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LudwigsparkstadionNationalstadion eines Staates, den es nicht mehr gibt

16.003 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Das Ludwigsparkstadion wurde 1953 auch als Spielstätte der saarländischen Nationalmannschaft gebaut, die von 1950 bis 1956 bestand. Von über 50.000 Plätzen sind heute rund 16.000 geblieben.

Ein Stadion für ein eigenes Land

Der Bau hatte einen doppelten Anlass: Der 1945 neu gegründete FCS spielte auf dem Kieselhumes und wollte eine eigene Heimat — und das damals eigenständige Saarland suchte eine Spielstätte für seine Nationalmannschaft.

Nach schleppendem Beginn brachte die deutsche Vizemeisterschaft von 1952 den Durchbruch; das saarländische Parlament beschloss 80 Millionen Franken für den Ausbau. Für 195 Millionen Francs entstand ein ovales Mehrzweckstadion für über 50.000 Zuschauer, abgesehen von Marathontor und Haupttribüne durchgängig mit Stehrängen.

Die offizielle Eröffnung fand am 2. August 1953 statt: ein 3:1 gegen den amtierenden deutschen Pokalsieger Rot-Weiss Essen um Helmut Rahn, vor über 30.000 Zuschauern.

Im Ligaarchiv ist das die einzige Spielstätte, die als Nationalstadion eines Staates gebaut wurde, den es heute nicht mehr gibt. Die saarländische Nationalmannschaft bestand von 1950 bis 1956.

Der Name

1769 ließ Ludwig Heinrich, Fürst der Grafschaft Saarbrücken-Nassau, auf einer Anhöhe eine Schloss- und Gartenanlage errichten. Die Anlage wurde während der Französischen Revolution zerstört, der Name der Anhöhe blieb — und wurde namensgebend für den Ludwigspark.

Von 50.000 auf 16.000

  • über 50.000 nach der Fertigstellung 1953
  • 35.303 als späterer Höchstwert
  • rund 16.000 seit der Sanierung, die von 2016 bis 2021 dauerte und 46,5 Millionen Euro kostete

Der Rückgang von über 50.000 auf 16.000 ist der stärkste im Bestand — noch vor Augsburg, Bochum und dem Waldstadion Homburg. Er erklärt sich durch dieselbe Ursache wie überall: Aus Stehrängen wurden Sitzplätze.

Ausweichspielstätte für andere

Das Ludwigsparkstadion diente wiederholt Vereinen, deren eigene Anlage nicht bespielbar war. Elversberg trug hier 2013/14 die ersten fünf Heimspiele der Drittligasaison aus, während das Waldstadion an der Kaiserlinde umgebaut wurde — und wich 2023 noch einmal für ein Spiel hierher aus.

Häufige Fragen zum Ludwigsparkstadion

Wie viele Zuschauer fasst das Ludwigsparkstadion?

Rund 16.000 seit der Sanierung. Nach der Fertigstellung 1953 waren es über 50.000.

Wann wurde das Stadion eröffnet?

Am 2. August 1953, mit einem 3:1 gegen Rot-Weiss Essen vor über 30.000 Zuschauern.

Was kostete der Bau?

195 Millionen Francs. Das saarländische Parlament stellte 80 Millionen Franken für den Ausbau bereit.

Warum wurde das Stadion gebaut?

Der FCS brauchte eine eigene Spielstätte, und das eigenständige Saarland suchte ein Stadion für seine Nationalmannschaft.

Woher kommt der Name?

Von der Schloss- und Gartenanlage, die Fürst Ludwig Heinrich 1769 auf der Anhöhe errichten ließ.

Was kostete die Sanierung?

46,5 Millionen Euro, ausgeführt zwischen 2016 und 2021.

Welche Vereine wichen hierher aus?

Unter anderem die SV Elversberg, die 2013/14 fünf Heimspiele hier austrug.

Quellen: Ludwigsparkstadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Historie, fc-saarbruecken.de (abgerufen 2026-09-11) · Ludwigsparkstadion, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · 1. FC Saarbrücken, ludwigsparkstadion.de (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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