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Waldstadion Homburg: Von 21.813 auf 16.488 Plätze

Das Waldstadion Homburg wurde im August 1937 als Hauptkampfbahn eingeweiht. Nach dem Umbau von 1986 fasste es 21.813 Zuschauer, heute sind es 16.488 — ein Lehrstück darüber, wie stark Kapazitätsangaben vom Stichjahr abhängen.

Illustrierte Tribüne mit Flutlichtmasten am Waldrand, Waldstadion Homburg
KI-generierte Illustration. Kein Bezug zu einem realen Bauwerk.

Eingeweiht 1937 als Hauptkampfbahn

Das Stadion wurde am 14. und 15. August 1937 mit einem Kreissportfest eingeweiht; im Rahmen der Feierlichkeiten fand ein Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg statt. Der Name lautete Hauptkampfbahn.

Sie sollte der Mittelpunkt eines groß angelegten Sportfeldes werden — ein Vorhaben, das sich der damalige Homburger Bürgermeister und NSDAP-Kreisleiter Jakob Knissel zum Ziel gesetzt hatte. Den Entwurf lieferte der Ludwigshafener Architekt Willy Schwilling.

Das Ligaarchiv nennt diesen Zusammenhang, weil er zur Entstehungsgeschichte gehört. Anders als beim Neckarstadion, dem Stadion Oberwerth und dem Moselstadion trug die Anlage jedoch keinen belasteten Namen: Aus der Hauptkampfbahn wurde 1974 schlicht das Waldstadion.

Zuvor hatte der Verein auf dem Schlossberg gespielt, dem Wahrzeichen der Stadt.

Von 38.000 auf 16.488

Für kaum ein Stadion im Bestand liegen die Angaben so weit auseinander, und diesmal lässt sich die Reihe lückenlos erklären:

  • 38.000 ab der Umbenennung 1974 — fast exakt so viele Plätze, wie die Stadt damals Einwohner hatte
  • 21.813 nach dem Bau der Haupttribüne 1986
  • 16.488 heute, davon 1.723 Sitzplätze, 1.345 davon überdacht

Der Verein selbst nennt knapp 17.000 Plätze mit 1.767 Sitzplätzen; einzelne Datenbanken führen weiterhin 21.813. Das Ligaarchiv nennt die Reihe mit Jahresangaben, weil ohne sie keine der Zahlen einzuordnen ist.

Der Zuschauerschnitt liegt heute bei rund 1.100 — eine Auslastung von etwa fünf Prozent.

Die kleinste Bundesligastadt

Als der FC 08 Homburg in den späten achtziger Jahren in die Bundesliga aufstieg, war Homburg die kleinste Stadt, die je einen Bundesligisten stellte. Die Zuschauerzahlen jener Zeit blieben allerdings deutlich unter der genannten Kapazität, weil die neue Haupttribüne von 1986 die Anlage bereits merklich verkleinert hatte.

Im Ligaarchiv steht Homburg damit in einer Reihe mit Elversberg, Hoffenheim, Großaspach und Bahlingen — Orte, deren Größe nicht zur Spielklasse ihres Vereins passt. Homburg war dabei der erste Fall dieser Art in der Bundesliga.

Die Bauetappen

Nach der Einweihung 1937 folgte 1951 der Bau der Tribüne, 1986 der Umbau mit der neuen Haupttribüne und 1990 die Flutlichtanlage. Eigentümerin ist die Kreisstadt Homburg, Hauptnutzer der FC 08 Homburg.

Häufige Fragen zum Waldstadion Homburg

Wie viele Zuschauer fasst das Waldstadion?

16.488, davon 1.723 Sitzplätze. Der Verein nennt knapp 17.000 mit 1.767 Sitzplätzen, einzelne Datenbanken führen weiterhin 21.813.

Wie groß war das Stadion früher?

1974 wurden 38.000 Plätze angegeben — fast so viele, wie die Stadt Einwohner hatte. Mit dem Bau der Haupttribüne 1986 sank die Zahl auf 21.813.

Wann wurde das Stadion eröffnet?

Am 14. und 15. August 1937, damals als Hauptkampfbahn.

Seit wann heißt es Waldstadion?

Seit 1974.

Was ist die kleinste Bundesligastadt?

Homburg, als der FC 08 in den späten achtziger Jahren aufstieg.

Wem gehört das Stadion?

Der Kreisstadt Homburg. Hauptnutzer ist der FC 08 Homburg.

Wo spielte der Verein vorher?

Auf dem Schlossberg, dem Wahrzeichen der Stadt.

Quellen: Waldstadion Homburg bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Waldstadion Homburg, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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