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Borussia Dortmund: Aus Protest gegen den Kaplan gegründet

Ebene 1, Bundesliga

Borussia Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 im Gasthaus zum Wildschütz gegründet, nachdem ein Kaplan den Fußball verbieten wollte. 1966 gewann der BVB als erster deutscher Verein überhaupt einen Europapokal.

Illustriertes großes Stadion mit vier Eckpylonen vor Industriekulisse, Dortmund
KI-generierte Illustration. Kein Bezug zu einem realen Bauwerk.

Geschichte in Epochen

Gegründet aus Protest

Spätestens seit 1906 wurde auf den Feldern und Wiesen rund um den Borsigplatz im Dortmunder Norden regelmäßig Fußball gespielt. Im selben Jahr wurde Kaplan Hubert Dewald Vorsitzender der katholischen Jünglingssodalität und wandte sich energisch gegen das aus seiner Sicht rohe Treiben auf dem Fußballplatz. Aus Protest gründeten die jungen Männer ihren eigenen Verein: Am 19. Dezember 1909 wurde im Gasthaus zum Wildschütz der Ballspielverein Borussia unterschrieben.

Der Name stammt nicht von der Landschaft, sondern aus der Nachbarschaft: Borussia ist der neulateinische Name für Preußen und war zugleich der Name einer Dortmunder Brauerei.

Oberliga West und das Endspiel 1949

Zwischen 1946 und 1963 spielte Borussia in der Oberliga West, damals eine der höchsten deutschen Spielklassen. 1949 stand der Verein erstmals im Endspiel um die deutsche Meisterschaft und verlor in Stuttgart nach Verlängerung mit 2:3 gegen den VfR Mannheim. Die ersten Titel folgten 1956, 1957 und 1963 — alle drei vor Gründung der Bundesliga.

Der erste Europapokal für Deutschland

1963 gehörte der BVB zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. 1965 gewann er seinen ersten DFB-Pokal, ein Jahr später in Glasgow den Europapokal der Pokalsieger mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen den FC Liverpool. Damit war Borussia Dortmund der erste deutsche Verein überhaupt, der einen Europapokal gewann. Die Tore erzielten Siegfried Held und Reinhard Libuda.

Die Jahre unter Hitzfeld

Nach 32 Jahren ohne nationalen Titel sicherte sich der BVB 1994/95 am letzten Spieltag die Meisterschaft vor Werder Bremen und verteidigte sie 1996. Der Höhepunkt kam am 28. Mai 1997: das 3:1 gegen Juventus Turin im Finale der Champions League, im selben Jahr dazu der Weltpokal.

Der Absturz nach dem Gipfel

Der Erfolg brachte teure Spieler, und Dortmund ging als bislang einziger deutscher Fußballklub an die Börse. Als die Aktie fiel, geriet der Verein tief in die Schulden; auch die Meisterschaft 2002 drehte das nicht. Anfang der zweitausender Jahre stand der BVB kurz vor dem Bankrott und musste seine besten Spieler verkaufen. Die Meisterschaften 2011 und 2012 markieren die Rückkehr.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der Bundesliga ab 1963/64 und der 2. Bundesliga. Die Jahre in der Oberliga West werden nachgetragen.

1. Liga2. Liga3. LigaRegionalligaOberliga19632026
Ligazugehörigkeit aus dem Datenbestand des Ligaarchivs. Stand 6. September 2026.
Ebene 1Ebene 2Ebene 3Ebene 4Ebene 5

Im Ligaarchiv sind für Borussia Dortmund seit 1947 60 Saisons auf Ebene 1, 1 Saison auf Ebene 2 erfasst. Seit 1976/77 durchgehend erstklassig. Aktuell wird die Saison 2026/27 in der Bundesliga geführt. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.

Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaEbenePlatzEreignis
2026/27Bundesliga1laufend
2025/26Bundesliga12
2024/25Bundesliga14
2023/24Bundesliga15
2022/23Bundesliga12
2021/22Bundesliga12
2020/21Bundesliga13
2019/20Bundesliga12
2018/19Bundesliga12
2017/18Bundesliga14
2016/17Bundesliga13
2015/16Bundesliga12
2014/15Bundesliga17
2013/14Bundesliga12
2012/13Bundesliga12
2011/12Bundesliga11
2010/11Bundesliga11
2009/10Bundesliga15
2008/09Bundesliga16
2007/08Bundesliga113
2006/07Bundesliga19
2005/06Bundesliga17
2004/05Bundesliga17
2003/04Bundesliga16
2002/03Bundesliga13
2001/02Bundesliga11
2000/01Bundesliga13
1999/00Bundesliga111
1998/99Bundesliga14
1997/98Bundesliga110
1996/97Bundesliga13
1995/96Bundesliga11
1994/95Bundesliga11
1993/94Bundesliga14
1992/93Bundesliga14
1991/92Bundesliga12
1990/91Bundesliga110
1989/90Bundesliga14
1988/89Bundesliga17
1987/88Bundesliga113
1986/87Bundesliga14
1985/86Bundesliga116
1984/85Bundesliga114
1983/84Bundesliga113
1982/83Bundesliga17
1981/82Bundesliga16
1980/81Bundesliga17
1979/80Bundesliga16
1978/79Bundesliga112
1977/78Bundesliga111
1976/77Bundesliga18
1975/762. Bundesliga22
1971/72Bundesliga117
1970/71Bundesliga113
1969/70Bundesliga15
1968/69Bundesliga116
1967/68Bundesliga114
1966/67Bundesliga13
1965/66Bundesliga12
1964/65Bundesliga13
1963/64Bundesliga14

Für 1 von 61 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Erfolge

WettbewerbAnzahl
Deutsche Meisterschaft8
DFB-Pokal5
Europapokal2
Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel4

Acht deutsche Meisterschaften (1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011, 2012), fünf DFB-Pokalsiege, der Europapokal der Pokalsieger 1966, die Champions League 1997 und der Weltpokal 1997. In der ewigen Tabelle der Bundesliga steht der BVB auf Rang zwei.

Westfalenstadion

Seit 1974 spielt Borussia Dortmund im Westfalenstadion, das seit 2005 einen Sponsorennamen trägt. Es fasst 81.365 Zuschauer und ist damit das größte Stadion Deutschlands. Die Südtribüne gilt als größte Stehplatztribüne Europas; der Zuschauerschnitt des BVB gehört zu den höchsten des Kontinents.

Das Revierderby

Die Begegnung mit dem FC Schalke 04 ist das Revierderby und die bekannteste Rivalität des deutschen Fußballs. Beide Vereine liegen rund dreißig Kilometer auseinander, beide stammen aus dem Bergbau- und Stahlrevier, und beide haben ihre größten Erfolge in unterschiedlichen Epochen erlebt: Schalke vor dem Krieg, Dortmund in der Bundesliga.

Häufige Fragen zu Borussia Dortmund

Wann wurde Borussia Dortmund gegründet?

Am 19. Dezember 1909 im Gasthaus zum Wildschütz, aus Protest gegen einen Kaplan, der den Fußball unterbinden wollte.

Woher kommt der Name Borussia?

Borussia ist der neulateinische Name für Preußen und war zugleich der Name einer Dortmunder Brauerei.

Wie oft war Dortmund deutscher Meister?

Achtmal: 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011 und 2012. Nur der FC Bayern München gewann öfter.

Welcher deutsche Verein gewann als erster einen Europapokal?

Borussia Dortmund, 1966 im Europapokal der Pokalsieger mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen den FC Liverpool.

Wann gewann der BVB die Champions League?

Am 28. Mai 1997 mit einem 3:1 gegen Juventus Turin, im selben Jahr dazu den Weltpokal.

Wie viele Zuschauer fasst das Westfalenstadion?

81.365 Plätze. Es ist das größte Stadion Deutschlands, die Südtribüne gilt als größte Stehplatztribüne Europas.

Warum geriet der BVB in finanzielle Schwierigkeiten?

Nach dem Champions-League-Sieg wurden teure Spieler verpflichtet. Als die Aktie des börsennotierten Vereins fiel, wuchsen die Schulden; Anfang der zweitausender Jahre drohte der Bankrott.

Weitere Vereine der Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite Bundesliga

Quellen: Borussia Dortmund bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Borussia Dortmund, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Borussia Dortmund, Klexikon (abgerufen 2026-09-04) · Liste der deutschen Fußballmeister, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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HN

Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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