Gebaut, weil ein Unternehmer es wollte
Die Entstehung ist ungewöhnlich präzise überliefert: 2009 bekundete der Seniorchef eines örtlichen Küchenherstellers den Willen, den Sportplatz des damals in der Kreisliga A spielenden SV Rödinghausen zum Stadion auszubauen.
Zunächst entstand 2009 ein Kunstrasennebenplatz. Während der Planungsphase wurden Aufgabenteilung und Finanzierung zwischen Gemeinde und Unternehmen geregelt; Eigentümer des Stadions ist der Küchenhersteller.
Im Ligaarchiv ist das eine eigene Kategorie: Anderswo bauten Städte, Vereine, Konzerne oder Fans — hier baute ein mittelständisches Unternehmen für einen Kreisligaverein.
Erst gespielt, dann fertig
Ein Detail zeigt das Tempo: In der Saison 2010/11 spielte die Mannschaft erstmals im noch im Bau befindlichen Stadion. Fertiggestellt und bezogen wurde es zur Saison 2011/12.
Eine Tribüne für die Lizenz
Um den Lizenzregularien der Regionalliga zu entsprechen, wurde zur Saison 2014/15 eine eingezäunte Stehplatztribüne auf der Gegengeraden errichtet — mit getrenntem Zugang für Gästefans. Die im Juli 2014 fertiggestellte, nicht überdachte Tribüne fasst etwa 950 Zuschauer.
Damit stieg die Kapazität auf rund 3.140 Plätze, davon 1.489 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne. Ältere Angaben nennen 2.550.
Auch hier gilt das Muster, das sich durch den ganzen Bestand zieht: Die Liga stellt Anforderungen, das Bauwerk folgt — wie in Halberstadt, Cottbus und Verl.
Der Name
Der Name leitet sich vom örtlichen Wiehengebirge ab, das in der lokalen Umgangssprache Wiehen genannt wird. Der Zusatz des Küchenherstellers ist der offizielle Sponsorenname.
Nach dem Ludwig-Jahn-Stadion in Herford ist das Wiehenstadion die zweitgrößte Anlage im Kreis Herford.
Häufige Fragen zum Wiehenstadion
Wie viele Zuschauer fasst das Wiehenstadion?
Rund 3.140 Plätze, davon 1.489 überdachte Sitzplätze. Ältere Angaben nennen 2.550.
Wann wurde das Stadion gebaut?
Ab 2009, bespielt bereits 2010/11 im Rohbau, fertiggestellt zur Saison 2011/12.
Wem gehört das Stadion?
Dem örtlichen Küchenhersteller.
Warum wurde 2014 eine Tribüne gebaut?
Um den Lizenzregularien der Regionalliga zu entsprechen — mit getrenntem Zugang für Gästefans.
Woher kommt der Name Wiehenstadion?
Vom Wiehengebirge, das in der lokalen Umgangssprache Wiehen genannt wird.
Welcher Verein spielt hier?
Der SV Rödinghausen.
Quellen: Häcker-Wiehenstadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Häcker-Wiehenstadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · SV Rödinghausen, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.