Gegründet von einem Brauereibesitzer
Der Verein wurde am 17. November 1907 gegründet; erster Vorsitzender war Georg Beer, Besitzer der gleichnamigen Brauerei. Die Vereinsfarben Weiß und Rot gelten seit der Gründung — daher der Beiname Rothosen.
1908 gewannen die Kickers ihr erstes Lokalderby mit 5:0. Ein Jahr später zogen sie an die Randersackerer Straße um; beim ersten Spiel dort schlugen sie den 1. FC Nürnberg mit 5:3 — jenen Verein, der wenige Jahre später den deutschen Fußball beherrschen sollte.
Bis 1918 folgten der Aufstieg in die höchste Klasse und Spiele gegen Bayern München, 1860 und die SpVgg Fürth. Der Kriegsausbruch brachte den ersten Rückschlag.
Bis in die siebte Liga
1977/78 spielte Würzburg eine Saison in der 2. Bundesliga Süd. Danach ging es abwärts — 1983 folgte wegen finanzieller Schwierigkeiten der Abstieg, und der Verein fiel bis in die siebte Spielklasse.
Im Ligaarchiv ist das der tiefste dokumentierte Absturz eines Vereins, der zuvor im Profifußball gespielt hat.
Drei Jahre, drei Ligen
Die Rückkehr folgte einem erklärten Plan. Die sportliche Leitung rief das Projekt „3×3″ aus: in drei Jahren in die 3. Liga. Es gelang — 2012 der Aufstieg in die Regionalliga Bayern, 2015 in die 3. Liga.
Dann kam der Durchmarsch: 2016 stieg Würzburg über die Relegation gegen den MSV Duisburg direkt weiter in die 2. Bundesliga auf. Zuvor war das nur RB Leipzig gelungen. Nach 38 Jahren kehrten die Kickers in die zweite Liga zurück.
2020 folgte der nächste Aufstieg — als Zweiter hinter Bayern München II, das nicht aufstiegsberechtigt war. Im Ligaarchiv ist das ein weiterer Fall jener Reihe, in der nicht die Tabelle allein entschied.
Ligahistorie
Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Bayernliga- und Regionalligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | 3. Liga | 3. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 2 | |
| 2024/25 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 6 | |
| 2023/24 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 1 | |
| 2022/23 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 2 | |
| 2021/22 | 3. Liga | 3. Liga | 18 | |
| 2020/21 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 18 | |
| 2019/20 | 3. Liga | 3. Liga | 2 | |
| 2018/19 | 3. Liga | 3. Liga | 5 | |
| 2017/18 | 3. Liga | 3. Liga | 5 | |
| 2016/17 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 17 | |
| 2015/16 | 3. Liga | 3. Liga | 3 | |
| 2014/15 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 1 | |
| 2013/14 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 11 | |
| 2012/13 | Regionalliga Bayern | 4. Liga | 10 | |
| 2008/09 | Bayernliga | 5. Liga | 18 | |
| 1977/78 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 19 |
Verein und Stadion
Neben dem Fußball bietet der Verein Boxen und Tischtennis an. Viermal gewann er den bayerischen Toto-Pokal — 2014, 2016, 2019 und 2026.
Heimspielstätte ist die Arena am Dallenberg, die dem Verein selbst gehört.
Häufige Fragen zu den Würzburger Kickers
Wann wurden die Würzburger Kickers gegründet?
Am 17. November 1907. Erster Vorsitzender war ein Brauereibesitzer.
Woher kommt der Beiname Rothosen?
Von den Vereinsfarben Weiß und Rot, die seit der Gründung gelten.
Wie tief fiel der Verein?
Nach dem Abstieg 1983 bis in die siebte Spielklasse.
Was war das Projekt 3×3?
Der erklärte Plan, binnen drei Jahren in die 3. Liga aufzusteigen. Er ging auf.
Was war 2016 besonders?
Der Durchmarsch von der 3. Liga in die 2. Bundesliga über die Relegation gegen den MSV Duisburg — zuvor nur RB Leipzig gelungen.
Wann spielte Würzburg erstmals zweitklassig?
1977/78 in der 2. Bundesliga Süd.
Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?
Je nach Quelle 13.090 bis 13.138 Plätze.
Weitere Vereine der 3. Liga
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- Fortuna Düsseldorf
- MSV Duisburg
- Rot-Weiss Essen
- Alemannia Aachen
- 1. FC Saarbrücken
- Preußen Münster
- SV Waldhof Mannheim
- F.C. Hansa Rostock
- SC Fortuna Köln
- SSV Jahn Regensburg
- SV Meppen
- SV Wehen Wiesbaden
- SG Sonnenhof Großaspach
- SC Verl
- VfB Stuttgart II
- TSV Havelse
- FC Viktoria Köln
- FC Ingolstadt 04
- TSG 1899 Hoffenheim II
Quellen: Würzburger Kickers bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Würzburger Kickers, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Geschichte, wuerzburger-kickers.de (abgerufen 2026-09-11) · Würzburger Kickers, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.