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1. FC Union BerlinEin Stadion, von den eigenen Fans gebaut

1. Liga · Bundesliga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Geschichte in Epochen

Herkunft in Oberschöneweide

Die Wurzeln reichen zum 1906 gegründeten FC Olympia Oberschöneweide zurück. Ab 1910 hatte der Verein seine erste feste Spielstätte in der Wattstraße; 1920 musste er dem Wohnungsbau weichen und zog an den Rand der Wuhlheide, kurz vor den Ortseingang von Köpenick. Dort entstand das Stadion An der Alten Försterei, in dem Union bis heute spielt. Der 1. FC Union Berlin in seiner heutigen Form wurde am 20. Januar 1966 gegründet.

Der FDGB-Pokal 1968

Am 9. Juni 1968 gewann Union das Endspiel um den FDGB-Pokal in Halle mit 2:1 gegen den FC Carl Zeiss Jena, den amtierenden DDR-Meister. 13.000 Zuschauer sahen das Spiel. Es ist bis heute der größte Titel der Vereinsgeschichte.

Die Qualifikation für den Europapokal der Pokalsieger blieb der Mannschaft jedoch verwehrt: Wegen des Prager Frühlings zog der DDR-Fußballverband aus Protest gegen die getrennte Neuauslosung von Ost- und Westblockmannschaften alle seine Teams zurück. Ein gewonnener Titel ohne die Folge, die ihm zugestanden hätte.

Auf und ab

In der DDR-Oberliga war Union eine Fahrstuhlmannschaft: Abstieg 1968/69, danach Wiederaufstiege 1970, 1976, 1982 und 1985. Die beste Platzierung war Rang fünf in der Saison 1970/71. 1986 erreichte der Verein erneut das FDGB-Pokalfinale.

Nach 1990

1990 nahm der DFB den Klub auf. 2001 stand Union im Endspiel um den DFB-Pokal und qualifizierte sich damit für den UEFA-Pokal. 2019 folgte der Aufstieg in die Bundesliga — als erster Verein aus Ost-Berlin überhaupt und als 56. Klub in der Geschichte der Liga. 2021 kam die Qualifikation für die Conference League dazu, 2023/24 die Teilnahme an der Champions League.

Was die Fans getragen haben

Zwei Aktionen sind über den Verein hinaus bekannt geworden. 2004 spendeten Anhänger unter dem Motto „Bluten für Union“ Blut, um mit dem Erlös die Regionalligalizenz zu sichern. Und beim Stadionumbau leisteten über 2.000 Fans 140.000 freiwillige Arbeitsstunden im Gegenwert von rund zwei Millionen Euro.

Mit über 72.000 Mitgliedern ist Union der größte Sportverein Berlins.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga. Die DDR-Oberliga-Jahre werden nachgetragen.

1994/952026/27
2026/271. LigaBundesliga, Platz 17
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/27Bundesliga1. Liga17laufend
2025/26Bundesliga1. Liga11
2024/25Bundesliga1. Liga13
2023/24Bundesliga1. Liga15
2022/23Bundesliga1. Liga4
2021/22Bundesliga1. Liga5
2020/21Bundesliga1. Liga7
2019/20Bundesliga1. Liga11
2018/192. Bundesliga2. Liga3Aufstieg
2017/182. Bundesliga2. Liga8
2016/172. Bundesliga2. Liga4
2015/162. Bundesliga2. Liga6
2014/152. Bundesliga2. Liga7
2013/142. Bundesliga2. Liga9
2012/132. Bundesliga2. Liga7
2011/122. Bundesliga2. Liga7
2010/112. Bundesliga2. Liga11
2009/102. Bundesliga2. Liga12
2008/093. Liga3. Liga1
2007/08Regionalliga Nord3. Liga4
2006/07Regionalliga Nord3. Liga12
2004/05Regionalliga Nord3. Liga18
2003/042. Bundesliga2. Liga17
2002/032. Bundesliga2. Liga9
2001/022. Bundesliga2. Liga6
2000/01Regionalliga Nord3. Liga1
1999/00Regionalliga Nordost3. Liga1
1998/99Regionalliga Nordost3. Liga6
1997/98Regionalliga Nordost3. Liga6
1996/97Regionalliga Nordost3. Liga5
1995/96Regionalliga Nordost3. Liga2
1994/95Regionalliga Nordost3. Liga3

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Erfolge

WettbewerbAnzahl
FDGB-Pokal1
Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel2

Der FDGB-Pokalsieg 1968 ist der größte Titel der Vereinsgeschichte. Dazu kommen die Endspielteilnahmen im FDGB-Pokal 1986 und im DFB-Pokal 2001.

Derbys und Rivalitäten

Das Berliner Stadtderby gegen den BFC Dynamo hat einen politischen Kern: Union galt zu DDR-Zeiten als Gegenentwurf zum Klub der Sicherheitsorgane. Seit dem Aufstieg 2019 kommt das Duell mit Hertha BSC hinzu.

Häufige Fragen zum 1. FC Union Berlin

Wann wurde der 1. FC Union Berlin gegründet?

Am 20. Januar 1966. Die Wurzeln reichen zum FC Olympia Oberschöneweide von 1906 zurück.

Welchen Titel hat Union gewonnen?

Den FDGB-Pokal 1968, im Endspiel 2:1 gegen den FC Carl Zeiss Jena.

Warum durfte Union 1968 nicht im Europapokal spielen?

Wegen des Prager Frühlings zog der DDR-Fußballverband aus Protest gegen die getrennte Auslosung von Ost- und Westblockmannschaften alle seine Teams zurück.

Was war „Bluten für Union“?

Eine Aktion von 2004, bei der Fans Blut spendeten, um mit dem Erlös die Regionalligalizenz des Vereins zu sichern.

Wie viele Arbeitsstunden leisteten die Fans beim Stadionumbau?

Über 2.000 Fans arbeiteten 140.000 Stunden freiwillig, im Gegenwert von rund zwei Millionen Euro.

Wann stieg Union in die Bundesliga auf?

2019, als erster Verein aus Ost-Berlin und als 56. Klub der Bundesligageschichte.

Wie viele Mitglieder hat Union Berlin?

Über 72.000. Damit ist der Verein der größte Sportverein Berlins.

Wer ist der Rivale von Union Berlin?

Historisch der BFC Dynamo, seit 2019 auch Hertha BSC.

Weitere Vereine der Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

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Duelle des Vereins

Quellen: 1. FC Union Berlin bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-05) · 1. FC Union Berlin, Wikipedia (abgerufen 2026-09-05) · 1. FC Union Berlin, Berlin Sportmetropole (abgerufen 2026-09-05) · Der Trampelpfad ins Fußball-Glück, Berliner Kurier (abgerufen 2026-09-05)

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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