Ligaarchiv

Regionen / Nordrhein-Westfalen

Arena an der PoststraßeAusgebaut, als die Regel fiel

5.207 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Erst als der DFB die Mindestkapazität für Drittligastadien von 10.001 auf 5.001 Plätze senkte, konnte der SC Verl seine eigene Anlage ausbauen. Der Umbau kostete acht Millionen Euro.

Gebaut 1994, ausgebaut nach Bedarf

Die Anlage im nordöstlichen Zentrum der Verler Innenstadt wurde 1994 errichtet und seither mehrfach erweitert. Der SC Verl spielt auf diesem Gelände allerdings schon seit 1945.

Es handelt sich um ein reines Fußballstadion ohne Leichtathletikanlage; alle Plätze sind überdacht. Der frühere Name verwies auf die angrenzende Poststraße.

Acht Millionen für 206 Plätze mehr

Nach dem Aufstieg in die 3. Liga 2020 genügte die Anlage den Vorgaben nicht. Erwogen wurde auch die Ertüchtigung des Gütersloher Heidewaldstadions — der Plan wurde verworfen.

Erst als der DFB die Mindestkapazität von 10.001 auf 5.001 Plätze senkte, wurde der Ausbau der eigenen Anlage möglich. Er kostete rund acht Millionen Euro und umfasste unter anderem Rasenheizung und eine verbesserte Flutlichtanlage.

Seit dem Ausbau 2023 fasst die Arena 5.207 Plätze: 2.207 Sitz- und 3.000 Stehplätze.

Sechzig Prozent Verein, vierzig Prozent Stadt

Zur Finanzierung gründeten Verein und Stadt eine gemeinsame Stadiongesellschaft. Der Verein hält sechzig Prozent, die Stadt vierzig.

Damit ergänzt Verl die Reihe der Finanzierungsmodelle im Bestand — neben der hälftigen Teilung in Wolfsburg, der vollständigen Vereinsfinanzierung in Gelsenkirchen und der öffentlichen Hand in Offenbach. Hier liegt die Mehrheit erstmals beim Verein, ohne dass er allein zahlt.

Der Rekord gegen den Nachbarn

Der Zuschauerrekord der 3. Liga in dieser Arena entspricht exakt der Kapazität: 5.207 am 3. Oktober 2023 gegen Arminia Bielefeld, ein ausverkauftes Spiel, das Verl mit 3:1 gewann.

Häufige Fragen zur Arena in Verl

Wie viele Zuschauer fasst die Arena?

5.207 Plätze, davon 2.207 Sitz- und 3.000 Stehplätze.

Wann wurde das Stadion gebaut?

1994. Der Verein spielt auf dem Gelände jedoch schon seit 1945.

Was kostete der Ausbau?

Rund acht Millionen Euro, einschließlich Rasenheizung und Flutlicht.

Wem gehört das Stadion?

Einer gemeinsamen Gesellschaft von Verein und Stadt — sechzig zu vierzig Prozent.

Warum konnte erst ab 2023 hier gespielt werden?

Der DFB senkte die Mindestkapazität für Drittligastadien von 10.001 auf 5.001 Plätze.

Wie hoch ist der Zuschauerrekord?

5.207 am 3. Oktober 2023 gegen Arminia Bielefeld — die volle Kapazität.

Quellen: Sportclub Arena bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Sportclub Arena, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Sportclub Arena, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

Fehler gefunden? Korrektur an team@ligaarchiv.de melden

AN

Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

Vereinsbindung: keine · berlinecho.de · Beiträge