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FC Schalke 04Sieben Meisterschaften, keine davon in der Bundesliga

1. Liga · Bundesliga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Geschichte in Epochen

Gegründet von Jugendlichen

Am 4. Mai 1904 gründete eine Gruppe 14- und 15-jähriger Jungen den Verein Westfalia Schalke. Um zum offiziellen Spielbetrieb zugelassen zu werden, schloss er sich 1912 dem Turnverein 1877 Schalke an; 1924 trennte man sich wieder und nannte sich FC Schalke 04. Damals wechselten auch die Vereinsfarben von Rot und Gelb zu Blau und Weiß.

1928 wurde die eigene Spielstätte eingeweiht und nach dem Gruß der Bergleute Glückauf-Kampfbahn genannt. Der Verein stammt aus einer Bergbaustadt, und diese Herkunft prägt ihn bis heute: Das Vereinswappen zeigt seit 1945 ein stilisiertes G für Gelsenkirchen, das 1958 grafisch so gestaltet wurde, dass es einen Bergwerksschlägel erkennen lässt.

Der Schalker Kreisel

1930 traf den Verein eine harte Strafe: Eine Untersuchung stellte verdeckten Profifußball fest, Schalke durfte ein Jahr nicht antreten. Im Januar 1931 wurde der Verein wieder aufgenommen, die gesperrten Spieler zum 1. Juni begnadigt — 70.000 Zuschauer sahen an diesem Tag in der Glückauf-Kampfbahn das Comeback gegen Fortuna Düsseldorf.

Danach begann die erfolgreichste Zeit. Das Markenzeichen war der Schalker Kreisel, ein Kombinationsspiel mit kurzen Flachpässen, ständigem Positionswechsel und schnellen Doppelpässen, geprägt von Ernst Kuzorra und Fritz Szepan. Von 1933 bis 1944 gewann Schalke elfmal in Folge die Westfalenmeisterschaft, teils mit mehr als zehn Punkten Vorsprung, und zog zwischen 1933 und 1942 neunmal ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft ein.

Sechs Titel in neun Jahren

Sechs dieser Endspiele wurden gewonnen: 1934, 1935, 1937, 1939, 1940 und 1942. Das 9:0 gegen Admira Wien im Endspiel 1939 ist bis heute der höchste Sieg, der je in einem Finale um einen nationalen deutschen Titel errungen wurde. 1937 gewann Schalke zusätzlich den Pokal und holte damit das erste Double der deutschen Fußballgeschichte. Die siebte und bislang letzte Meisterschaft folgte 1958 mit einem 3:0 gegen den Hamburger SV.

Die Bundesliga-Ära

1963 gehörte Schalke zu den sechzehn Gründungsmitgliedern der Bundesliga. 1965 rettete die Aufstockung der Liga von sechzehn auf achtzehn Vereine den Klub vor dem Abstieg. Meister wurde Schalke seither nicht mehr; 2001 endete eine Saison als Vizemeister hinter Bayern München.

Fünf DFB-Pokalsiege stehen zu Buche: 1937, 1955, 1972, 2001 und 2011. Das 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern 1972 war damals der höchste Sieg in einem deutschen Pokalendspiel.

Der UEFA-Pokal 1997

Der einzige internationale Titel fällt auf den 21. Mai 1997. Nach Siegen über Roda Kerkrade, Trabzonspor, den FC Brügge, Valencia und Teneriffa gewann Schalke das Finale gegen Inter Mailand im Mailänder San Siro im Elfmeterschießen; Marc Wilmots verwandelte den entscheidenden Strafstoß. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens ging als Eurofighter in die Vereinsgeschichte ein.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der Bundesliga ab 1963/64 und der 2. Bundesliga. Die Gauliga- und Oberligajahre werden nachgetragen.

1963/642026/27
2026/271. LigaBundesliga, Platz 15
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/27Bundesliga1. Liga15laufend
2025/262. Bundesliga2. Liga1Meister, Aufstieg
2024/252. Bundesliga2. Liga14
2023/242. Bundesliga2. Liga10
2022/23Bundesliga1. Liga17Abstieg
2021/222. Bundesliga2. Liga1Meister, Aufstieg
2020/21Bundesliga1. Liga18Abstieg
2019/20Bundesliga1. Liga12
2018/19Bundesliga1. Liga14
2017/18Bundesliga1. Liga2
2016/17Bundesliga1. Liga10
2015/16Bundesliga1. Liga5
2014/15Bundesliga1. Liga6
2013/14Bundesliga1. Liga3
2012/13Bundesliga1. Liga4
2011/12Bundesliga1. Liga3
2010/11Bundesliga1. Liga14
2009/10Bundesliga1. Liga2
2008/09Bundesliga1. Liga8
2007/08Bundesliga1. Liga3
2006/07Bundesliga1. Liga2
2005/06Bundesliga1. Liga4
2004/05Bundesliga1. Liga2
2003/04Bundesliga1. Liga7
2002/03Bundesliga1. Liga7
2001/02Bundesliga1. Liga5
2000/01Bundesliga1. Liga2
1999/00Bundesliga1. Liga13
1998/99Bundesliga1. Liga10
1997/98Bundesliga1. Liga5
1996/97Bundesliga1. Liga12
1995/96Bundesliga1. Liga3
1994/95Bundesliga1. Liga11
1993/94Bundesliga1. Liga14
1992/93Bundesliga1. Liga10
1991/92Bundesliga1. Liga11
1990/912. Bundesliga2. Liga1
1989/902. Bundesliga2. Liga5
1988/892. Bundesliga2. Liga12
1987/88Bundesliga1. Liga18
1986/87Bundesliga1. Liga13
1985/86Bundesliga1. Liga10
1984/85Bundesliga1. Liga8
1983/842. Bundesliga2. Liga2
1982/83Bundesliga1. Liga16
1981/822. Bundesliga2. Liga1
1980/81Bundesliga1. Liga17
1979/80Bundesliga1. Liga8
1978/79Bundesliga1. Liga15
1977/78Bundesliga1. Liga9
1976/77Bundesliga1. Liga2
1975/76Bundesliga1. Liga6
1974/75Bundesliga1. Liga7
1973/74Bundesliga1. Liga7
1972/73Bundesliga1. Liga15
1971/72Bundesliga1. Liga2
1970/71Bundesliga1. Liga6
1969/70Bundesliga1. Liga9
1968/69Bundesliga1. Liga7
1967/68Bundesliga1. Liga15
1966/67Bundesliga1. Liga15
1965/66Bundesliga1. Liga14
1964/65Bundesliga1. Liga16
1963/64Bundesliga1. Liga8

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Erfolge und warum der Index sie noch nicht abbildet

WettbewerbAnzahl
Deutsche Meisterschaft7
DFB-Pokal5
Europapokal1
Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel4

Schalke ist der Fall, an dem sich die derzeitige Grenze des Traditionsindex am deutlichsten zeigt. Der Verein hat sieben deutsche Meisterschaften gewonnen und liegt damit auf Rang vier der vom DFB vergebenen Titel. Keine einzige davon fällt in die Bundesliga-Ära, denn die letzte stammt von 1958.

Das Ligaarchiv erfasst Meisterschaften bislang ab 1963/64, weil die Saisondaten aus den Ligaartikeln der Bundesliga stammen. In der Titeltabelle oben stehen deshalb null Meisterschaften — ein Wert, der formal stimmt und inhaltlich falsch wirkt. Wir schreiben es hier hin, statt es zu verschweigen: Mit der Erfassung der Vorkriegs- und Oberligajahre wandert Schalke im Index deutlich nach oben.

Drei Stadien

Schalke spielte in drei Spielstätten: von 1928 bis 1973 in der Glückauf-Kampfbahn, danach bis 2001 im Parkstadion und seither in der heutigen Arena. Das Parkstadion fasste zunächst 70.600 Zuschauer, nach dem Umbau 1998 noch 62.004. Nach dem Umzug blieb es weitgehend ungenutzt und wurde ab 2004 in zwei Phasen abgerissen; auf dem Gelände der früheren Südkurve entstanden ein Rehazentrum und ein Hotel, seit 2015 Trainingsplätze und ein kleines Stadion für 3.000 Besucher.

Die heutige Arena wurde am 13. und 14. August 2001 eingeweiht. Sie fasst 62.271 Zuschauer bei Ligaspielen und 54.740 bei internationalen Partien, hat ein verschiebbares Spielfeld und ein schließbares Dach. Hier fanden das Champions-League-Finale 2004 und fünf Spiele der Weltmeisterschaft 2006 statt; im Gebäude befinden sich außerdem das Vereinsmuseum und eine Kapelle.

Derbys und Rivalitäten

Das Revierderby gegen Borussia Dortmund ist die prägende Rivalität des deutschen Fußballs im Ruhrgebiet. Aus der Vorkriegszeit stammen die Vergleiche mit den westfälischen Klubs, die Schalke elf Jahre in Folge hinter sich ließ.

Häufige Fragen zum FC Schalke 04

Wie oft war Schalke deutscher Meister?

Siebenmal: 1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942 und 1958. Damit liegt der Verein auf Rang vier der vom DFB vergebenen Meistertitel.

Warum steht im Ligaarchiv keine Meisterschaft?

Weil die Erfassung derzeit mit der Bundesliga-Saison 1963/64 beginnt und Schalkes letzte Meisterschaft von 1958 stammt. Die Titel werden mit den Vorkriegs- und Oberligajahren nachgetragen.

Was war der Schalker Kreisel?

Ein Kombinationsspiel mit kurzen Flachpässen, ständigem Positionswechsel und schnellen Doppelpässen, geprägt von Ernst Kuzorra und Fritz Szepan.

Was war der höchste Sieg in einem deutschen Endspiel?

Schalkes 9:0 gegen Admira Wien im Meisterschaftsendspiel 1939.

Wann gewann Schalke den UEFA-Pokal?

Am 21. Mai 1997 im Mailänder San Siro gegen Inter Mailand, nach Elfmeterschießen.

Wie viele Zuschauer fasst die Arena?

62.271 bei Ligaspielen, 54.740 bei internationalen Spielen.

Wo spielte Schalke vorher?

Von 1928 bis 1973 in der Glückauf-Kampfbahn, danach bis 2001 im Parkstadion.

Woher kommt das G im Vereinswappen?

Es steht für Gelsenkirchen und wurde 1958 grafisch so gestaltet, dass es einen Bergwerksschlägel erkennen lässt.

Weitere Vereine der Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

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Duelle des Vereins

Quellen: FC Schalke 04 bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · FC Schalke 04, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Epochen, schalke04.de (abgerufen 2026-09-04) · Milestones, schalke04.de (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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HN

Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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