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SV Wehen WiesbadenDer Aufstieg, der den Ort kostete

3. Liga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Ein Dorfverein von 1926

Der Verein wurde am 1. Januar 1926 mit 39 Mitgliedern im Taunussteiner Stadtteil Wehen gegründet. 1933 löste ihn das NS-Regime auf; 1946 folgte die Wiedergründung.

Bis Mitte der achtziger Jahre spielte der SV Wehen in Kreis- und Bezirksliga. Größter Erfolg war jahrzehntelang der Gewinn des Bezirkspokals 1959/60.

Der Aufstieg durch Wasserfilter

Die Wende kam mit dem Einstieg eines örtlichen Unternehmers als Präsident und Hauptsponsor, der mit dem Verkauf von Trinkwasserfiltern ein Vermögen gemacht hatte. Unter ihm ging es Stufe um Stufe aufwärts: 1987 Landesliga, 1989 Oberliga, 1996 Regionalliga.

Im Ligaarchiv steht das neben Hoffenheim und RB Leipzig — mit dem Unterschied, dass hier ein einzelner Unternehmer aus dem Ort selbst kam. Der Gegenfall ist Heidenheim, das ohne Mäzen aufstieg.

2007: Der Aufstieg, der den Ort kostete

2007 gelang erstmals der Aufstieg in die 2. Bundesliga — und damit begann die Veränderung, die den Verein bis heute prägt.

Das Stadion am Halberg genügte den Anforderungen der DFL nicht. Gegen einen Ausbau am alten Standort sprach die Infrastruktur; man entschied sich für einen Neubau im rund zehn bis fünfzehn Kilometer entfernten Wiesbaden.

Seither tritt die Fußballabteilung als SV Wehen Wiesbaden an, mit eigenem Logo: Neben einem zweiten W für Wiesbaden zeigt es die drei Lilien aus dem Wappen der Landeshauptstadt.

Warum der Gesamtverein den Namen behielt

Eine zunächst beschlossene Umbenennung des Gesamtvereins nahm das Präsidium wieder zurück — und der Grund ist bemerkenswert konkret: Mit der Stadt Taunusstein bestand eine Vereinbarung über Zuschüsse zum Jugendleistungszentrum am Halberg, die entfallen wären, wenn der Verein endgültig abwandert und seinen Namen ändert.

Der Gesamtverein heißt deshalb bis heute Sportverein Wehen 1926 – Taunusstein. Im Ligaarchiv ist das der einzige Fall, in dem ein Fördervertrag einen Vereinsnamen konserviert.

Die Eigentümerstruktur

2008 wurden Lizenzspielerabteilung und Nachwuchsleistungszentrum in eine GmbH ausgegliedert. Neunzig Prozent hält eine Konzerntochter der Unternehmerfamilie, zehn Prozent der Verein — der gemäß der 50+1-Regel die Stimmenmehrheit behält.

Das unterscheidet Wiesbaden von Wolfsburg und Leverkusen, wo Ausnahmen von dieser Regel gelten.

Ligahistorie

Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Regionalligajahre werden nachgetragen.

1994/952026/27
2026/273. Liga3. Liga
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/273. Liga3. Liga—laufend
2025/263. Liga3. Liga8
2024/253. Liga3. Liga9
2023/242. Bundesliga2. Liga16
2022/233. Liga3. Liga4
2021/223. Liga3. Liga8
2020/213. Liga3. Liga6
2019/202. Bundesliga2. Liga17
2018/193. Liga3. Liga3
2017/183. Liga3. Liga4
2016/173. Liga3. Liga7
2015/163. Liga3. Liga16
2014/153. Liga3. Liga9
2013/143. Liga3. Liga4
2012/133. Liga3. Liga7
2011/123. Liga3. Liga16
2010/113. Liga3. Liga4
2009/103. Liga3. Liga15
2008/092. Bundesliga2. Liga18
2007/082. Bundesliga2. Liga8
2006/07Regionalliga Süd3. Liga1
2005/06Regionalliga Süd3. Liga3
2004/05Regionalliga Süd3. Liga3
2003/04Regionalliga Süd3. Liga7
2002/03Regionalliga Süd3. Liga7
2001/02Regionalliga Süd3. Liga6
2000/01Regionalliga Süd3. Liga11
1999/00Regionalliga Süd3. Liga13
1998/99Regionalliga Süd3. Liga6
1997/98Regionalliga Süd3. Liga13
1994/95Regionalliga Süd3. Liga17

Für 1 von 31 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Stadion

Heimspielstätte ist die Arena in Wiesbaden, errichtet 2007 in nur vier Monaten Bauzeit.

Häufige Fragen zum SV Wehen Wiesbaden

Wann wurde der SV Wehen gegründet?

Am 1. Januar 1926 mit 39 Mitgliedern in Taunusstein-Wehen. 1933 aufgelöst, 1946 wiedergegründet.

Warum zog der Verein nach Wiesbaden?

Das Stadion am Halberg genügte nach dem Aufstieg 2007 den Anforderungen der 2. Bundesliga nicht, und ein Ausbau scheiterte an der Infrastruktur.

Wie heißt der Gesamtverein?

Sportverein Wehen 1926 – Taunusstein. Die Umbenennung wurde zurückgenommen, weil sonst Zuschüsse der Stadt Taunusstein zum Jugendleistungszentrum entfallen wären.

Ein zweites W für Wiesbaden und die drei Lilien aus dem Stadtwappen.

Wem gehört der Verein?

Neunzig Prozent der GmbH hält eine Konzerntochter der Unternehmerfamilie, zehn Prozent der Verein — der die Stimmenmehrheit behält.

Wie begann der Aufstieg?

Mit dem Einstieg eines örtlichen Unternehmers, der mit Trinkwasserfiltern ein Vermögen gemacht hatte.

Wie viele Zuschauer fasst die Arena?

Je nach Ausbaustufe zwischen 12.100 und 15.295 Plätzen.

Weitere Vereine der 3. Liga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite 3. Liga

Duelle des Vereins

Quellen: SV Wehen Wiesbaden bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · SV Wehen Wiesbaden, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Mit Wasserfiltern fing alles an, hannover96.de (abgerufen 2026-09-11) · SV Wehen Wiesbaden, FCC-Wiki (abgerufen 2026-09-11)

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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