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Ligen / Regionalliga Nord

Regionalliga NordWo die großen Spiele anderswo stattfanden

4. Liga 17 Vereine im Archiv

Kurz gesagt

In keiner anderen Staffel mussten so viele Vereine ihre wichtigsten Heimspiele auswärts austragen — mal wegen der Stadiongröße, mal wegen einer Fankurve, die nicht freigegeben wurde.

Die Regionalliga Nord umfasst achtzehn Mannschaften aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein — vier Landesverbänden im Norden Deutschlands.

Eine Eigenheit dieser Staffel zeigt sich beim Blick auf die Stadien: Kein anderer Bereich des deutschen Fußballs kennt so viele Vereine, die ihre wichtigsten Heimspiele anderswo austragen mussten.

Tabelle der Saison 2026/27

Platz Verein Hinweis
1 VfB Oldenburg
2 SC Weiche Flensburg 08
3 Hannover 96 II Zweitvertretung
4 FSV Schöningen keine eigene Seite
5 SV Drochtersen/Assel
6 1. FC Phönix Lübeck
7 Eimsbütteler TV keine eigene Seite
8 Eintracht Norderstedt
9 SV Todesfelde keine eigene Seite
10 HSC Hannover keine eigene Seite
11 SV Atlas Delmenhorst keine eigene Seite
12 Hamburger SV II Zweitvertretung
13 Kickers Emden
14 Werder Bremen II Zweitvertretung
15 Bremer SV
16 FC St. Pauli II Zweitvertretung
17 SSV Jeddeloh keine eigene Seite
18 VfB Lübeck

Stand der Tabelle: 11. September 2026. Quelle: Wikipedia, Fußball-Regionalliga Nord 2026/27.

Vier Wege, ein Problem

Vier Vereine dieser Staffel standen vor derselben Frage — ihr Stadion war für das größte Spiel der Vereinsgeschichte zu klein. Die Antworten fielen unterschiedlich aus:

  • Drochtersen/Assel baute Zusatztribünen und verdreifachte die Kapazität für einen Nachmittag. Gegen Bayern München blieb das Spiel im Dorf, weil es auf 14:30 Uhr gelegt wurde — die alte Flutlichtanlage hätte für eine Abendübertragung nicht gereicht.
  • Bremer SV wich aus: ins Weserstadion gegen Bayern, nach Oldenburg gegen Schalke.
  • Phönix Lübeck fand in der eigenen Stadt kein Stadion. Die Lohmühle des Stadtrivalen schied aus, weil die Kurve der dortigen Fanszene nicht freigegeben wurde — gespielt wurde in Hamburg.
  • Eintracht Norderstedt profitierte umgekehrt: Weil die zweite Mannschaft des HSV dort von 2008 bis 2013 spielte, wurde die Anlage regionalligatauglich umgebaut — rechtzeitig zum eigenen Aufstieg.

Zwei Kapazitätsgrenzen, die kein Zufall sind

Zwei Anlagen dieser Staffel tragen auffällige Zahlen: Das Stadion am Panzenberg in Bremen ist für exakt 4.999 Zuschauer zugelassen — ab 5.000 gelten strengere Auflagen für Versammlungsstätten.

Und beim Stadion an der Lohmühle stehen 15.292 gebauten Plätzen nur 10.434 nutzbare gegenüber, wegen Auflagen für Brandschutz und Medienbereiche.

Das Stadion, das 73 Jahre ohne Flutlicht auskam

Das Marschweg-Stadion in Oldenburg wurde ab 1948 auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet und 1951 eingeweiht. Fest installiertes Flutlicht erhielt es erst am 25. April 2024 — dreiundsiebzig Jahre später. Für die 3. Liga, in die der VfB 2022 aufstieg, genügte die Anlage deshalb nicht.

Vier Zweitvertretungen

Vier der achtzehn Mannschaften sind zweite Teams von Profivereinen: Hannover 96 II, Hamburger SV II, Werder Bremen II und FC St. Pauli II. Für sie gelten eigene Regeln — kein Aufstieg in die 2. Bundesliga, kein DFB-Pokal, Zwangsabstieg bei Abstieg der ersten Mannschaft. Näheres steht auf der Seite zu den Zweitvertretungen.

Zum Vergleich: In der West-Staffel sind es sechs, in der Südwest-Staffel vier, in der Nordost-Staffel zwei.

Sechs Vereine ohne eigene Seite

Für sechs weitere Vereine dieser Staffel führt das Ligaarchiv bislang keine Einzelseite, weil die belegbare Ligahistorie noch nicht für drei entitätsspezifische Fakten aus Primärquellen reicht. Sobald weitere Spielzeiten hinzukommen, ändert sich das.

Häufige Fragen zur Regionalliga Nord

Welche Bundesländer umfasst die Regionalliga Nord?

Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Wie viele Zweitvertretungen spielen in der Staffel?

Vier.

Welches ist das größte Stadion der Staffel?

Das Stadion an der Lohmühle in Lübeck mit 15.292 gebauten Plätzen — nutzbar sind 10.434.

Welcher Verein spielte sein Pokalheimspiel in einer anderen Stadt?

Gleich mehrere: der Bremer SV, Phönix Lübeck und andere. Die Gründe reichen von zu kleinen Stadien bis zu einer nicht freigegebenen Fankurve.

Warum haben nicht alle Vereine eine eigene Seite?

Vier sind Zweitvertretungen, bei sechs weiteren reicht die belegbare Ligahistorie noch nicht.

Welches Stadion bekam erst 2024 Flutlicht?

Das Marschweg-Stadion in Oldenburg, eröffnet 1951.

Die 17 Vereine im Archiv

Stadien der Staffel

VfB Lübeck15.292VfB Oldenburg15.200SV Atlas Delmenhorst12.000Hamburger SV II8.000Kickers Emden7.200Eintracht Norderstedt5.068FC St. Pauli II5.068Hannover 96 II5.001
Stadionkapazitäten der Staffel im Vergleich. Quelle: Wikidata und Vereinswebsites, Stand 22. Oktober 2026.

Auf- und Abstieg

Die Regelung dieser Staffel steht im Vergleich der Auf- und Abstiegsregelungen aller 21 Landesverbände.