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FC Bayern MünchenKein Gründungsmitglied der Bundesliga

1. Liga · Bundesliga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Geschichte in Epochen

Gegründet 1900

Der Verein wurde 1900 in München gegründet. Kurt Landauer trat 1901 als Spieler bei, wurde Torhüter und 1913 erstmals Präsident. Insgesamt führte er den Klub in vier Amtszeiten zwischen 1913 und 1951 — länger als jeder andere Präsident der Vereinsgeschichte.

Die erste Meisterschaft 1932

Am 12. Juni 1932 gewann der FC Bayern in Nürnberg mit 2:0 gegen Eintracht Frankfurt das Endspiel um die deutsche Meisterschaft, die erste des Vereins. Präsident war Kurt Landauer, der Investitionen in Mannschaft und Jugendarbeit dem von Teilen der Mitgliedschaft geforderten Stadionbau vorzog.

Der Bruch von 1933

Am 22. März 1933, kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, legte Landauer sein Amt nieder. Als Jude verlor er im April 1933 seine Stelle als Büroleiter bei den Münchner Neuesten Nachrichten. Der FC Bayern galt den neuen Machthabern als Judenklub, obwohl nur etwa zehn Prozent der Mitglieder einen jüdischen Hintergrund hatten; der Profifußball, zu dessen treibenden Kräften der Verein gehört hatte, wurde als jüdische Angelegenheit betrachtet und rückabgewickelt.

Am Tag nach der Pogromnacht wurde Landauer verhaftet und im Konzentrationslager Dachau interniert, registriert mit der Häftlingsnummer 20009. Als Teilnehmer des Ersten Weltkriegs durfte er das Lager nach 33 Tagen verlassen. Am 17. Mai 1939 emigrierte er in die Schweiz. Vier seiner Geschwister wurden ermordet; nur er und seine Schwester Henny überlebten.

Im Juni 1947 kehrte Landauer nach München zurück und wurde im selben Jahr erneut zum Präsidenten gewählt. Unter seiner Führung entstand das Vereinsgelände an der Säbener Straße. 1951 wurde er abgewählt, bewahrte den Klub 1955 aber als Vorsitzender einer Finanzkommission vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Er starb am 21. Dezember 1961 in München. 2013 wurde er posthum zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

1963: übergangen

Als 1963 die Bundesliga gegründet wurde, gehörte der FC Bayern nicht dazu. Der DFB entschied sich für den TSV 1860 München als Münchner Vertreter. Der Verein hatte 1957 seinen ersten DFB-Pokal gewonnen, das genügte nicht. Der Aufstieg gelang erst 1965.

Das erklärt eine Eigenheit dieser Seite: Die Ligahistorie beginnt mit der Spielzeit 1965/66. Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 haben im Ligaarchiv deshalb mehr erfasste Erstliga-Spielzeiten als der Rekordmeister, obwohl beide seither seltener oben standen.

Von 1965 bis heute

Seit dem Aufstieg 1965 spielt der Verein ununterbrochen erstklassig. Die erste Bundesliga-Meisterschaft folgte 1969, die erste Serie von drei Titeln zwischen 1972 und 1974, begleitet von drei Europapokalsiegen der Landesmeister in Folge. Insgesamt stehen 34 Meisterschaften seit 1963 zu Buche, dazu die von 1932.

Ligahistorie

Erfasst sind alle Spielzeiten seit dem Aufstieg 1965/66, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum.

1963/642026/27
2026/271. LigaBundesliga, Platz 1
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/27Bundesliga1. Liga1laufend
2025/26Bundesliga1. Liga1Meister
2024/25Bundesliga1. Liga1Meister
2023/24Bundesliga1. Liga3
2022/23Bundesliga1. Liga1Meister
2021/22Bundesliga1. Liga1Meister
2020/21Bundesliga1. Liga1Meister
2019/20Bundesliga1. Liga1Meister
2018/19Bundesliga1. Liga1Meister
2017/18Bundesliga1. Liga1Meister
2016/17Bundesliga1. Liga1Meister
2015/16Bundesliga1. Liga1Meister
2014/15Bundesliga1. Liga1Meister
2013/14Bundesliga1. Liga1Meister
2012/13Bundesliga1. Liga1Meister
2011/12Bundesliga1. Liga2
2010/11Bundesliga1. Liga3
2009/10Bundesliga1. Liga1Meister
2008/09Bundesliga1. Liga2
2007/08Bundesliga1. Liga1Meister
2006/07Bundesliga1. Liga4
2005/06Bundesliga1. Liga1Meister
2004/05Bundesliga1. Liga1
2003/04Bundesliga1. Liga2
2002/03Bundesliga1. Liga1
2001/02Bundesliga1. Liga3
2000/01Bundesliga1. Liga1
1999/00Bundesliga1. Liga1
1998/99Bundesliga1. Liga1
1997/98Bundesliga1. Liga2
1996/97Bundesliga1. Liga1
1995/96Bundesliga1. Liga2
1994/95Bundesliga1. Liga6
1993/94Bundesliga1. Liga1
1992/93Bundesliga1. Liga2
1991/92Bundesliga1. Liga10
1990/91Bundesliga1. Liga2
1989/90Bundesliga1. Liga1
1988/89Bundesliga1. Liga1
1987/88Bundesliga1. Liga2
1986/87Bundesliga1. Liga1
1985/86Bundesliga1. Liga1
1984/85Bundesliga1. Liga1
1983/84Bundesliga1. Liga4
1982/83Bundesliga1. Liga4
1981/82Bundesliga1. Liga3
1980/81Bundesliga1. Liga1
1979/80Bundesliga1. Liga1
1978/79Bundesliga1. Liga4
1977/78Bundesliga1. Liga12
1976/77Bundesliga1. Liga7
1975/76Bundesliga1. Liga3
1974/75Bundesliga1. Liga10
1973/74Bundesliga1. Liga1
1972/73Bundesliga1. Liga1
1971/72Bundesliga1. Liga1
1970/71Bundesliga1. Liga2
1969/70Bundesliga1. Liga2
1968/69Bundesliga1. Liga1
1967/68Bundesliga1. Liga5
1966/67Bundesliga1. Liga6
1965/66Bundesliga1. Liga3
1964/65Regionalliga Süd2. Liga1
1963/64Regionalliga Süd2. Liga2

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Erfolge

WettbewerbAnzahl
Deutsche Meisterschaft35
DFB-Pokal21
Europapokal8
Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel5

Gezählt sind 34 Meisterschaften seit Gründung der Bundesliga und die Endrundenmeisterschaft von 1932, zusammen 35. Dazu 20 Siege im DFB-Pokal und acht europäische Titel.

Allianz Arena

Seit 2005 spielt der Verein in der Allianz Arena im Norden Münchens, deren Kapazität mit 75.024 Plätzen angegeben wird. Bis 2017 nutzte auch der TSV 1860 München die Anlage. Davor war das Olympiastadion die Heimspielstätte, in den Jahren zuvor das Grünwalder Stadion, das sich beide Münchner Vereine teilten. Mehr dazu auf der Stadionseite.

Derbys und Rivalitäten

Das Münchner Derby gegen den TSV 1860 hat einen konkreten historischen Kern: die Entscheidung des DFB von 1963 und die gemeinsame Nutzung erst des Grünwalder Stadions, später der Allianz Arena. Überregional prägt die Auseinandersetzung mit Borussia Dortmund die jüngere Bundesligageschichte.

Häufige Fragen zum FC Bayern München

War der FC Bayern Gründungsmitglied der Bundesliga?

Nein. 1963 entschied sich der DFB für den TSV 1860 München als Münchner Vertreter. Der Aufstieg gelang erst 1965.

Wie oft war der FC Bayern deutscher Meister?

35-mal: 34 Meisterschaften seit Gründung der Bundesliga und die Endrundenmeisterschaft 1932.

Wer war Kurt Landauer?

Der Präsident, unter dem der Verein 1932 seine erste Meisterschaft gewann. Als Jude wurde er 1933 zum Rücktritt gezwungen, 1938 für 33 Tage im KZ Dachau interniert und emigrierte 1939 in die Schweiz. 1947 kehrte er zurück und wurde erneut Präsident.

Wann wurde der FC Bayern gegründet?

1900 in München.

Wie viele Zuschauer fasst die Allianz Arena?

75.024 Plätze. Bei internationalen Spielen liegt die Zahl niedriger, weil die UEFA Sitzplätze für alle Zuschauer vorschreibt.

Warum beginnt die Ligahistorie erst 1965?

Weil der Verein bis 1965 nicht der Bundesliga angehörte. Die Spielzeiten davor liegen in der Oberliga Süd und werden nachgetragen.

Wann gewann der FC Bayern zum ersten Mal den DFB-Pokal?

1957, sechs Jahre vor Gründung der Bundesliga.

Welche Vereinsfarben hat der FC Bayern?

Rot und Weiß.

Weitere Vereine der Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite Bundesliga

Duelle des Vereins

Quellen: FC Bayern München bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-05) · Kurt Landauer, Haus der Bayerischen Geschichte (abgerufen 2026-09-05) · Kurt Landauer, fcbayern.com (abgerufen 2026-09-05) · Der FC Bayern feiert 125. Geburtstag, sportschau.de (abgerufen 2026-09-05) · Liste der deutschen Fußballmeister, Wikipedia (abgerufen 2026-09-05)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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