Friedensstadion Halberstadt: Vom Sportfeld zum Regionalligastadion
Das Friedensstadion in Halberstadt wurde ab 1929 gebaut und 1937 als Halberstädter Sportfeld eröffnet. Seinen heutigen Namen erhielt es 1950 anlässlich der DDR-Leichtathletik-Meisterschaften.

Drei Namen, drei Systeme
Der Bau begann 1929. Eröffnet wurde die Anlage 1937 als Halberstädter Sportfeld, also in der NS-Zeit. Den heutigen Namen erhielt sie 1950 anlässlich der DDR-Leichtathletik-Meisterschaften — Friedensstadion.
Damit trägt das Stadion die politische Geschichte des Ortes im Namensverlauf, ohne dass ein Name belastet wäre. Das unterscheidet es von den Fällen in Stuttgart, Koblenz, Trier und Worms, deren Spielstätten zwischen 1933 und 1945 nach NS-Größen benannt waren. Und es unterscheidet sich vom Alfred-Kunze-Sportpark, wo ein Name der DDR-Zeit nach 1990 schleichend verschwand. In Halberstadt blieb der Name von 1950 bis heute bestehen.
Der Umbau, den der Aufstieg erzwang
2011 stieg der VfB Germania Halberstadt in die Regionalliga auf. Weil die Anlage deren Vorgaben nicht erfüllte, wurde der Umbau beschlossen; die Grundsteinlegung fand im Juni 2011 statt.
Damit der Spielbetrieb in der Saison 2011/12 wie geplant laufen konnte, entstand bis Ende Juli 2011 eine temporäre Tribüne. Die neue Haupttribüne mit 500 überdachten Sitzplätzen wurde 2012 eröffnet. 2015 folgte die Nachrüstung der Flutlichtanlage, um die Kriterien für die jährliche Lizenzierung zu erfüllen.
Das Muster kehrt im Ligaarchiv regelmäßig wieder: In Elversberg läuft der Ausbau dem Aufstieg bis heute hinterher, in Mainz kam er drei Jahre zu früh, in Sandhausen im Takt jeder neuen Spielklasse. Halberstadt zeigt die kleinste Variante davon — eine Behelfstribüne für eine Saison.
Die Kapazitätsangaben
Für dasselbe Stadion kursieren mehrere Zahlen: rund 4.000 Plätze nennt der Betreiber, davon 500 überdachte Sitzplätze; 5.000 steht in mehreren Übersichten, 6.000 in einzelnen Datenbanken. Das Ligaarchiv nennt die Spannweite.
Die Anlage umfasst 70.000 Quadratmeter mit Hauptplatz, zwei Kunstrasenplätzen, einem Nebenplatz und weiteren Trainingsflächen. Um das Spielfeld führt eine Tartanbahn mit Anlagen für Weit- und Hochsprung sowie Speerwurf; weite Teile sind von einem begrünten Erdwall umgeben.
Häufige Fragen zum Friedensstadion
Wie viele Zuschauer fasst das Friedensstadion?
Die Angaben reichen von rund 4.000 über 5.000 bis 6.000. Der Betreiber nennt rund 4.000 Plätze, davon 500 überdachte Sitzplätze.
Wann wurde das Stadion gebaut?
Ab 1929, eröffnet 1937 als Halberstädter Sportfeld.
Woher kommt der Name Friedensstadion?
Er wurde 1950 anlässlich der DDR-Leichtathletik-Meisterschaften vergeben und gilt bis heute.
Warum wurde 2011 umgebaut?
Weil der VfB Germania Halberstadt in die Regionalliga aufstieg und das Stadion deren Vorgaben nicht erfüllte.
Was war die temporäre Tribüne?
Ein Behelfsbau, der bis Ende Juli 2011 errichtet wurde, damit die Saison 2011/12 im Stadion gespielt werden konnte.
Wie groß ist die Anlage?
70.000 Quadratmeter, mit Hauptplatz, zwei Kunstrasenplätzen, Nebenplatz und Leichtathletikanlagen.
Welcher Verein spielt hier?
Der VfB Germania Halberstadt.
Quellen: Friedensstadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Friedensstadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · VfB Germania Halberstadt, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.