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Ostfriesland-StadionEin Name, den die Fans vergaben

7.200 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Das Emder Stadion trug in dreißig Jahren sechs Namen — darunter einen, den die Anhänger selbst wählten. Der geplante Neubau auf einem Kasernengelände scheiterte 2009 an den Finanzen.

Eröffnet 1950

Seit 1950 trägt Kickers Emden seine Heimspiele im Stadtteil Früchteburg aus. Zuvor spielte der Verein auf der Anlage eines anderen Emder Klubs; der Platz des Muttervereins war nach dem Landesligaaufstieg 1947 zu klein geworden.

Anfang der neunziger Jahre wurde die Anlage schrittweise von einem Rund mit einfachen Stehtraversen zu einem Stadion ausgebaut — 1991 kam eine Flutlichtanlage aus sechs Strahlern dazu, 1994 sechs neue Traversen auf der Gegengeraden.

Sechs Namen in dreißig Jahren

  • 1950 bis Mitte der neunziger Jahre Kickers-Stadion, im Volksmund Kickers-Platz
  • 1998 bis 2005 benannt nach einem langjährigen Präsidenten und Hauptsponsor
  • danach nach der Firma eines Sponsors — umbenannt nach Querelen mit der Witwe des verstorbenen Präsidenten
  • übergangsweise Deichkicker-Arena, ein von den Fans gewählter Name
  • seit dem 8. April 2011 Ostfriesland-Stadion

Im Ligaarchiv ist der Zwischenname Deichkicker-Arena der einzige Fall eines von Anhängern vergebenen Stadionnamens.

Der Neubau, der zweimal scheiterte

Die Lage mitten im Wohngebiet begrenzt die Anlage. Mehrfach wurde über einen Neubau auf dem benachbarten Gelände einer ehemaligen Kaserne diskutiert; im Juli 2007 entstand dafür ein Förderverein.

2009 scheiterte der Plan an den Finanzen. Mit dem Rückzug aus der 3. Liga wurde ein Ausbau ohnehin entbehrlich.

Damit gehört Emden zu jenen Fällen im Bestand, in denen die Lage im Wohngebiet die Entwicklung bestimmt — wie in Regensburg, wo der Neubau kam, und am Böllenfalltor, wo sie die Parkplätze begrenzt. Bemerkenswert ist der geplante Standort: eine ehemalige Kaserne — dieselbe Art Fläche, auf der in Mönchengladbach tatsächlich gebaut wurde.

Von 12.000 auf 7.200

Der Zuschauerrekord stammt aus der Saison 1993/94: offiziell 12.000 Zuschauer beim letzten Punktspiel gegen die Amateure des Hamburger SV, das die Meisterschaft brachte.

Seit Beginn der Saison 2005/06 liegt die Kapazität bei 7.200 Plätzen — zurückzuführen auf Sicherheitsbestimmungen des DFB.

Nach dem Regionalligaaufstieg 2005 wurde die Infrastruktur weiter ausgebaut: ein Gästebereich für bis zu 2.000 Zuschauer, eine überdachte Tribüne für Heimfans und 2008 eine Stahlrohrtribüne mit 500 Sitzplätzen. Letztere wurde inzwischen wieder abgebaut, weil die Sitzplätze gemietet waren.

Häufige Fragen zum Ostfriesland-Stadion

Wie viele Zuschauer fasst das Ostfriesland-Stadion?

7.200 Plätze seit 2005/06, begrenzt durch Sicherheitsbestimmungen des DFB.

Wie hoch ist der Zuschauerrekord?

Offiziell 12.000 in der Saison 1993/94 gegen die Amateure des Hamburger SV.

Wann wurde das Stadion eröffnet?

1950.

Warum wurde kein neues Stadion gebaut?

Der Plan für einen Neubau auf einem ehemaligen Kasernengelände scheiterte 2009 an den Finanzen.

Was war die Deichkicker-Arena?

Ein übergangsweise von den Fans vergebener Stadionname.

Seit wann heißt es Ostfriesland-Stadion?

Seit dem 8. April 2011.

Quellen: Ostfriesland-Stadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Ostfriesland-Stadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Kickers Emden, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Geschichte, kickers.de (abgerufen 2026-09-11)

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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