Eröffnet 1911 gegen die Spitzenmannschaft der Zeit
Der Holstein-Sportplatz wurde 1911 angelegt und am 15. Oktober 1911 mit einem Freundschaftsspiel gegen Preußen Berlin eingeweiht, damals eine der besten Mannschaften Deutschlands. Kiel verlor 3:4.
Die Anlage liegt im Stadtteil Wik, etwa fünf Kilometer nördlich der Innenstadt. Sie gehört zu den zwanzig ältesten Spielstätten Deutschlands und ist die älteste in Schleswig-Holstein. Den heutigen Namen trägt sie seit 1965.
Im Ligaarchiv steht sie damit in einer Reihe mit dem Stadion auf der Waldau von 1905, dem Ruhrstadion von 1911 und dem Bruno-Plache-Stadion von 1922.
Ein Findling für 86 Gefallene
Seit Pfingsten 1920 steht an der Ostseite des Stadions ein durch Spenden finanzierter großer Findling mit einer gusseisernen Tafel, die namentlich an 86 im Ersten Weltkrieg gefallene Vereinsmitglieder erinnerte. Die heutige Stele erinnert an ihren Längsseiten an beide Weltkriege.
Im Ligaarchiv ist das das einzige verzeichnete Kriegerdenkmal auf einem Stadiongelände. Es fügt sich in eine Reihe von Orten, an denen der Krieg in die Bausubstanz eingeschrieben ist — der Volkssturm-Vereidigung im Dresdner Stadion 1944, den Toten auf dem Platz des Bruno-Plache-Stadions 1945 und den Trümmerstadien der Nachkriegszeit.
Kapazität
Nach mehreren Um- und Ausbauten fasst die Anlage heute 15.034 Zuschauer. Zu Oberligazeiten kamen zu Spitzenspielen bis zu 30.000 — der Rückgang folgt demselben Muster wie andernorts im Bestand.
Der Zuschauerschnitt lag zuletzt bei rund 14.200, also nahe an der Kapazitätsgrenze. Eigentümerin ist die Stadt Kiel.
Häufige Fragen zum Holstein-Stadion
Wie viele Zuschauer fasst das Holstein-Stadion?
15.034 Plätze.
Wann wurde das Stadion eröffnet?
Am 15. Oktober 1911, mit einem Freundschaftsspiel gegen Preußen Berlin (3:4).
Wie alt ist die Spielstätte im Vergleich?
Sie gehört zu den zwanzig ältesten Deutschlands und ist die älteste in Schleswig-Holstein.
Seit wann heißt sie Holstein-Stadion?
Seit 1965. Zuvor hieß sie Holstein-Sportplatz.
Was hat es mit dem Findling auf sich?
Er steht seit Pfingsten 1920 an der Ostseite und erinnert namentlich an 86 im Ersten Weltkrieg gefallene Vereinsmitglieder.
Wem gehört das Stadion?
Der Stadt Kiel.
Quellen: Holstein-Stadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Holstein-Stadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Holstein-Stadion, holstein-kiel.de (abgerufen 2026-09-11) · Highlights, holstein-kiel.de (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.