Vogtlandstadion Plauen: 16.400 Plätze für einen Fünftligisten
Das Vogtlandstadion im Plauener Stadtteil Haselbrunn fasst 16.400 Zuschauer und ist damit deutlich größer, als die Spielklasse seines Nutzers erwarten lässt. Der Zuschauerrekord stammt aus dem Jahr 1969.

Gebaut 1934, fertiggestellt 1937
Das Stadiongelände im nördlichen Stadtteil Haselbrunn wurde zwischen März und November 1934 angelegt, Gelände und Kampfbahn 1937 fertiggestellt. Die damalige Kapazität betrug 4.200 Plätze. Es ist bis heute die größte Freiluftsportfläche Plauens und liegt in einem kleinen Tal am Rand des Stadtwaldes.
Vier Kapazitätsangaben für dasselbe Stadion
Kaum eine Anlage im Ligaarchiv wird so unterschiedlich beziffert — und diesmal lassen sich alle vier Werte erklären:
- 16.400 nach dem Umbau von 2009 bis 2011, davon rund 5.000 Sitzplätze auf drei Tribünen und etwa 12.000 Stehplätze — die bauliche Gesamtkapazität
- 10.490 bis 10.500 in mehreren Übersichten, vermutlich ohne die nicht mehr genutzten Stehbereiche
- 12.000 in einzelnen Verzeichnissen, davon 1.400 überdachte Sitzplätze
- 5.000 als derzeit zugelassene Zahl: 1.400 Sitzplätze auf den Tribünen A und B, 3.618 auf der neuen Gegentribüne, dazu 1.500 Stehplätze im Gästeblock
Der letzte Wert ist wieder keine bauliche, sondern eine behördliche Grenze — wie im Alfred-Kunze-Sportpark, im Sportforum Hohenschönhausen und im Bruno-Plache-Stadion. Vier Stadien im Bestand, alle im Osten, alle mit demselben Muster: Die Anlage ist deutlich größer als das, was betrieben werden darf.
Der Rekord von 1968
Der Zuschauerrekord liegt bei 20.000 Besuchern. Anlass war ein Spiel des UEFA-Juniorenturniers zwischen der Bundesrepublik und Bulgarien, das 0:1 endete. Die Quellen datieren es auf 1968 oder auf den 18. Mai 1969; das Ligaarchiv nennt beide Angaben.
Wie in Chemnitz, wo 30.000 Menschen ein Jugendländerspiel zwischen beiden deutschen Staaten sahen, stammt auch hier der bestbesuchte Tag nicht aus dem Vereinsfußball, sondern aus einem Juniorenturnier.
Der Umbau 2009 bis 2011
Die Bauarbeiten waren mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wurden sie aus drei Quellen: Mitteln des Konjunkturpakets II, einem Eigenanteil der Stadt Plauen von 280.000 Euro und Eigenmitteln des VFC Plauen. Für den Vereinsanteil rief der Klub eine Spendenaktion ins Leben.
Das ist im Bestand eine vierte Finanzierungsvariante: In Gelsenkirchen zahlte der Verein allein, in Köpenick arbeiteten die Fans, in Offenbach trug die öffentliche Hand. Hier kamen Konjunkturmittel, Stadt und Spenden zusammen.
Am 3. März 2011 wurde der innere Stadionteil mit dem Fußballplatz nach einem Sponsor benannt, während die Gesamtanlage weiterhin Vogtlandstadion heißt — ein Stadion mit zwei Namen zur selben Zeit, je nachdem, welcher Teil gemeint ist. Auch das ist im Ligaarchiv ein Einzelfall.
Häufige Fragen zum Vogtlandstadion
Wie viele Zuschauer fasst das Vogtlandstadion?
Baulich 16.400, zugelassen sind derzeit 5.000. Andere Übersichten nennen 10.500 oder 12.000.
Wie hoch ist der Zuschauerrekord?
20.000 beim UEFA-Juniorenturnier, Bundesrepublik gegen Bulgarien (0:1). Die Quellen nennen 1968 oder den 18. Mai 1969.
Wann wurde das Stadion gebaut?
Das Gelände entstand von März bis November 1934, Kampfbahn und Anlage waren 1937 fertig. Die Kapazität betrug damals 4.200 Plätze.
Was kostete der Umbau von 2009 bis 2011?
Veranschlagt waren 1,7 Millionen Euro, finanziert aus dem Konjunkturpaket II, einem Eigenanteil der Stadt von 280.000 Euro und Eigenmitteln des Vereins.
Warum hat das Stadion zwei Namen?
Seit dem 3. März 2011 trägt der innere Teil mit dem Fußballplatz einen Sponsorennamen, die Gesamtanlage heißt weiterhin Vogtlandstadion.
Gibt es eine Laufbahn?
Ja, eine Kunststoffbahn um das Spielfeld. Die Anlage wird auch für Leichtathletik genutzt.
Welcher Verein spielt hier?
Der VFC Plauen.
Quellen: Vogtlandstadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Vogtlandstadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)
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