigen Bezirksliga Ostwestfalen an.
Nach der Fusion übernahm die Fußballabteilung den Platz der DJK in der sechstklassigen Bezirksliga. Bis zum 22. April 2015 hieß der Verein Sport-Club Wiedenbrück 2000.
Von der Bezirksliga in die Regionalliga
Von dort ging es aufwärts: über die Verbandsliga Westfalen und die Oberliga bis zum Aufstieg 2010 in die Regionalliga West, entschieden durch eine starke Rückrunde mit vierzehn Spielen ohne Niederlage und vier Punkten Vorsprung auf die zweite Mannschaft von Arminia Bielefeld.
Der Verein spielte von 2010 bis 2019 und wieder seit 2020 viertklassig; dreimal qualifizierte er sich für den DFB-Pokal.
Die abgebrochene Fusion mit Gütersloh
2009/10 verhandelte der Vorstand mit dem FC Gütersloh über einen Zusammenschluss. Der Anlass war baulich: Bei einem Regionalligaaufstieg drohten dem SC Wiedenbrück Stadionauflagen des DFB; als gemeinsamer Spielort war das Gütersloher Heidewaldstadion im Gespräch.
Wiedenbrück brach die Gespräche ab. Beide Vereine wollten schuldenfrei in die Fusion gehen, was Gütersloh nicht sicherstellen konnte — dort war eine Nachforderung der Rentenversicherung über 92.000 Euro aufgetaucht.
Die Pointe folgte später: Für seine Heimspiele im DFB-Pokal wich Wiedenbrück wegen der größeren Kapazität doch ins Heidewaldstadion aus. Was als Fusionsgrundlage gedacht war, wurde zum gelegentlichen Ausweichquartier.
Ligahistorie
Erfasst sind die Spielzeiten der Regionalliga West mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Verbandsligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Regionalliga West | 4. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga West | 4. Liga | 16 | |
| 2024/25 | Regionalliga West | 4. Liga | 12 | |
| 2023/24 | Regionalliga West | 4. Liga | 10 | |
| 2022/23 | Regionalliga West | 4. Liga | 12 | |
| 2021/22 | Regionalliga West | 4. Liga | 8 | |
| 2020/21 | Regionalliga West | 4. Liga | 10 | |
| 2018/19 | Regionalliga West | 4. Liga | 17 | |
| 2017/18 | Regionalliga West | 4. Liga | 7 | |
| 2016/17 | Regionalliga West | 4. Liga | 14 | |
| 2015/16 | Regionalliga West | 4. Liga | 11 | |
| 2014/15 | Regionalliga West | 4. Liga | 12 | |
| 2013/14 | Regionalliga West | 4. Liga | 16 | |
| 2012/13 | Regionalliga West | 4. Liga | 9 |
Verein und Stadion
Der Verein hat rund 960 bis 1.150 Mitglieder und bietet neben dem Fußball Tischtennis, Gymnastik und Tanzen an; bis 2013 bestand eine Radsportabteilung. Die Vereinsfarben sind Schwarz und Blau.
Größter Erfolg der Frauenmannschaft war die Vizemeisterschaft der Verbandsliga 2006 — hinter der zweiten Mannschaft des FC Gütersloh. Heimspielstätte ist das Jahnstadion.
Häufige Fragen zum SC Wiedenbrück
Wann wurde der SC Wiedenbrück gegründet?
Im Jahr 2000, durch Fusion der DJK Eintracht Wiedenbrück mit Westfalia Wiedenbrück.
Seit wann spielt der Verein in der Regionalliga?
Von 2010 bis 2019 und wieder seit 2020.
Warum scheiterte die Fusion mit Gütersloh?
Beide Vereine wollten schuldenfrei fusionieren; Gütersloh konnte das wegen einer Nachforderung der Rentenversicherung nicht sicherstellen. Wiedenbrück brach die Gespräche ab.
Wo spielte Wiedenbrück im DFB-Pokal?
Wegen der größeren Kapazität im Gütersloher Heidewaldstadion.
Wie viele Mitglieder hat der Verein?
Je nach Stichjahr 960 bis 1.150.
Wie viele Zuschauer fasst das Jahnstadion?
2.550 nach der letzten Anpassung; zuvor waren es 5.001.
Weitere Vereine der Regionalliga West
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- Rot-Weiß Oberhausen
- SG Wattenscheid 09
- Borussia Dortmund II
- Sportfreunde Siegen
- Bonner SC
- Borussia Mönchengladbach II
- SV Bergisch Gladbach 09
- Sportfreunde Lotte
- SC Paderborn 07 II
- 1. FC Bocholt
- VfB 03 Hilden
- FC Schalke 04 II
- 1. FC Köln II
- FC Gütersloh
- Westfalia Rhynern
- SV Rödinghausen
Zur Staffelseite Regionalliga West
Quellen: SC Wiedenbrück bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · SC Wiedenbrück, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Jahnstadion (Rheda-Wiedenbrück), Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · SC Wiedenbrück, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.