Gegründet im Gasthaus, 1921
Im Juli 1921 versammelten sich zwanzig Mitglieder eines Bayreuther Turnvereins im Gasthaus Bamberger Hof, um einen eigenen Verein zu gründen. Daraus ging die heutige SpVgg Bayreuth hervor.
Im örtlichen Sprachgebrauch heißt der Verein Oldschdod — Altstadt im oberfränkischen Dialekt. Mit acht Titeln ist er Rekordmeister der Bayernliga.
Zwei Spiele vom Aufstieg entfernt
Die erfolgreichste Zeit lag in den siebziger und achtziger Jahren. 1978/79 wurde Bayreuth Zweiter der 2. Bundesliga Süd und stand damit in den Aufstiegsspielen zur Bundesliga — dort war gegen Fortuna Düsseldorf Schluss.
Dazu kommen zwei Viertelfinals im DFB-Pokal, 1977 und 1980. 1977 gelang auf dem Weg dorthin ein Sieg über Rot-Weiss Essen.
Zweimal gerettet durch fremde Finanznot
1988 und 1989 wäre Bayreuth sportlich abgestiegen. Beide Male blieb der Verein drin — weil zuerst Rot-Weiß Oberhausen und ein Jahr später Kickers Offenbach vor dem finanziellen Ruin standen und vom DFB stattdessen zwangsversetzt wurden.
Im Ligaarchiv ist das die dichteste Verkettung dieser Art: Drei Vereine, die alle im Bestand stehen, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Vergleichbar ist allein Siegen, das ebenfalls zweimal durch fremde Lizenzentzüge gerettet wurde.
Als sich die Fans selbst versteigerten
Ende 2008 drohte dem Verein die Insolvenz. Die Anhänger reagierten auf eine Weise, die im Ligaarchiv einmalig ist: Sie versteigerten sich selbst im Internet und veranstalteten ein Geisterspiel.
Damit steht Bayreuth neben Wattenscheid, dessen Anhänger 2018 eine Crowdfunding-Kampagne starteten — zwei Fanszenen, die ihren Verein mit eigenen Mitteln zu retten versuchten.
Ligahistorie
Erfasst sind sechzehn Spielzeiten der 2. Bundesliga, der 3. Liga und der Regionalliga Bayern, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Bayernliga- und Oberligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 13 | |
| 2024/25 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 5 | |
| 2023/24 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 12 | |
| 2022/23 | 3. Liga | 3. Liga | 20 | |
| 2021/22 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 1 | |
| 2018/19 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 10 | |
| 2017/18 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 17 | |
| 2016/17 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 12 | |
| 2015/16 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 7 | |
| 2014/15 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 6 | |
| 1989/90 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 18 | |
| 1988/89 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 17 | |
| 1987/88 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 17 | |
| 1985/86 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 18 | |
| 1981/82 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 20 |
Verein und Stadion
Die Fußballabteilung ist seit 2013 ausgegliedert; der eingetragene Verein ist Alleingesellschafter — seit 2022 zu hundert Prozent, nachdem er den zuvor extern gehaltenen Anteil übernahm.
Heimspielstätte ist das Hans-Walter-Wild-Stadion.
Häufige Fragen zur SpVgg Bayreuth
Wann wurde die SpVgg Bayreuth gegründet?
Im Juli 1921, von zwanzig Turnvereinsmitgliedern im Gasthaus Bamberger Hof.
Was war der größte Erfolg?
Der zweite Platz in der 2. Bundesliga Süd 1978/79 und die damit verbundenen Aufstiegsspiele zur Bundesliga.
Warum stieg Bayreuth 1988 und 1989 nicht ab?
Beide Male wurden andere Vereine wegen finanzieller Probleme zwangsversetzt — Rot-Weiß Oberhausen und Kickers Offenbach.
Was geschah 2008?
Wegen drohender Insolvenz versteigerten sich die Fans selbst im Internet und veranstalteten ein Geisterspiel.
Woher kommt der Beiname Oldschdod?
Aus dem oberfränkischen Dialekt für Altstadt.
Wie oft war Bayreuth Bayernligameister?
Achtmal — Rekord.
Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?
21.500 Plätze.
Weitere Vereine der Regionalliga Bayern
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- TSV 1860 München
- SpVgg Unterhaching
- FC Bayern München II
- 1. FC Schweinfurt 05
- Wacker Burghausen
- 1. FC Nürnberg II
- TSV Schwaben Augsburg
- FC Augsburg II
- FC Memmingen
- TSV Landsberg
- FV Illertissen
- SpVgg Ansbach 09
- TSV Aubstadt
- TSV Buchbach
- SC Eltersdorf
- VfB Eichstätt
- DJK Vilzing
Zur Staffelseite Regionalliga Bayern
Quellen: SpVgg Bayreuth bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · SpVgg Bayreuth, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · SpVgg Bayreuth, samstag1530.com (abgerufen 2026-09-11) · SpVgg Bayreuth, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.