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Eintracht Trier: Der Pokalschreck von 1998 und das Flutlicht in vier Wochen
Eintracht Trier warf 1998 auf dem Weg ins DFB-Pokal-Halbfinale Schalke 04 und Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb. Für die Übertragung musste im Moselstadion binnen Wochen ein Flutlicht gebaut werden.
Geschichte in Epochen
Aus zwei Vereinen einer
Vor der Eintracht gab es in Trier den SV Westmark Trier 05 und den SV Eintracht Trier 06. Aus der Fusion beider entstand der heutige Verein. Nach dem Zusammenschluss gelang der Sprung in die Oberliga Südwest, damals die höchste deutsche Spielklasse.
Die Oberligajahre
Vierzehn Jahre lang spielte Trier erstklassig. Aus dieser Zeit stammen die Erinnerungen an Spiele gegen den 1. FC Saarbrücken, den FK Pirmasens, Wormatia Worms, TuS Neuendorf und den 1. FC Kaiserslautern — zu diesen Derbys kamen weit mehr als 20.000 Zuschauer ins Moselstadion. 1961/62 folgte der Abstieg in die 2. Liga Südwest, ein Jahr später der sofortige Wiederaufstieg in die neu gebildete Regionalliga Südwest.
Der Pokalschreck von 1998
Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierte Trier in der Saison 1997/98 und erarbeitete sich dabei einen Ruf, der bis heute hält. Nach dem 2:1 über den Zweitligisten SpVgg Unterhaching am 16. August 1997 folgte der FC Schalke 04, dann im Achtelfinale Borussia Dortmund — der amtierende Champions-League- und Weltpokalsieger — vor ausverkauftem Moselstadion mit 2:1. Im Viertelfinale reichte ein Tor von Rudi Thömmes zum 1:0 und damit ins Halbfinale gegen den MSV Duisburg, live im ZDF. Dort scheiterte die Eintracht im Elfmeterschießen.
Eine Randnotiz, die das Ereignis besser erklärt als jede Statistik: Das Halbfinale hätte im Moselstadion mangels Flutlicht fast nicht stattfinden können, ein Ausweichen nach Kaiserslautern oder Saarbrücken drohte. Binnen kürzester Zeit wurden die Fundamente gegossen und die Masten montiert, sodass am 18. Februar 1998 zum ersten Mal das Flutlicht brannte.
Zwei Jahre Zweitklassigkeit
2002 stieg Trier in die 2. Bundesliga auf. Der siebte Platz in der Saison 2002/03 ist die höchste je erreichte Platzierung des Vereins. Zum Aufstieg bekam das Moselstadion eine Videowand, für die Segmente der alten Anlage des Hamburger Volksparkstadions verwendet wurden, die dort wegen des Umbaus nicht mehr gebraucht wurden. Sie war knapp zwanzig Jahre in Betrieb.
Das bislang letzte Pokalspiel gegen einen Bundesligisten war am 22. August 2016 die Partie gegen Borussia Dortmund vor 10.805 Zuschauern; 4,23 Millionen Menschen sahen die Übertragung in der ARD.
Ligahistorie
Erfasst sind die Spielzeiten der 2. Bundesliga, der 3. Liga und der Regionalliga Südwest. Die Oberliga- und Regionalligajahre vor 1994 werden nachgetragen.
Im Ligaarchiv sind für Eintracht Trier seit 1947 3 Saisons auf Ebene 2, 9 Saisons auf Ebene 4 erfasst. Aktuell wird die Saison 2026/27 in der Regionalliga Südwest geführt. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Ebene | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Regionalliga Südwest | 4 | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga Südwest | 4 | 13 | |
| 2024/25 | Regionalliga Südwest | 4 | 13 | |
| 2022/23 | Regionalliga Südwest | 4 | 18 | |
| 2016/17 | Regionalliga Südwest | 4 | 18 | |
| 2015/16 | Regionalliga Südwest | 4 | 5 | |
| 2014/15 | Regionalliga Südwest | 4 | 11 | |
| 2013/14 | Regionalliga Südwest | 4 | 6 | |
| 2012/13 | Regionalliga Südwest | 4 | 5 | |
| 2004/05 | 2. Bundesliga | 2 | 15 | |
| 2003/04 | 2. Bundesliga | 2 | 11 | |
| 2002/03 | 2. Bundesliga | 2 | 7 |
Moselstadion
Die Anlage wurde 1930 unter dem Namen Auf der D’ham eingeweiht und heißt seit der Nachkriegszeit Moselstadion. Anfang der achtziger Jahre wurde sie renoviert und mit einer Tartanbahn ausgestattet, 1998 kam das Flutlicht hinzu. Der letzte Ausbau stammt von 2002/03, als nach dem Zweitliga-Aufstieg die aus den frühen sechziger Jahren stammende überdachte Haupttribüne in zwei Bauabschnitten erweitert wurde. Die Kapazität wird mit 9.800 Plätzen angegeben; andere Quellen nennen knapp über 10.000.
Weil das Stadion den Lizenzbestimmungen der höheren Ligen nicht mehr entspricht, gab es 2004 Pläne für einen Neubau.
Derbys und Rivalitäten
Wormatia Worms ist der älteste regelmäßige Gegner: In 41 Duellen steht es 17 Siege für Worms, 15 für Trier und 9 Unentschieden. Dazu kommen die Spiele gegen den 1. FC Saarbrücken und den FK Pirmasens aus der Oberligazeit.
Häufige Fragen zu Eintracht Trier
Was war der größte Erfolg von Eintracht Trier?
Das DFB-Pokal-Halbfinale 1998 nach Siegen über Unterhaching, Schalke 04 und Borussia Dortmund. Im Halbfinale scheiterte die Eintracht am MSV Duisburg im Elfmeterschießen.
Warum heißt Trier Pokalschreck?
Wegen der Pokalsaison 1997/98, in der die Eintracht als unterklassiger Verein zwei Bundesligisten ausschaltete.
Wie entstand das Flutlicht im Moselstadion?
Für die Fernsehübertragung des Halbfinals. Binnen kürzester Zeit wurden Fundamente gegossen und Masten montiert; am 18. Februar 1998 brannte es zum ersten Mal.
War Eintracht Trier in der 2. Bundesliga?
Ja, ab 2002. Der siebte Platz 2002/03 ist die höchste je erreichte Platzierung des Vereins.
Wie viele Zuschauer fasst das Moselstadion?
9.800 Plätze nach Angabe des Vereins; andere Quellen nennen knapp über 10.000.
Woher stammt die Videowand im Moselstadion?
Aus dem Hamburger Volksparkstadion. Beim dortigen Umbau wurden Segmente frei und in Trier weiterverwendet.
Wer ist der klassische Gegner von Eintracht Trier?
Wormatia Worms. In 41 Duellen steht es 17:15 für Worms bei 9 Unentschieden.
Weitere Vereine der Regionalliga Südwest
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- Kickers Offenbach
- Stuttgarter Kickers
- 1. FC Kaiserslautern II
- FSV Frankfurt
- FC 08 Homburg
- SV Sandhausen
- VfR Aalen
- KSV Hessen Kassel
- SG Sonnenhof Großaspach
- TuS Koblenz
- SC Pfullendorf
- Wormatia Worms
- Eintracht Frankfurt II
- SC 07 Idar-Oberstein
- FC Bayern Alzenau
- TSV Steinbach Haiger
- 1. FC Eschborn
- Bahlinger SC
- Teutonia Watzenborn-Steinberg
- SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
- TSG 1899 Hoffenheim II
Zur Staffelseite Regionalliga Südwest
Quellen: Eintracht Trier bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Eintracht Trier, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Geschichte, eintracht-trier.com (abgerufen 2026-09-04) · Pokal und Stadion, eintracht-trier.com (abgerufen 2026-09-04)
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