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Stadion am ZooDie schnellste Radrennbahn Europas

23.067 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Berühmt machte das Wuppertaler Stadion zunächst nicht der Fußball, sondern eine Betonradrennbahn, die als schnellste Europas galt. Auf ihr entstanden mehrere Weltrekorde.

Die schnellste Radrennbahn Europas

Das Stadion am Zoo war bei seiner Entstehung eines der größten und modernsten Westdeutschlands; zeitweise hieß es Bergisches Stadion oder Stadion Elberfeld. Berühmt machte es zunächst nicht der Fußball, sondern eine Radrennbahn, die zwischen Aschenbahn und Zuschauerrängen in die Anlage integriert war.

Die Betonbahn galt als die schnellste Radrennbahn Europas, womöglich der Welt. Ein belgischer Weltmeister nannte sie die schönste Bahn Europas. Etliche Weltrekorde im Steherrennen entstanden hier — am 24. Oktober 1955 der Stundenweltrekord über 96,016 Kilometer.

Im Ligaarchiv ist das der einzige Fall, in dem eine Radrennbahn den Ruf eines Fußballstadions begründete. Vergleichbar ist allein das Frankfurter Waldstadion, zu dessen Anlage ebenfalls eine Radrennbahn gehörte — dort allerdings ohne diesen Rang.

Fußball seit 1924

Vor der offiziellen Einweihung fand hier bereits am 28. September 1924 ein Spiel zwischen Westdeutschland und Norddeutschland vor 12.000 Zuschauern statt (4:3). Am 20. März 1938 spielte die deutsche Nationalmannschaft vor 20.000 Zuschauern gegen Luxemburg.

Seit 1954 ist die Anlage Heimspielstätte des Wuppertaler SV.

Kapazität

  • 38.000 beim Zuschauerrekord 1974 gegen Bayern München — dieselbe Zahl wie beim Pokalhalbfinale 1963
  • 28.000 in der Stadionübersicht der Bundesligasaison 1974/75
  • rund 21.000 nach Vereinsangabe, davon 5.000 überdachte Sitzplätze
  • 23.067 nach Wikidata

In der Bundesligazeit waren 35.000 Zuschauer und mehr keine Seltenheit. Der Rückgang von 38.000 auf gut 21.000 folgt demselben Muster wie überall im Bestand — die Umwandlung von Steh- in Sitzplätze.

Wer hier zu Gast war

Neben Schalke, dem VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach gastierten in der Oberligazeit auch Vereine, die heute kaum noch jemand kennt: die SpVgg Erkenschwick, Rhenania Würselen, Westfalia Herne und der VfL Witten.

Das ist die eigentliche Leistung solcher Stadien im Archiv: Sie halten die Namen fest, die aus den Tabellen verschwunden sind.

Häufige Fragen zum Stadion am Zoo

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion am Zoo?

Nach Vereinsangabe rund 21.000, nach Wikidata 23.067. In der Bundesligazeit waren es 28.000.

Wie hoch ist der Zuschauerrekord?

38.000 beim Spiel gegen Bayern München 1974.

Was war an der Radrennbahn besonders?

Die Betonbahn galt als schnellste Radrennbahn Europas; auf ihr entstanden mehrere Weltrekorde im Steherrennen.

Seit wann spielt der WSV hier?

Seit 1954.

Wann fand hier ein Länderspiel statt?

Am 20. März 1938 gegen Luxemburg, vor 20.000 Zuschauern.

Wie hieß das Stadion früher?

Zeitweise Bergisches Stadion oder Stadion Elberfeld.

Quellen: Stadion am Zoo bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Geschichte, wsv1954.de (abgerufen 2026-09-11) · Historie: Fußball, wuppertal.de (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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