Ein Dorfverein von 1926
Der Verein wurde am 1. Januar 1926 mit 39 Mitgliedern im Taunussteiner Stadtteil Wehen gegründet. 1933 löste ihn das NS-Regime auf; 1946 folgte die Wiedergründung.
Bis Mitte der achtziger Jahre spielte der SV Wehen in Kreis- und Bezirksliga. Größter Erfolg war jahrzehntelang der Gewinn des Bezirkspokals 1959/60.
Der Aufstieg durch Wasserfilter
Die Wende kam mit dem Einstieg eines örtlichen Unternehmers als Präsident und Hauptsponsor, der mit dem Verkauf von Trinkwasserfiltern ein Vermögen gemacht hatte. Unter ihm ging es Stufe um Stufe aufwärts: 1987 Landesliga, 1989 Oberliga, 1996 Regionalliga.
Im Ligaarchiv steht das neben Hoffenheim und RB Leipzig — mit dem Unterschied, dass hier ein einzelner Unternehmer aus dem Ort selbst kam. Der Gegenfall ist Heidenheim, das ohne Mäzen aufstieg.
2007: Der Aufstieg, der den Ort kostete
2007 gelang erstmals der Aufstieg in die 2. Bundesliga — und damit begann die Veränderung, die den Verein bis heute prägt.
Das Stadion am Halberg genügte den Anforderungen der DFL nicht. Gegen einen Ausbau am alten Standort sprach die Infrastruktur; man entschied sich für einen Neubau im rund zehn bis fünfzehn Kilometer entfernten Wiesbaden.
Seither tritt die Fußballabteilung als SV Wehen Wiesbaden an, mit eigenem Logo: Neben einem zweiten W für Wiesbaden zeigt es die drei Lilien aus dem Wappen der Landeshauptstadt.
Warum der Gesamtverein den Namen behielt
Eine zunächst beschlossene Umbenennung des Gesamtvereins nahm das Präsidium wieder zurück — und der Grund ist bemerkenswert konkret: Mit der Stadt Taunusstein bestand eine Vereinbarung über Zuschüsse zum Jugendleistungszentrum am Halberg, die entfallen wären, wenn der Verein endgültig abwandert und seinen Namen ändert.
Der Gesamtverein heißt deshalb bis heute Sportverein Wehen 1926 – Taunusstein. Im Ligaarchiv ist das der einzige Fall, in dem ein Fördervertrag einen Vereinsnamen konserviert.
Die Eigentümerstruktur
2008 wurden Lizenzspielerabteilung und Nachwuchsleistungszentrum in eine GmbH ausgegliedert. Neunzig Prozent hält eine Konzerntochter der Unternehmerfamilie, zehn Prozent der Verein — der gemäß der 50+1-Regel die Stimmenmehrheit behält.
Das unterscheidet Wiesbaden von Wolfsburg und Leverkusen, wo Ausnahmen von dieser Regel gelten.
Ligahistorie
Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Regionalligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | 3. Liga | 3. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | 3. Liga | 3. Liga | 8 | |
| 2024/25 | 3. Liga | 3. Liga | 9 | |
| 2023/24 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 16 | |
| 2022/23 | 3. Liga | 3. Liga | 4 | |
| 2021/22 | 3. Liga | 3. Liga | 8 | |
| 2020/21 | 3. Liga | 3. Liga | 6 | |
| 2019/20 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 17 | |
| 2018/19 | 3. Liga | 3. Liga | 3 | |
| 2017/18 | 3. Liga | 3. Liga | 4 | |
| 2016/17 | 3. Liga | 3. Liga | 7 | |
| 2015/16 | 3. Liga | 3. Liga | 16 | |
| 2014/15 | 3. Liga | 3. Liga | 9 | |
| 2013/14 | 3. Liga | 3. Liga | 4 | |
| 2012/13 | 3. Liga | 3. Liga | 7 | |
| 2011/12 | 3. Liga | 3. Liga | 16 | |
| 2010/11 | 3. Liga | 3. Liga | 4 | |
| 2009/10 | 3. Liga | 3. Liga | 15 | |
| 2008/09 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 18 | |
| 2007/08 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 8 | |
| 2006/07 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 1 | |
| 2005/06 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 3 | |
| 2004/05 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 3 | |
| 2003/04 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 7 | |
| 2002/03 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 7 | |
| 2001/02 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 6 | |
| 2000/01 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 11 | |
| 1999/00 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 13 | |
| 1998/99 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 6 | |
| 1997/98 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 13 | |
| 1994/95 | Regionalliga Süd | 3. Liga | 17 |
Stadion
Heimspielstätte ist die Arena in Wiesbaden, errichtet 2007 in nur vier Monaten Bauzeit.
Häufige Fragen zum SV Wehen Wiesbaden
Wann wurde der SV Wehen gegründet?
Am 1. Januar 1926 mit 39 Mitgliedern in Taunusstein-Wehen. 1933 aufgelöst, 1946 wiedergegründet.
Warum zog der Verein nach Wiesbaden?
Das Stadion am Halberg genügte nach dem Aufstieg 2007 den Anforderungen der 2. Bundesliga nicht, und ein Ausbau scheiterte an der Infrastruktur.
Wie heißt der Gesamtverein?
Sportverein Wehen 1926 – Taunusstein. Die Umbenennung wurde zurückgenommen, weil sonst Zuschüsse der Stadt Taunusstein zum Jugendleistungszentrum entfallen wären.
Was zeigt das Vereinslogo?
Ein zweites W für Wiesbaden und die drei Lilien aus dem Stadtwappen.
Wem gehört der Verein?
Neunzig Prozent der GmbH hält eine Konzerntochter der Unternehmerfamilie, zehn Prozent der Verein — der die Stimmenmehrheit behält.
Wie begann der Aufstieg?
Mit dem Einstieg eines örtlichen Unternehmers, der mit Trinkwasserfiltern ein Vermögen gemacht hatte.
Wie viele Zuschauer fasst die Arena?
Je nach Ausbaustufe zwischen 12.100 und 15.295 Plätzen.
Weitere Vereine der 3. Liga
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- Fortuna Düsseldorf
- MSV Duisburg
- Rot-Weiss Essen
- Alemannia Aachen
- 1. FC Saarbrücken
- Preußen Münster
- SV Waldhof Mannheim
- F.C. Hansa Rostock
- SC Fortuna Köln
- SSV Jahn Regensburg
- SV Meppen
- Würzburger Kickers
- SG Sonnenhof Großaspach
- SC Verl
- VfB Stuttgart II
- TSV Havelse
- FC Viktoria Köln
- FC Ingolstadt 04
- TSG 1899 Hoffenheim II
Duelle des Vereins
Quellen: SV Wehen Wiesbaden bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · SV Wehen Wiesbaden, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Mit Wasserfiltern fing alles an, hannover96.de (abgerufen 2026-09-11) · SV Wehen Wiesbaden, FCC-Wiki (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.