Ligaarchiv

Ligen / 2. Bundesliga / Brandenburg

Energie CottbusDer erste Regionalligist im Pokalfinale

2. Liga · 2. Bundesliga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Gegründet 1963, benannt 1966

Der Verein entstand 1963 als SC Cottbus und wurde 1966 in BSG Energie Cottbus umbenannt. 1990 wurde die Betriebssportgemeinschaft aufgelöst und der Verein trägt seither den Namen FC Energie Cottbus. Die Vereinsfarben sind seit der Gründung Rot und Weiß.

Die Vorgeschichte reicht weiter: Die Spieler des SC Aktivist Brieske-Senftenberg, der in den fünfziger Jahren in der DDR-Oberliga spielte, schlossen sich 1963 dem neuen Sportclub in Cottbus an. Die Reservemannschaft blieb zurück und bildete eine eigene Betriebssportgemeinschaft, aus der ein bis heute bestehender Verein hervorging.

Siebenundfünfzig Spiele ohne Niederlage

Die Saison 1996/97 ist die außergewöhnlichste der Vereinsgeschichte. Energie blieb in 57 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage und beendete die Regionalliga als Tabellenerster mit 82 Punkten. In zwei Aufstiegsspielen setzte sich die Mannschaft gegen den Ex-Bundesligisten Hannover 96 durch.

Als Regionalligist ins Pokalfinale

Eine Woche nach dem Aufstieg stand Energie im Endspiel um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion — als erster Regionalligist überhaupt.

Auf dem Weg dorthin lag ein Halbfinale, das man sich merkt: Beim 3:0 gegen den Karlsruher SC musste am Nachmittag wegen eines Schneesturms das Flutlicht angeschaltet werden. Das Endspiel ging mit 0:2 gegen den VfB Stuttgart verloren.

Im Ligaarchiv steht dieser Lauf neben Arminia Bielefeld, das 2025 als erster Drittligist seit 2001 das Finale erreichte — beide Male scheiterte die Mannschaft aus der unteren Liga am VfB Stuttgart.

Elf Ausländer in der Startelf

Von 2000 bis 2003 und von 2006 bis 2009 spielte Energie Cottbus in der Bundesliga. In diese Zeit fällt ein Vorgang, der Ligageschichte schrieb: Am 6. April 2001 schickte Trainer Eduard Geyer beim 0:0 gegen den VfL Wolfsburg erstmals in der Bundesligageschichte eine Startelf mit elf Ausländern auf den Rasen.

Der Hintergrund war wirtschaftlich. Die Lausitz war keine Region, in der Geld für Ablösesummen zur Verfügung stand; der Verein suchte andere Lösungen.

Ligahistorie

Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Insgesamt kommen elf Zweitligaspielzeiten zwischen 1997 und 2014 zusammen.

1994/952026/27
2026/272. Liga2. Bundesliga, Platz 9
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/272. Bundesliga2. Liga9laufend
2025/263. Liga3. Liga2
2024/253. Liga3. Liga4
2023/24Regionalliga Nordost4. Liga1
2022/23Regionalliga Nordost4. Liga1
2021/22Regionalliga Nordost4. Liga3
2020/21Regionalliga Nordost4. Liga8
2018/193. Liga3. Liga17
2017/18Regionalliga Nordost4. Liga1
2016/17Regionalliga Nordost4. Liga2
2015/163. Liga3. Liga19
2014/153. Liga3. Liga7
2013/142. Bundesliga2. Liga18
2012/132. Bundesliga2. Liga8
2011/122. Bundesliga2. Liga14
2010/112. Bundesliga2. Liga6
2009/102. Bundesliga2. Liga9
2008/09Bundesliga1. Liga16Abstieg
2007/08Bundesliga1. Liga14
2006/07Bundesliga1. Liga13
2005/062. Bundesliga2. Liga3Aufstieg
2004/052. Bundesliga2. Liga14
2003/042. Bundesliga2. Liga4
2002/03Bundesliga1. Liga18
2001/02Bundesliga1. Liga13
2000/01Bundesliga1. Liga14
1999/002. Bundesliga2. Liga3
1998/992. Bundesliga2. Liga11
1997/982. Bundesliga2. Liga8
1996/97Regionalliga Nordost3. Liga1
1995/96Regionalliga Nordost3. Liga3
1994/95Regionalliga Nordost3. Liga7

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Der lange Weg zurück

2014 stieg der Verein in die 3. Liga ab, 2016 in die Regionalliga. Auf den Aufstieg 2017/18 folgte der direkte Wiederabstieg. Seit 2024/25 spielte Energie wieder drittklassig — und stieg 2026 als Zweiter in die 2. Bundesliga auf.

Heimspielstätte ist das Stadion der Freundschaft an der Spree.

Häufige Fragen zu Energie Cottbus

Wann wurde Energie Cottbus gegründet?

1963 als SC Cottbus, 1966 umbenannt in BSG Energie Cottbus. Den heutigen Namen trägt der Verein seit 1990.

Was war 1996/97 besonders?

Energie blieb in 57 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage und wurde mit 82 Punkten Tabellenerster.

Welcher Regionalligist stand im Pokalfinale?

Energie Cottbus 1997 — als erster überhaupt. Das Endspiel ging 0:2 gegen den VfB Stuttgart verloren.

Was geschah im Halbfinale 1997?

Beim 3:0 gegen den Karlsruher SC musste wegen eines Schneesturms am Nachmittag das Flutlicht eingeschaltet werden.

Wann spielte Cottbus mit elf Ausländern?

Am 6. April 2001 gegen den VfL Wolfsburg — erstmals in der Bundesligageschichte.

Wann spielte Energie in der Bundesliga?

Von 2000 bis 2003 und von 2006 bis 2009.

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?

22.528 Plätze, davon 10.949 Sitzplätze.

Weitere Vereine der 2. Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite 2. Bundesliga

Duelle des Vereins

Quellen: Energie Cottbus bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Energie Cottbus, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Energie Cottbus und 50 verrückte Jahre, weltfussball.de (abgerufen 2026-09-11) · Energie Cottbus, CottbusWiki (abgerufen 2026-09-11) · FC Energie Cottbus, Stadt Cottbus (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

Fehler gefunden? Korrektur an team@ligaarchiv.de melden

HN

Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

Vereinsbindung: Borussia Dortmund (Bundesliga) · berlinecho.de · Beiträge