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Hertha BSC: Sechs Endspiele in Folge, zwei Titel

Ebene 2, 2. Bundesliga

Hertha BSC erreichte zwischen 1926 und 1931 sechsmal in Folge das Endspiel um die deutsche Meisterschaft, verlor die ersten vier und gewann die letzten beiden. 1965 wurde der Verein wegen überhöhter Handgelder zwangsweise abgestiegen.

Illustrierter niedriger Ringbau mit Pfeilerreihe vor weiter Fläche, Vereinsseite Hertha BSC
KI-generierte Illustration. Kein Bezug zu einem realen Bauwerk.

Geschichte in Epochen

Gegründet 1892, vereinigt 1923

Am 25. Juli 1892 entstand der Berliner Fußball Club Hertha 1892 als einer der ersten reinen Fußballvereine der Stadt. Nach wiederkehrenden finanziellen Streitigkeiten schloss sich die sportlich starke Hertha am 7. August 1923 mit dem finanzkräftigen Berliner Sport-Club zusammen; seither trägt der Verein den Namen Hertha BSC.

Gemeinsam erwarb man eine frühere Eisbahn und baute dort das Stadion am Gesundbrunnen, eingeweiht am 9. Februar 1924. Bekannt wurde es unter dem Spitznamen Plumpe — im Berliner Volksmund die Bezeichnung für eine Wasserpumpe.

Vier Niederlagen, dann zwei Titel

Zwischen 1926 und 1931 erreichte Hertha sechsmal in Folge das Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Die ersten vier gingen verloren. Am 22. Juni 1930 gewann der Verein dann mit 5:4 gegen Holstein Kiel den ersten Titel, ein Jahr später mit 3:2 gegen den TSV 1860 München den zweiten.

Damit war Hertha nach dem 1. FC Nürnberg erst der zweite Verein, der den Titel verteidigte. Sechs Endspiele in Folge sind bis heute eine Serie, die im Ligaarchiv kein zweiter Verein vorweist.

Der Zwangsabstieg 1965

Zur Bundesliga-Gründung 1963 durfte nur ein Verein Berlin vertreten; Hertha erhielt den Platz und gehört damit zu den 16 Gründungsmitgliedern. Zwei Jahre später folgte der Bruch: Wegen der Zahlung überhöhter Handgelder wurde der Verein 1965 zwangsweise in die Regionalliga abgestiegen.

In der Stadtliga dominierte Hertha anschließend deutlich — 58:2, 57:3 und 55:5 Punkte in drei Spielzeiten — und kehrte 1968/69 in die Bundesliga zurück.

Die frühen siebziger Jahre

1969/70 und 1970/71 beendete Hertha die Bundesliga jeweils auf Platz drei. Am 18. April 1970 gelang gegen Borussia Dortmund ein 9:1 — bis heute der höchste Bundesligasieg der Vereinsgeschichte. Im UEFA-Pokal war erst im Viertelfinale gegen Inter Mailand Schluss.

In dieselbe Zeit fällt der Bundesliga-Skandal um gekaufte Spiele in der Saison 1970/71. Auch gegen Spieler und Funktionäre von Hertha BSC wurden Strafen verhängt. Das Ligaarchiv verzeichnet das, weil es zur Vereinsgeschichte gehört; die Sperren betrafen Einzelpersonen, ein Lizenzentzug erfolgte nicht.

1978/79 erreichte Hertha das Halbfinale im Europapokal und unterlag Roter Stern Belgrad.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der Bundesliga und der 2. Bundesliga, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Zeit vor 1963 und die Regionalligajahre werden nachgetragen.

1. Liga2. Liga3. LigaRegionalligaOberliga19632026
Ligazugehörigkeit aus dem Datenbestand des Ligaarchivs. Stand 6. September 2026.
Ebene 1Ebene 2Ebene 3Ebene 4Ebene 5

Im Ligaarchiv sind für Hertha BSC seit 1947 39 Saisons auf Ebene 1, 19 Saisons auf Ebene 2 erfasst. Die jüngste erfasste erstklassige Spielzeit war 2022/23. Aktuell wird die Saison 2026/27 in der 2. Bundesliga geführt. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.

Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaEbenePlatzEreignis
2026/272. Bundesliga2laufend
2025/262. Bundesliga27
2024/252. Bundesliga211
2023/242. Bundesliga29
2022/23Bundesliga118
2021/22Bundesliga116
2020/21Bundesliga114
2019/20Bundesliga110
2018/19Bundesliga111
2017/18Bundesliga110
2016/17Bundesliga16
2015/16Bundesliga17
2014/15Bundesliga115
2013/14Bundesliga111
2012/132. Bundesliga21
2011/12Bundesliga116
2010/112. Bundesliga21
2009/10Bundesliga118
2008/09Bundesliga14
2007/08Bundesliga110
2006/07Bundesliga110
2005/06Bundesliga16
2004/05Bundesliga14
2003/04Bundesliga112
2002/03Bundesliga15
2001/02Bundesliga14
2000/01Bundesliga15
1998/99Bundesliga13
1997/98Bundesliga111
1996/972. Bundesliga23
1995/962. Bundesliga214
1994/952. Bundesliga211
1993/942. Bundesliga211
1992/932. Bundesliga25
1991/922. Bundesliga23
1990/91Bundesliga118
1989/902. Bundesliga21
1988/892. Bundesliga213
1985/862. Bundesliga217
1984/852. Bundesliga214
1983/842. Bundesliga211
1982/83Bundesliga118
1981/822. Bundesliga22
1980/812. Bundesliga23
1979/80Bundesliga116
1978/79Bundesliga114
1977/78Bundesliga13
1976/77Bundesliga110
1975/76Bundesliga111
1974/75Bundesliga12
1973/74Bundesliga18
1972/73Bundesliga113
1971/72Bundesliga16
1970/71Bundesliga13
1969/70Bundesliga13
1968/69Bundesliga114
1964/65Bundesliga114
1963/64Bundesliga114

Für 1 von 58 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Erfolge

WettbewerbAnzahl
Deutsche Meisterschaft2
Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel6

Zwei deutsche Meisterschaften 1930 und 1931, dazu vier verlorene Endspiele zwischen 1926 und 1929 sowie zwei Siege im DFB-Ligapokal 2001 und 2002. Die Meisterschaften stammen aus der Zeit vor der Bundesliga und werden in der Tabelle gesondert ausgewiesen.

Olympiastadion

Heimspielstätte ist das Olympiastadion mit 74.475 Plätzen. In den Spitzenjahren kamen dort bis zu 85.000 Zuschauer, etwa 1970/71 gegen den 1. FC Köln.

Derbys und Rivalitäten

Seit dem Aufstieg des 1. FC Union Berlin 2019 gibt es wieder ein Berliner Bundesligaderby. Historisch stehen daneben Tennis Borussia Berlin und der BFC Dynamo.

Häufige Fragen zu Hertha BSC

Wie oft war Hertha BSC deutscher Meister?

Zweimal, 1930 und 1931. Beide Titel stammen aus der Zeit vor der Bundesliga.

Warum stieg Hertha 1965 zwangsweise ab?

Wegen der Zahlung überhöhter Handgelder. Der Verein musste in die Regionalliga und kehrte 1968/69 zurück.

War Hertha in den Bundesliga-Skandal verwickelt?

Ja. Im Zuge des Skandals um die Saison 1970/71 wurden auch Spieler und Funktionäre von Hertha BSC bestraft. Ein Lizenzentzug erfolgte nicht.

Was ist der höchste Bundesligasieg von Hertha?

Ein 9:1 gegen Borussia Dortmund am 18. April 1970.

Wie viele Endspiele erreichte Hertha in Folge?

Sechs zwischen 1926 und 1931. Die ersten vier gingen verloren, die letzten beiden wurden gewonnen.

Was war die Plumpe?

Der Spitzname des Stadions am Gesundbrunnen, das 1924 eingeweiht wurde. Plumpe ist berlinerisch für Wasserpumpe.

Wann wurde Hertha BSC gegründet?

Am 25. Juli 1892; den heutigen Namen trägt der Verein seit der Fusion mit dem Berliner Sport-Club 1923.

Wie viele Zuschauer fasst das Olympiastadion?

74.475 Plätze.

Weitere Vereine der 2. Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite 2. Bundesliga

Quellen: Hertha BSC bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-05) · Hertha BSC, Wikipedia (abgerufen 2026-09-05) · Hertha BSC, Berlin Sportmetropole (abgerufen 2026-09-05) · Deutsche Meisterschaft 1930, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-05) · Deutsche Meisterschaft 1931, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-05)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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HN

Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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