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Carl-Benz-StadionSechs Jahre Bundesliga im Nachbarort

Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Der SV Waldhof spielt seit 1993 im Carl-Benz-Stadion. Zuvor musste die Mannschaft ihre Bundesligaspiele von 1983 bis 1989 wegen DFB-Auflagen im Südweststadion in Ludwigshafen austragen.

Zwei Stadien, eine Vereinsgeschichte

Seit Ende 1993 trägt der SV Waldhof Mannheim seine Heimspiele im Carl-Benz-Stadion aus. Zuvor spielte der Verein von Dezember 1924 bis November 1993 im Stadion am Alsenweg — mit einer bemerkenswerten Ausnahme.

Sechs Jahre im Nachbarort

Von 1983 bis 1989 musste die erste Mannschaft ihre Bundesligaspiele im Südweststadion in Ludwigshafen austragen — wegen Auflagen des DFB, denen die eigene Anlage nicht genügte. Erst 1989/90 kehrte sie an den Alsenweg zurück, für die letzte Bundesligasaison.

Im Ligaarchiv ist das eines der klarsten Beispiele dafür, wie Ligavorgaben über Spielorte entscheiden — neben Steinbach, das den Ort wechselte, Freiburg, wo eine Sondergenehmigung nötig war, und Elversberg, das bis heute mit einer Ausnahme spielt.

Das alte Stadion und sein Name

1924 stellte die Stadt Mannheim dem Verein ein ehemaliges Militärgelände zur Verfügung, den Platz an den Schießständen. Gespielt wurde dort zunächst auf Sand; die Einweihung endete mit einer 0:1-Niederlage.

Nach der teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bauten Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer die Anlage bis 1954 wieder auf. Seither fasst sie 15.200 Zuschauer.

Damit gehört auch Mannheim zur Gruppe jener Anlagen im Bestand, die durch Arbeitskraft entstanden — neben Münster, Karlsruhe, Leipzig und Köpenick.

1996 wurde die Anlage nach Sepp Herberger benannt — dem Spieler, der den Verein 1921 verlassen hatte. Heute dient sie der zweiten Mannschaft und der Jugend.

Das Carl-Benz-Stadion

Die heutige Spielstätte liegt in der Oststadt und ist nach dem Automobilpionier benannt. Vor der Saison 2008/09 wurde sie umfassend renoviert. Auch in Zeiten der Regionalliga kamen mehrere tausend Zuschauer zu den Heimspielen.

Häufige Fragen zum Carl-Benz-Stadion

Seit wann spielt Waldhof im Carl-Benz-Stadion?

Seit Ende 1993.

Wo spielte der Verein vorher?

Von Dezember 1924 bis November 1993 im Stadion am Alsenweg, dem heutigen Seppl-Herberger-Stadion.

Warum spielte Waldhof in der Bundesliga in Ludwigshafen?

Wegen Auflagen des DFB, denen das Stadion am Alsenweg nicht genügte. Von 1983 bis 1989 wich die Mannschaft ins Südweststadion aus.

Wie viele Zuschauer fasst das alte Stadion?

15.200, seit dem Wiederaufbau bis 1954.

Wer baute das alte Stadion wieder auf?

Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer, nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

Woher kommt der Name Carl-Benz-Stadion?

Von Carl Benz, dem Automobilpionier.

Quellen: Carl-Benz-Stadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Seppl-Herberger-Stadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Stadion am Alsenweg, WikiWaldhof (abgerufen 2026-09-11) · Stadion, svw07.de (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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