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1. FC Union Berlin: Ein Stadion, von den eigenen Fans gebaut
Über 2.000 Anhänger des 1. FC Union Berlin leisteten beim Stadionumbau 140.000 freiwillige Arbeitsstunden im Wert von rund zwei Millionen Euro. 2019 stieg der Verein als erster Klub aus Ost-Berlin in die Bundesliga auf.
Geschichte in Epochen
Herkunft in Oberschöneweide
Die Wurzeln reichen zum 1906 gegründeten FC Olympia Oberschöneweide zurück. Ab 1910 hatte der Verein seine erste feste Spielstätte in der Wattstraße; 1920 musste er dem Wohnungsbau weichen und zog an den Rand der Wuhlheide, kurz vor den Ortseingang von Köpenick. Dort entstand das Stadion An der Alten Försterei, in dem Union bis heute spielt. Der 1. FC Union Berlin in seiner heutigen Form wurde am 20. Januar 1966 gegründet.
Der FDGB-Pokal 1968
Am 9. Juni 1968 gewann Union das Endspiel um den FDGB-Pokal in Halle mit 2:1 gegen den FC Carl Zeiss Jena, den amtierenden DDR-Meister. 13.000 Zuschauer sahen das Spiel. Es ist bis heute der größte Titel der Vereinsgeschichte.
Die Qualifikation für den Europapokal der Pokalsieger blieb der Mannschaft jedoch verwehrt: Wegen des Prager Frühlings zog der DDR-Fußballverband aus Protest gegen die getrennte Neuauslosung von Ost- und Westblockmannschaften alle seine Teams zurück. Ein gewonnener Titel ohne die Folge, die ihm zugestanden hätte.
Auf und ab
In der DDR-Oberliga war Union eine Fahrstuhlmannschaft: Abstieg 1968/69, danach Wiederaufstiege 1970, 1976, 1982 und 1985. Die beste Platzierung war Rang fünf in der Saison 1970/71. 1986 erreichte der Verein erneut das FDGB-Pokalfinale.
Nach 1990
1990 nahm der DFB den Klub auf. 2001 stand Union im Endspiel um den DFB-Pokal und qualifizierte sich damit für den UEFA-Pokal. 2019 folgte der Aufstieg in die Bundesliga — als erster Verein aus Ost-Berlin überhaupt und als 56. Klub in der Geschichte der Liga. 2021 kam die Qualifikation für die Conference League dazu, 2023/24 die Teilnahme an der Champions League.
Was die Fans getragen haben
Zwei Aktionen sind über den Verein hinaus bekannt geworden. 2004 spendeten Anhänger unter dem Motto „Bluten für Union“ Blut, um mit dem Erlös die Regionalligalizenz zu sichern. Und beim Stadionumbau leisteten über 2.000 Fans 140.000 freiwillige Arbeitsstunden im Gegenwert von rund zwei Millionen Euro.
Mit über 72.000 Mitgliedern ist Union der größte Sportverein Berlins.
Ligahistorie
Erfasst sind die Spielzeiten der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga. Die DDR-Oberliga-Jahre werden nachgetragen.
Im Ligaarchiv sind für 1. FC Union Berlin seit 1947 8 Saisons auf Ebene 1, 13 Saisons auf Ebene 2 erfasst. Seit 2019/20 durchgehend erstklassig. Aktuell wird die Saison 2026/27 in der Bundesliga geführt. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Ebene | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Bundesliga | 1 | — | laufend |
| 2025/26 | Bundesliga | 1 | 11 | |
| 2024/25 | Bundesliga | 1 | 13 | |
| 2023/24 | Bundesliga | 1 | 15 | |
| 2022/23 | Bundesliga | 1 | 4 | |
| 2021/22 | Bundesliga | 1 | 5 | |
| 2020/21 | Bundesliga | 1 | 7 | |
| 2019/20 | Bundesliga | 1 | 11 | |
| 2018/19 | 2. Bundesliga | 2 | 3 | |
| 2017/18 | 2. Bundesliga | 2 | 8 | |
| 2016/17 | 2. Bundesliga | 2 | 4 | |
| 2015/16 | 2. Bundesliga | 2 | 6 | |
| 2014/15 | 2. Bundesliga | 2 | 7 | |
| 2013/14 | 2. Bundesliga | 2 | 9 | |
| 2012/13 | 2. Bundesliga | 2 | 7 | |
| 2011/12 | 2. Bundesliga | 2 | 7 | |
| 2010/11 | 2. Bundesliga | 2 | 11 | |
| 2009/10 | 2. Bundesliga | 2 | 12 | |
| 2003/04 | 2. Bundesliga | 2 | 17 | |
| 2002/03 | 2. Bundesliga | 2 | 9 | |
| 2001/02 | 2. Bundesliga | 2 | 6 |
Erfolge
| Wettbewerb | Anzahl |
|---|---|
| FDGB-Pokal | 1 |
| Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel | 2 |
Der FDGB-Pokalsieg 1968 ist der größte Titel der Vereinsgeschichte. Dazu kommen die Endspielteilnahmen im FDGB-Pokal 1986 und im DFB-Pokal 2001.
Derbys und Rivalitäten
Das Berliner Stadtderby gegen den BFC Dynamo hat einen politischen Kern: Union galt zu DDR-Zeiten als Gegenentwurf zum Klub der Sicherheitsorgane. Seit dem Aufstieg 2019 kommt das Duell mit Hertha BSC hinzu.
Häufige Fragen zum 1. FC Union Berlin
Wann wurde der 1. FC Union Berlin gegründet?
Am 20. Januar 1966. Die Wurzeln reichen zum FC Olympia Oberschöneweide von 1906 zurück.
Welchen Titel hat Union gewonnen?
Den FDGB-Pokal 1968, im Endspiel 2:1 gegen den FC Carl Zeiss Jena.
Warum durfte Union 1968 nicht im Europapokal spielen?
Wegen des Prager Frühlings zog der DDR-Fußballverband aus Protest gegen die getrennte Auslosung von Ost- und Westblockmannschaften alle seine Teams zurück.
Was war „Bluten für Union“?
Eine Aktion von 2004, bei der Fans Blut spendeten, um mit dem Erlös die Regionalligalizenz des Vereins zu sichern.
Wie viele Arbeitsstunden leisteten die Fans beim Stadionumbau?
Über 2.000 Fans arbeiteten 140.000 Stunden freiwillig, im Gegenwert von rund zwei Millionen Euro.
Wann stieg Union in die Bundesliga auf?
2019, als erster Verein aus Ost-Berlin und als 56. Klub der Bundesligageschichte.
Wie viele Mitglieder hat Union Berlin?
Über 72.000. Damit ist der Verein der größte Sportverein Berlins.
Wer ist der Rivale von Union Berlin?
Historisch der BFC Dynamo, seit 2019 auch Hertha BSC.
Weitere Vereine der Bundesliga
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- FC Bayern München
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- Werder Bremen
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- Bayer 04 Leverkusen
- SC Freiburg
- FC Augsburg
- 1. FSV Mainz 05
- RB Leipzig
- TSG 1899 Hoffenheim
- SC Paderborn 07
- SV Elversberg
Quellen: 1. FC Union Berlin bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-05) · 1. FC Union Berlin, Wikipedia (abgerufen 2026-09-05) · 1. FC Union Berlin, Berlin Sportmetropole (abgerufen 2026-09-05) · Der Trampelpfad ins Fußball-Glück, Berliner Kurier (abgerufen 2026-09-05)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.