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SpVgg Greuther FürthMeister in zwei Verbandswelten

2. Liga · 2. Bundesliga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Gegründet im Gasthaus, selbstständig 1906

Am 23. September 1903 wurde im Gasthaus Balzer in der Gustavstraße eine Spielvereinigung innerhalb eines bestehenden Vereins gegründet. Weil der Hauptverein die neue Abteilung kaum unterstützte, beschloss man am 21. November 1906 die Loslösung und gründete einen eigenen Verein.

Nach und nach kamen weitere Abteilungen dazu: Leichtathletik 1907, Ski und Gesang 1911, Tennis 1912, dann Schwimmen, Radsport und Handball.

Meistertitel aus zwei Dachverbänden

Fürth hält eine Besonderheit, die es in Deutschland kein zweites Mal gibt. Durch die Fusion mit Tuspo Fürth im Jahr 2003 kann die Spielvereinigung nicht nur Meistertitel des DFB vorweisen, sondern auch die deutsche Fußballmeisterschaft 1920 des Arbeiter-Turn- und Sportbundes.

Das ist im Ligaarchiv der einzige Fall, in dem ein Verein Titel aus zwei getrennten Verbandswelten führt — dem bürgerlichen DFB und dem Arbeitersport. Beide existierten nebeneinander, mit eigenen Ligen und eigenen Meisterschaften.

Drei Meisterschaften

Unter dem englischen Trainer William Townley wurde die SpVgg zur besten Mannschaft Bayerns. 1914 gewann sie durch ein 3:2 über den VfB Leipzig in Magdeburg die erste deutsche Meisterschaft, 1926 folgte mit einem 4:1 über Hertha BSC in Frankfurt die zweite, 1929 die dritte.

Zeitgenössische Berichte legen nahe, dass die Meistermannschaft von 1926 die beste der Vereinsgeschichte war. Sie schaffte als erstes deutsches Team einen Sieg beim FC Barcelona.

Die Fusion von 1996

Der heutige Verein entstand aus dem Zusammenschluss der SpVgg Fürth mit dem TSV Vestenbergsgreuth. Aus dieser Verbindung stammt der Doppelname.

2012/13 und 2021/22 spielte Fürth in der Bundesliga. In der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga führt der Verein — ein Rang, der sich aus vielen Spielzeiten in dieser Liga ergibt und die Seite mit Osnabrück verbindet, das dort auf Platz zehn steht.

Ein Titel durch Disqualifikation

Eine Kuriosität gehört zur Vereinsgeschichte: Bei einer deutschen Hallenmeisterschaft verlor Fürth das Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Weil ein Gladbacher Spieler bei der Dopingkontrolle auffiel, wurde die Borussia disqualifiziert und der SpVgg der Titel zuerkannt.

Ligahistorie

Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Jahre vor 1963 werden nachgetragen.

1963/642026/27
2026/272. Liga2. Bundesliga, Platz 10
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/272. Bundesliga2. Liga10laufend
2025/262. Bundesliga2. Liga16
2024/252. Bundesliga2. Liga13
2023/242. Bundesliga2. Liga8
2022/232. Bundesliga2. Liga12
2021/22Bundesliga1. Liga18Abstieg
2020/212. Bundesliga2. Liga2Aufstieg
2019/202. Bundesliga2. Liga9
2018/192. Bundesliga2. Liga13
2017/182. Bundesliga2. Liga15
2016/172. Bundesliga2. Liga8
2015/162. Bundesliga2. Liga9
2014/152. Bundesliga2. Liga14
2013/142. Bundesliga2. Liga3
2012/13Bundesliga1. Liga18Abstieg
2011/122. Bundesliga2. Liga1Meister, Aufstieg
2010/112. Bundesliga2. Liga4
2009/102. Bundesliga2. Liga11
2008/092. Bundesliga2. Liga5
2007/082. Bundesliga2. Liga6
2006/072. Bundesliga2. Liga5
2005/062. Bundesliga2. Liga5
2004/052. Bundesliga2. Liga5
2003/042. Bundesliga2. Liga9
2002/032. Bundesliga2. Liga5
2001/022. Bundesliga2. Liga5
2000/012. Bundesliga2. Liga5
1999/002. Bundesliga2. Liga7
1998/992. Bundesliga2. Liga8
1997/982. Bundesliga2. Liga9
1996/97Regionalliga Süd3. Liga2
1995/96Regionalliga Süd3. Liga8
1994/95Regionalliga Süd3. Liga3
1982/832. Bundesliga2. Liga18
1981/822. Bundesliga2. Liga14
1980/812. Bundesliga2. Liga14
1979/802. Bundesliga2. Liga7
1978/792. Bundesliga2. Liga4
1977/782. Bundesliga2. Liga6
1976/772. Bundesliga2. Liga8
1975/762. Bundesliga2. Liga10
1974/752. Bundesliga2. Liga15
1973/74Regionalliga Süd2. Liga10
1972/73Regionalliga Süd2. Liga9
1971/72Regionalliga Süd2. Liga14
1970/71Regionalliga Süd2. Liga7
1969/70Regionalliga Süd2. Liga8
1968/69Regionalliga Süd2. Liga7
1967/68Regionalliga Süd2. Liga7
1966/67Regionalliga Süd2. Liga3
1965/66Regionalliga Süd2. Liga4
1964/65Regionalliga Süd2. Liga8
1963/64Regionalliga Süd2. Liga9

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Der Ronhof

Heimspielstätte ist der Sportpark Ronhof, eröffnet 1910. Die Rivalität mit dem 1. FC Nürnberg prägt den fränkischen Fußball.

Häufige Fragen zur SpVgg Greuther Fürth

Wie oft war Fürth deutscher Meister?

Dreimal: 1914, 1926 und 1929. Dazu kommt die Meisterschaft des Arbeiter-Turn- und Sportbundes von 1920.

Was ist an den Titeln besonders?

Fürth ist der einzige deutsche Verein mit Meistertiteln aus zwei Dachverbänden — dem DFB und dem Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Wann wurde der Verein gegründet?

1903 als Abteilung, am 21. November 1906 als eigenständiger Verein. Den heutigen Namen trägt er seit der Fusion von 1996.

Woher kommt der Doppelname?

Aus der Fusion der SpVgg Fürth mit dem TSV Vestenbergsgreuth im Jahr 1996.

Was gelang der Mannschaft von 1926?

Sie war nach zeitgenössischen Berichten die beste der Vereinsgeschichte und schaffte als erstes deutsches Team einen Sieg beim FC Barcelona.

Wann spielte Fürth in der Bundesliga?

2012/13 und 2021/22.

Welchen Rang hat Fürth in der ewigen Zweitligatabelle?

Den ersten.

Weitere Vereine der 2. Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

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Duelle des Vereins

Quellen: SpVgg Greuther Fürth bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · SpVgg Greuther Fürth, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Vereinsgeschichte, sgf1903.de (abgerufen 2026-09-11) · Stadiongeschichte, sgf1903.de (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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