Abgespalten 2007, gegründet 1846
Die Jahreszahl im Vereinsnamen führt weit zurück: 1846 verweist auf den Ursprung des Turnvereins, aus dem der Heidenheimer Sportbund hervorging. Der heutige Verein entstand allerdings erst 2007 durch die Abspaltung der Fußballabteilung des Sportbunds als 1. Fußballclub Heidenheim 1846.
Im Ligaarchiv ist das dieselbe Konstruktion wie beim FC Oberlausitz Neugersdorf, wo sich die Fußballabteilung 1992 herauslöste, und bei der TSG Neustrelitz. Der Unterschied liegt in dem, was danach geschah.
Vier Ligen in sechzehn Jahren
Zum Zeitpunkt der Abspaltung spielte die Mannschaft in der Oberliga Baden-Württemberg, damals vierthöchste Spielklasse. Was folgte:
- 2008/09 Aufstieg in die 3. Liga
- 2013/14 Aufstieg in die 2. Bundesliga
- 2022/23 Aufstieg in die Bundesliga
- 2023/24 achter Platz in der ersten Bundesligasaison und Qualifikation für die UEFA Conference League
Die Konstellation ist bemerkenswert: Einen Mäzen gibt es beim 1. FC Heidenheim nicht. Das unterscheidet den Aufstieg von den Fällen Hoffenheim und RB Leipzig, deren Wege im Ligaarchiv ebenfalls verzeichnet sind.
Ein Trainer seit 2007
Der zentrale Name ist Frank Schmidt, geboren in Heidenheim an der Brenz. Er beendete 2007 beim Heidenheimer SB seine Spielerlaufbahn und übernahm im selben Jahr das Traineramt beim Nachfolgeverein — und führte die Mannschaft von der vierten Liga bis in die Bundesliga.
2023 wurde er dienstältester Trainer in der Geschichte des deutschen Fußballs. Im Ligaarchiv ist das der längste dokumentierte Amtszeitraum eines Trainers bei einem Verein.
Neben ihm steht Holger Sanwald, seit den Anfängen Vorstandsvorsitzender und seit Ende 2017 Mitglied des DFB-Vorstands. Über den eigenen Weg sagte er: Er wundere sich noch immer über den Aufstieg, das alles sei nie sein Ziel gewesen.
Ligahistorie
Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 5 | laufend |
| 2025/26 | Bundesliga | 1. Liga | 17 | Abstieg |
| 2024/25 | Bundesliga | 1. Liga | 16 | |
| 2023/24 | Bundesliga | 1. Liga | 8 | |
| 2022/23 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 1 | Meister, Aufstieg |
| 2021/22 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 6 | |
| 2020/21 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 8 | |
| 2019/20 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 3 | |
| 2018/19 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 5 | |
| 2017/18 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 13 | |
| 2016/17 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 6 | |
| 2015/16 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 11 | |
| 2014/15 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 8 | |
| 2013/14 | 3. Liga | 3. Liga | 1 | |
| 2012/13 | 3. Liga | 3. Liga | 5 | |
| 2011/12 | 3. Liga | 3. Liga | 4 | |
| 2010/11 | 3. Liga | 3. Liga | 9 | |
| 2009/10 | 3. Liga | 3. Liga | 6 | |
| 2008/09 | Regionalliga Süd | 4. Liga | 1 |
Der größte Verein Ostwürttembergs
Mit 13.000 Mitgliedern ist der 1. FC Heidenheim der größte Verein Ostwürttembergs. Heidenheim an der Brenz liegt zwischen Stuttgart und Augsburg.
Damit steht der FCH in der Reihe jener Vereine, deren Spielklasse nicht zur Ortsgröße passt — neben Elversberg, Homburg und Großaspach.
Heimspielstätte ist die Voith-Arena auf dem Schlossberg.
Häufige Fragen zum 1. FC Heidenheim
Wann wurde der 1. FC Heidenheim gegründet?
2007, durch Abspaltung der Fußballabteilung des Heidenheimer Sportbunds. Die Jahreszahl 1846 verweist auf den Ursprung des Turnvereins.
Wie schnell stieg Heidenheim auf?
Von der vierten Liga 2007 bis in die Bundesliga 2023 — in sechzehn Jahren über drei Aufstiege.
Wer ist Frank Schmidt?
Der Trainer seit 2007, geboren in Heidenheim. 2023 wurde er dienstältester Trainer in der Geschichte des deutschen Fußballs.
Hat der Verein einen Mäzen?
Nein. Der Aufstieg gelang ohne einen einzelnen Geldgeber.
Wann spielte Heidenheim international?
2024/25 in der UEFA Conference League, nach dem achten Platz in der ersten Bundesligasaison.
Wie viele Mitglieder hat der Verein?
13.000 — der größte Verein Ostwürttembergs.
Wie viele Zuschauer fasst die Voith-Arena?
15.000 Plätze.
Weitere Vereine der 2. Bundesliga
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- 1. FC Nürnberg
- 1. FC Kaiserslautern
- Hertha BSC
- Hannover 96
- Karlsruher SC
- Eintracht Braunschweig
- SpVgg Greuther Fürth
- VfL Wolfsburg
- VfL Bochum
- Arminia Bielefeld
- FC St. Pauli
- Holstein Kiel
- SV Darmstadt 98
- VfL Osnabrück
- SG Dynamo Dresden
- FC Energie Cottbus
- 1. FC Magdeburg
Zur Staffelseite 2. Bundesliga
Duelle des Vereins
Quellen: 1. FC Heidenheim bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · 1. FC Heidenheim, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Voith-Arena, fc-heidenheim.de (abgerufen 2026-09-11) · Frank Schmidt, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Vom Dorfverein nach Europa, fcbayern.com (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.