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Preußenstadion2.000 Sitzplätze, 35.500 Stehplätze

Von Ariane Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Kurz gesagt

Das Preußenstadion entstand 1926 mit Hilfe freiwilliger Helfer als Erdwallstadion. In der Bundesligasaison 1963/64 standen 2.000 Sitzplätzen 35.500 Stehplätze gegenüber.

Ein Erdwallstadion, gebaut von Freiwilligen

Bis 1925 spielte Preußen Münster auf einer Wiese östlich der Hammer Straße. Zum zwanzigjährigen Bestehen des Vereins entstanden Pläne für ein eigenes Stadion — umgesetzt mit der Hilfe vieler freiwilliger Helfer. Am 13. Juni 1926 wurde die Anlage in Betrieb genommen.

Sie ist ein klassisches Erdwallstadion, gelegen in einer Erdmulde, und fasste bis Anfang der fünfziger Jahre 25.000 Zuschauer.

Im Ligaarchiv gehört das Preußenstadion damit zur Gruppe jener Anlagen, die durch Arbeitskraft statt durch Geld entstanden — neben dem Zentralstadion Leipzig, dem Sportforum Hohenschönhausen, dem Stadion An der Alten Försterei und dem Wildparkstadion.

Von 25.000 auf 45.000 und zurück

In der Vizemeistersaison 1950/51 kamen im Schnitt 17.000 Zuschauer. Danach wurde ausgebaut:

  • 25.000 bis Anfang der fünfziger Jahre
  • 45.000 nach dem Ausbau, samt überdachter Tribüne
  • 37.500 offiziell zugelassen in der Bundesligasaison 1963/64 — davon nur 2.000 Sitzplätze auf der überdachten Tribüne, die übrigen 35.500 auf Stehrängen

Am ersten Bundesligaspieltag, dem 24. August 1963, drängten sich 40.000 Zuschauer in die überfüllte Anlage und sahen ein 1:1 gegen den Hamburger SV mit Uwe Seeler. Der Saisonschnitt lag bei 21.733 — die Quelle vermutet, dass er bei einem größeren Stadion höher ausgefallen wäre.

Das Verhältnis von 2.000 Sitz- zu 35.500 Stehplätzen beschreibt den Zustand deutscher Stadien vor der Modernisierung besser als jede Gesamtzahl. Es ist der extremste dokumentierte Wert im Bestand.

Häufige Fragen zum Preußenstadion

Wann wurde das Preußenstadion eröffnet?

Am 13. Juni 1926, gebaut mit der Hilfe vieler freiwilliger Helfer.

Wie groß war das Stadion in der Bundesliga?

Offiziell 37.500 zugelassene Plätze, davon 2.000 Sitzplätze. Am ersten Spieltag 1963 kamen 40.000 Zuschauer.

Was ist ein Erdwallstadion?

Eine Anlage, deren Ränge aus aufgeschütteten Erdwällen bestehen. Das Preußenstadion liegt zudem in einer Erdmulde.

Wie viele Zuschauer kamen 1950/51?

Im Schnitt 17.000 in der Saison, die mit der deutschen Vizemeisterschaft endete.

Wo liegt das Stadion?

An der Hammer Straße im Stadtteil Berg Fidel.

Welcher Verein spielt hier?

Preußen Münster, seit 1926.

Quellen: Preußenstadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Preußenstadion, MünsterWiki (abgerufen 2026-09-11) · Preußen Münster, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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