Ligen / Regionalliga Südwest / Baden-Württemberg
SG Sonnenhof Großaspach: Vereinsdaten und Ligahistorie
SG Sonnenhof Großaspach, gegründet 1994 in Aspach, spielt in der Regionalliga Südwest. Im Ligaarchiv sind 11 Spielzeiten mit Abschlussplatzierung und Quelle erfasst.
Aus einer Stammtischmannschaft
Die Wurzeln reichen in zwei Richtungen. 1920 wurde der Turnverein Großaspach gegründet, aus dem sich der Arbeiter-Turnerbund abspaltete; dessen Fußballabteilung entstand am 1. März 1936. Nach Kriegsende schlossen sich beide zur Sportvereinigung Großaspach zusammen.
Der zweite Strang ist ungewöhnlicher: eine Stammtischmannschaft, die ab 1976 um Uli Ferber spielte, den damaligen Juniorchef eines Hotels im Nachbarort Kleinaspach. Aus dieser Freizeitrunde entstand am 25. August 1994 durch den Zusammenschluss der Fußballabteilungen zweier lokaler Vereine die heutige SG Sonnenhof Großaspach. Der Name stammt vom Hotel Sonnenhof.
Der Dorfklub
Aspach hat rund 8.000 Einwohner und liegt etwa 50 Kilometer nordöstlich von Stuttgart. Der Verein bezeichnet sich selbst als Dorfklub — mit Selbstironie, aber sachlich zutreffend.
Im Ligaarchiv steht er damit in einer kleinen Gruppe von Vereinen, deren Spielklasse nicht zur Einwohnerzahl passt: Elversberg mit knapp 10.000 Einwohnern, Hoffenheim als Ortsteil mit 3.300. Anders als dort blieb Großaspach jedoch unterhalb des Profifußballs; die Vereinsgeschichte verlief in kleineren Schritten.
Der Aufstieg 2014
2013/14 wurde die SG Meister der Regionalliga Südwest und setzte sich in den Aufstiegsspielen gegen die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg durch — nach einem 0:0 im Hinspiel mit einem 1:0-Auswärtssieg. Von 2014 bis 2020 spielte der Verein in der 3. Liga. Die beste Platzierung fiel in die Saison 2015/16, als der Aufstieg in die 2. Bundesliga knapp verpasst wurde.
Nach zwei Abstiegen begann der Neuaufbau in der Oberliga. 2022/23 wurde die SG Zweite hinter den Stuttgarter Kickers und scheiterte in der Aufstiegsrunde an TuS Koblenz. Seit 2026 spielt der Verein wieder in der 3. Liga — nach einem Durchmarsch von der Oberliga über die Regionalliga innerhalb eines Jahres.
Ein Stadion für 10.001 Zuschauer
Heimstätte ist der Sportpark Fautenhau. 2011 entstand dort ein Stadion mit 10.001 Plätzen — mehr als die Gemeinde Einwohner hat. Finanziert wurde es von einer Investorengruppe um Uli Ferber, zu der auch die Schlagersängerin Andrea Berg sowie die Fußballprofis Mario Gómez und Aljaksandr Hleb gehörten. Die kalkulierten Kosten von rund 6,5 Millionen Euro stiegen auf über zehn Millionen.
Eröffnet wurde die Anlage im Juli 2011 mit einem Open-Air-Konzert, das fußballerische Eröffnungsspiel gegen den VfB Stuttgart sahen fast 7.000 Zuschauer. Während des Umbaus wich der Verein nach Heilbronn aus.
Eine Zahl zeigt das Verhältnis besonders deutlich: Zum jährlichen Open-Air-Wochenende im Stadion kommen rund 40.000 Besucher — fast so viele, wie der Verein in einer ganzen Drittligasaison erwartet. Der Zuschauerschnitt lag in der Saison 2025/26 bei 970.
Ligahistorie
Erfasst sind die Spielzeiten der 3. Liga und der Regionalliga Südwest, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberligajahre werden nachgetragen.
Im Ligaarchiv sind für SG Sonnenhof Großaspach seit 1947 7 Saisons auf Ebene 3, 5 Saisons auf Ebene 4 erfasst. Aktuell wird die Saison 2026/27 in der 3. Liga geführt. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Ebene | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | 3. Liga | 3 | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga Südwest | 4 | 1 | |
| 2021/22 | Regionalliga Südwest | 4 | 16 | |
| 2020/21 | Regionalliga Südwest | 4 | 19 | |
| 2019/20 | 3. Liga | 3 | 19 | |
| 2018/19 | 3. Liga | 3 | 15 | |
| 2017/18 | 3. Liga | 3 | 14 | |
| 2016/17 | 3. Liga | 3 | 10 | |
| 2015/16 | 3. Liga | 3 | 7 | |
| 2014/15 | 3. Liga | 3 | 15 | |
| 2013/14 | Regionalliga Südwest | 4 | 1 | |
| 2012/13 | Regionalliga Südwest | 4 | 4 |
Häufige Fragen zur SG Sonnenhof Großaspach
Wann wurde die SG Sonnenhof Großaspach gegründet?
Am 25. August 1994, durch Zusammenschluss der Fußballabteilungen zweier lokaler Vereine. Die Wurzeln reichen bis 1920 und zu einer Stammtischmannschaft von 1976 zurück.
Woher kommt der Name Sonnenhof?
Vom Hotel Sonnenhof im Nachbarort Kleinaspach, dessen Juniorchef Uli Ferber die Stammtischmannschaft gründete, aus der der Verein hervorging.
Wie groß ist Aspach?
Rund 8.000 Einwohner, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Stuttgart.
Wie lange spielte Großaspach in der 3. Liga?
Von 2014 bis 2020, seit 2026 erneut.
Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?
10.001 Plätze — mehr als die Gemeinde Einwohner hat. Der Zuschauerschnitt lag 2025/26 bei 970.
Wer finanzierte das Stadion?
Eine Investorengruppe um Uli Ferber, zu der auch Andrea Berg sowie Mario Gómez und Aljaksandr Hleb gehörten. Die Kosten stiegen von kalkulierten 6,5 auf über zehn Millionen Euro.
Was war der größte Erfolg?
Der Aufstieg in die 3. Liga 2014 und die Saison 2015/16, in der der Aufstieg in die 2. Bundesliga knapp verpasst wurde.
Warum hat der Verein nur eine Abteilung?
Im Sommer 2010 gliederten sich Turnen, Tischtennis und Sportkegeln aus und gründeten eigene Vereine.
Weitere Vereine der Regionalliga Südwest
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- Kickers Offenbach
- Stuttgarter Kickers
- 1. FC Kaiserslautern II
- FSV Frankfurt
- FC 08 Homburg
- SV Sandhausen
- Eintracht Trier
- VfR Aalen
- KSV Hessen Kassel
- TuS Koblenz
- SC Pfullendorf
- Wormatia Worms
- Eintracht Frankfurt II
- SC 07 Idar-Oberstein
- FC Bayern Alzenau
- TSV Steinbach Haiger
- 1. FC Eschborn
- Bahlinger SC
- Teutonia Watzenborn-Steinberg
- SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
- TSG 1899 Hoffenheim II
Zur Staffelseite Regionalliga Südwest
Quellen: SG Sonnenhof Großaspach bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Saisondaten aus den Ligaartikeln der Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.