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Wuppertaler SVVierter in der ersten Bundesligasaison

5. Liga · Oberliga Niederrhein Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Fusion 1954, Aufstieg 1955

Der Wuppertaler SV entstand 1954 durch die Fusion des SSV 04 Wuppertal mit der TSG Vohwinkel 80. Beschleunigt wurde der Zusammenschluss durch die sportliche Talfahrt der Vorsaison. Die Wurzeln reichen weiter zurück: 1880 als Turnverein, 1904 als Fußballklub.

Schon in der ersten Saison nach der Fusion wurde der WSV mit großem Vorsprung Meister der 2. Liga West und stieg in die Oberliga auf — damals die höchste Spielklasse.

In jenen Jahren spielte Horst Szymaniak in Wuppertal, der 1958 an der Weltmeisterschaft in Schweden teilnahm und später 43 Länderspiele bestritt. Sein Weg führte über den Karlsruher SC und italienische Klubs zu Tasmania Berlin — beide Vereine stehen im Ligaarchiv.

Acht Siege aus acht Spielen

1963 reichte Platz 15 nicht für die Qualifikation zur neu gegründeten Bundesliga. Im selben Jahr erreichte der WSV das Halbfinale des DFB-Pokals — vor 38.000 Zuschauern im eigenen Stadion, mit einer 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV.

Der Aufstieg kam neun Jahre später, und die Art zählt: Alle acht Spiele der Aufstiegsrunde 1972 wurden gewonnen. Torjäger Günter Pröpper erzielte im Aufstiegsjahr 52 Tore.

Vierter in der ersten Bundesligasaison

Was folgte, ist im Ligaarchiv ungewöhnlich: In der ersten Bundesligasaison 1972/73 wurde der WSV Vierter und qualifizierte sich für den UEFA-Pokal. Pröpper traf 21-mal und wurde Dritter der Torschützenliste — nur Jupp Heynckes und Gerd Müller lagen vor ihm.

Damit steht Wuppertal neben dem MSV Duisburg, der 1964 in der Premierensaison Vizemeister wurde — zwei Aufsteiger, die im ersten Jahr oben ankamen.

Das hohe Durchschnittsalter rächte sich danach: 1973/74 gelang der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag, 1974/75 folgte als Tabellenletzter der Abstieg. Das einzige Europapokalspiel im eigenen Stadion gewann der WSV mit 5:4 gegen Ruch Chorzów — nach einem 1:4 im Hinspiel reichte es nicht zum Weiterkommen.

Ligahistorie

Erfasst sind 22 Spielzeiten der Bundesliga, der 2. Bundesliga, der 3. Liga und der Regionalliga West, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberligajahre werden nachgetragen.

1972/732025/26
2025/264. LigaRegionalliga West, Platz 17
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatz
2025/26Regionalliga West4. Liga17
2024/25Regionalliga West4. Liga13
2023/24Regionalliga West4. Liga3
2022/23Regionalliga West4. Liga2
2021/22Regionalliga West4. Liga3
2020/21Regionalliga West4. Liga12
2019/20Regionalliga West4. Liga14
2018/19Regionalliga West4. Liga10
2017/18Regionalliga West4. Liga3
2016/17Regionalliga West4. Liga11
2012/13Regionalliga West4. Liga15
2009/103. Liga3. Liga20
1993/942. Bundesliga2. Liga18
1992/932. Bundesliga2. Liga13
1979/802. Bundesliga2. Liga20
1978/792. Bundesliga2. Liga17
1977/782. Bundesliga2. Liga11
1976/772. Bundesliga2. Liga3
1975/762. Bundesliga2. Liga5
1974/75Bundesliga1. Liga18
1973/74Bundesliga1. Liga16
1972/73Bundesliga1. Liga4

Der Tiefpunkt von 2013

Nach zwei weiteren Zweitligaphasen — 1975 bis 1980 und 1992 bis 1994 — ging es abwärts. 2013 folgte der Insolvenzantrag und damit der Abstieg aus der vierten Liga. Von 2004 bis 2013 hieß der Verein Wuppertaler SV Borussia.

Im Ligaarchiv steht das neben Aachen, Wattenscheid und Viktoria Köln — vier Vereine des Westens, deren jüngere Geschichte von Insolvenzverfahren geprägt ist.

Mit rund 1.700 Mitgliedern ist der WSV der drittgrößte Verein Wuppertals. Heimspielstätte ist das Stadion am Zoo.

Häufige Fragen zum Wuppertaler SV

Wann wurde der Wuppertaler SV gegründet?

1954, durch Fusion des SSV 04 Wuppertal mit der TSG Vohwinkel 80. Die Wurzeln reichen bis 1880 zurück.

Wann spielte der WSV in der Bundesliga?

Von 1972 bis 1975. In der ersten Saison wurde er Vierter.

Wie gelang der Aufstieg 1972?

Mit acht Siegen aus acht Spielen der Aufstiegsrunde. Torjäger Günter Pröpper erzielte in jenem Jahr 52 Tore.

War Wuppertal im Europapokal?

Ja, 1973/74 im UEFA-Pokal. Das Rückspiel gegen Ruch Chorzów wurde mit 5:4 gewonnen, nach einem 1:4 im Hinspiel reichte es nicht.

Was geschah 2013?

Der Verein stellte einen Insolvenzantrag und stieg aus der vierten Liga ab.

Wie viele Mitglieder hat der Verein?

Rund 1.700 — der drittgrößte Verein Wuppertals.

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?

Je nach Quelle rund 21.000 bis 23.067 Plätze.

Quellen: Wuppertaler SV bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Wuppertaler SV, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Übersicht, wsv1954.de (abgerufen 2026-09-11) · Erfolge, wsv1954.de (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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