Ein Verein aus vielen Zusammenschlüssen
Der HSC Hannover, offiziell Hannoverscher Sport-Club von 1893, entstand am 15. Januar 1946 aus der Spielvereinigung Hannover 1897 und den Mitgliedern der Freien Turnerschaft 1893 List, eines 1933 aufgelösten Arbeitersportvereins. Die Spielvereinigung war ihrerseits das Ergebnis mehrerer Fusionen; ihr ältester Bestandteil, der Fußsport-Verein 1897, war ein reiner Rugbyverein und wurde 1909 Deutscher Meister im Rugby.
Das Ligaarchiv ordnet den HSC deshalb als Fusionsverein ein. Neben Fußball bietet er unter anderem Handball, Tennis und Segeln an.
Die Elf vom Gasometer
Der HSC Hannover ließ sich nach dem Zweiten Weltkrieg an der Constantinstraße im Stadtteil List nieder, auf einem Gelände, das die Freie Turnerschaft eingebracht hatte. Der Platz lag zwischen einem Gasometer und einer Müllkippe; daher stammt der Beiname „Elf vom Gasometer“.
1949 gehörte der HSC zu den Gründungsmitgliedern der damals zweitklassigen Amateuroberliga Niedersachsen. Er stieg 1952 ab, kehrte 1956 als Meister der Amateurliga Hannover zurück und blieb bis 1964. Mit der Ligareform jenes Jahres fiel er in die Verbandsliga Süd.
Vom Bezirk zurück in die Regionalliga
Der HSC Hannover fiel nach 1977 bis in die Bezirksliga zurück und spielte von 2002 bis 2013 durchgehend in der Bezirksliga Hannover. Danach ging es schnell: Aufstieg in die Landesliga 2013, in die Oberliga 2016, direkter Abstieg 2017, Rückkehr 2018 und 2019 als Oberligameister der Durchmarsch in die Regionalliga Nord.
Dort profitierte der HSC 2019/20 vom pandemiebedingten Abbruch: Er war Tabellenletzter, der Abstieg wurde ausgesetzt. Nach der annullierten Saison 2020/21 stieg er 2021/22 als 18. ab. 2023 ging es trotz Platz 12 in der Oberliga eine weitere Klasse tiefer, weil vier niedersächsische Mannschaften aus der Regionalliga abstiegen und der Vizemeister Lupo Martini Wolfsburg den Aufstieg verpasste.
Es folgten zwei Meisterschaften in Serie: 2024 in der Landesliga, nur um zwei Tore vor dem TSV Wetschen, und 2025 in der Oberliga Niedersachsen. 2025/26 wurde der HSC in der Regionalliga Nord 13.
Ligahistorie
Erfasst sind die Spielzeiten des HSC Hannover in der Oberliga Niedersachsen und der Regionalliga Nord ab 2016/17 mit Platz, Quelle und Abrufdatum. Die annullierte Saison 2020/21 hat keine Wertung; das Landesligajahr 2023/24 liegt unterhalb der 5. Liga und wird deshalb nicht geführt.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2025/26 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 13 | |
| 2024/25 | Oberliga Niedersachsen | 5. Liga | 1 | Meister, Aufstieg |
| 2022/23 | Oberliga Niedersachsen | 5. Liga | 12 | Abstieg |
| 2021/22 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 18 | Abstieg |
| 2019/20 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 18 | |
| 2018/19 | Oberliga Niedersachsen | 5. Liga | 1 | Meister, Aufstieg |
| 2016/17 | Oberliga Niedersachsen | 5. Liga | 15 | Abstieg |
HSC-Stadion an der Constantinstraße
Der HSC Hannover spielt seit 1953 im HSC-Stadion an der Constantinstraße, einem reinen Fußballplatz mit Naturrasen und kleiner überdachter Tribüne für rund 3.000 Zuschauer. Von Juli 2019 bis Juni 2021 trug die Anlage aufgrund eines Namensrechtevertrags den Namen VW Podbi Sportpark.
Eine eigene Stadionseite führt das Ligaarchiv noch nicht, weil für das Stadion bislang keine eigenständige Quelle mit Bau- und Kapazitätsdaten vorliegt.
Hannover in der Regionalliga Nord
Der HSC Hannover ist in der Saison 2026/27 einer von zwei Hannoveraner Vereinen in der Regionalliga Nord; der andere ist die zweite Mannschaft von Hannover 96. Als Lokalrivale der Nachkriegszeit gilt Werder Hannover, gegen den der HSC 1946 die Qualifikation zur Oberliga Niedersachsen-Süd verlor.
Häufige Fragen zum HSC Hannover
Wann wurde der HSC Hannover gegründet?
Der heutige Verein entstand am 15. Januar 1946 durch einen Zusammenschluss. Die Jahreszahl 1893 im Namen stammt von der Freien Turnerschaft List.
In welcher Liga spielt der HSC Hannover?
In der Saison 2026/27 in der Regionalliga Nord (4. Liga), seiner zweiten Spielzeit in Folge dort.
Wie viele Zuschauer fasst das HSC-Stadion?
Rund 3.000, auf einem reinen Fußballplatz mit kleiner überdachter Tribüne.
Zu welchem Verband gehört der HSC, und welche Stufe ist die Regionalliga Nord?
Der HSC Hannover gehört zum Niedersächsischen Fußballverband. Die Regionalliga Nord ist die 4. Liga.
Was ist die höchste Spielklasse, die der HSC erreicht hat?
Nach 1945 die damals zweitklassige Amateuroberliga Niedersachsen (1949–1952 und 1956–1964). Die Vorgängerin Spielvereinigung 1897 spielte 1934/35 in der erstklassigen Gauliga Niedersachsen.
Weitere Vereine der Regionalliga Nord
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- VfB Oldenburg
- VfB Lübeck
- Hamburger SV II
- Hannover 96 II
- Bremer SV
- FC St. Pauli II
- Kickers Emden
- Eimsbütteler TV
- 1. FC Phönix Lübeck
- SC Weiche Flensburg 08
- SV Atlas Delmenhorst
- SV Todesfelde
- Eintracht Norderstedt
- SSV Jeddeloh
- SV Drochtersen/Assel
- FSV Schöningen
Zur Staffelseite Regionalliga Nord
Quellen: HSC Hannover, Wikipedia (abgerufen 2026-10-02) · HSC Hannover bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-10-02) · Fußball-Regionalliga Nord 2026/27, Wikipedia (Teilnehmer und Stadien) (abgerufen 2026-10-02) · Fußball-Oberliga Niedersachsen 2016/17, Wikipedia (abgerufen 2026-10-02) · Fußball-Oberliga Niedersachsen 2018/19, Wikipedia (abgerufen 2026-10-02) · Fußball-Regionalliga Nord 2019/20, Wikipedia (abgerufen 2026-10-02)
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