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SV Waldhof MannheimDas Stadion trägt den Namen dessen, der ging

3. Liga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Gegründet 1907 im Lokal Zum Tannenbaum

Am 11. April 1907 gründeten 42 Männer im Lokal Zum Tannenbaum den SV Waldhof. Erster Vorsitzender war ein Bankkassierer, die Vereinsfarben Blau und Schwarz.

Die ersten Spielstätten tragen Namen, die für sich sprechen: das Schlammloch und der Sandacker, beide hinter der Waldhof-Schule. 1924 zog der Verein ins Stadion am Alsenweg um.

Über die Süddeutsche Meisterschaft stieg Waldhof 1914 in die höchste Spielklasse auf — dann brach der Erste Weltkrieg den Spielbetrieb ab.

Die Affäre um Sepp Herberger

1921 kam es zu einem Vorgang, der die Vereinsgeschichte bis heute prägt. Der Jungnationalspieler Sepp Herberger hatte bereits 10.000 Reichsmark für einen Wechsel zu Phönix Mannheim erhalten — entschied sich dann aber für den als bürgerlich geltenden Rivalen VfR Mannheim.

Herberger wurde später Trainer der Weltmeisterelf von 1954, jener Mannschaft, in der fünf Spieler des 1. FC Kaiserslautern standen. Der Verein, den er 1921 verließ, benannte 1996 sein Stadion nach ihm.

Eine Nachwuchsschmiede

Bekannt ist Waldhof vor allem für seine Jugendarbeit. Aus dem Verein kamen unter anderem Bernd und Karlheinz Förster, Otto Siffling, Jürgen Kohler, Maurizio Gaudino, Uwe Rahn, Christian Wörns und Hanno Balitsch — alle wurden Nationalspieler.

Für einen Verein, der insgesamt sieben Jahre erstklassig spielte, ist das eine bemerkenswerte Bilanz.

Sieben Jahre Bundesliga

Von 1983 bis 1990 spielte der SV Waldhof in der Bundesliga. Der Aufstieg war beim Nachbarn in Kaiserslautern nicht willkommen — man fürchtete Zuschauerverluste.

Die Zahlen der ersten Saison geben der Sorge recht: 26.982 Zuschauer im Schnitt für Waldhof, 19.017 für die Pfälzer. In den folgenden Jahren sank der Wert allerdings kontinuierlich.

Sechzehn Jahre Amateurfußball

Zwischen 2003 und 2019 verschwand der Verein aus dem Profifußball. Erst im Mai 2019 gelang der Aufstieg in die 3. Liga, in der Waldhof seither spielt.

Ligahistorie

Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Regionalligajahre werden nachgetragen.

1963/642026/27
2026/273. Liga3. Liga
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/273. Liga3. Liga—laufend
2025/263. Liga3. Liga9
2024/253. Liga3. Liga16
2023/243. Liga3. Liga16
2022/233. Liga3. Liga7
2021/223. Liga3. Liga5
2020/213. Liga3. Liga8
2019/203. Liga3. Liga9
2018/19Regionalliga Südwest4. Liga1
2017/18Regionalliga Südwest4. Liga2
2016/17Regionalliga Südwest4. Liga2
2015/16Regionalliga Südwest4. Liga1
2014/15Regionalliga Südwest4. Liga13
2013/14Regionalliga Südwest4. Liga5
2012/13Regionalliga Südwest4. Liga6
2011/12Regionalliga Süd4. Liga12
2010/11Oberliga Baden-Württemberg5. Liga1
2009/10Regionalliga West4. Liga14
2008/09Regionalliga Süd4. Liga4
2002/032. Bundesliga2. Liga18
2001/022. Bundesliga2. Liga9
2000/012. Bundesliga2. Liga4
1999/002. Bundesliga2. Liga12
1998/99Regionalliga Süd3. Liga1
1997/98Regionalliga Süd3. Liga7
1996/972. Bundesliga2. Liga15
1995/962. Bundesliga2. Liga7
1994/952. Bundesliga2. Liga5
1993/942. Bundesliga2. Liga6
1992/932. Bundesliga2. Liga4
1991/922. Bundesliga2. Liga2
1990/912. Bundesliga2. Liga7
1989/90Bundesliga1. Liga17
1988/89Bundesliga1. Liga12
1987/88Bundesliga1. Liga16
1986/87Bundesliga1. Liga14
1985/86Bundesliga1. Liga8
1984/85Bundesliga1. Liga6
1983/84Bundesliga1. Liga11
1982/832. Bundesliga2. Liga1
1981/822. Bundesliga2. Liga6
1980/812. Bundesliga2. Liga6
1979/802. Bundesliga2. Liga11
1978/792. Bundesliga2. Liga16
1977/782. Bundesliga2. Liga8
1976/772. Bundesliga2. Liga11
1975/762. Bundesliga2. Liga8
1974/752. Bundesliga2. Liga8
1973/74Regionalliga Süd2. Liga7
1972/73Regionalliga Süd2. Liga7
1969/70Regionalliga Süd2. Liga20
1968/69Regionalliga Süd2. Liga11
1967/68Regionalliga Süd2. Liga12
1966/67Regionalliga Süd2. Liga11
1965/66Regionalliga Süd2. Liga3
1964/65Regionalliga Süd2. Liga4
1963/64Regionalliga Süd2. Liga11

Für 1 von 57 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Verein und Stadion

Der Verein zählt rund 3.000 Mitglieder. Heimspiele werden im Carl-Benz-Stadion ausgetragen, das Vereinsgelände liegt weiterhin am Alsenweg.

Häufige Fragen zum SV Waldhof Mannheim

Wann wurde der SV Waldhof gegründet?

Am 11. April 1907 von 42 Männern im Lokal Zum Tannenbaum.

Was hat Sepp Herberger mit Waldhof zu tun?

Er spielte dort und wechselte 1921 zum Rivalen VfR Mannheim — nachdem er bereits 10.000 Reichsmark von einem anderen Verein erhalten hatte. 1996 wurde das Waldhof-Stadion nach ihm benannt.

Wann spielte Waldhof in der Bundesliga?

Von 1983 bis 1990.

Welche Nationalspieler kamen aus Waldhof?

Unter anderem Bernd und Karlheinz Förster, Otto Siffling, Jürgen Kohler, Maurizio Gaudino, Uwe Rahn, Christian Wörns und Hanno Balitsch.

Wie lange war der Verein im Amateurfußball?

Von 2003 bis 2019, also sechzehn Jahre.

Wie hießen die ersten Spielstätten?

Schlammloch und Sandacker, beide hinter der Waldhof-Schule.

Wie viele Mitglieder hat der Verein?

Rund 3.000.

Weitere Vereine der 3. Liga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite 3. Liga

Quellen: SV Waldhof Mannheim bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · SV Waldhof Mannheim, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · SV Waldhof Mannheim, WikiWaldhof (abgerufen 2026-09-11) · Geschichte, Erfolge und wichtige Persönlichkeiten, mannheim24.de (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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