Gegründet von Oberrealschülern, 1897
Am 17. Oktober 1897 gründeten Oberrealschüler den F.C. Oldenburg — den ältesten Fußballverein der Stadt und die Urzelle des heutigen VfB. 1919 folgte die Fusion mit dem FV Germania 1903 Oldenburg zum heutigen Namen.
Der Verein hat über 1.000 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Volleyball, Cricket, Darts und Jakkolo; früher bestanden auch Abteilungen für Boxen und Eishockey. Die Cricket-Abteilung spielt in der höchsten deutschen Spielklasse — im Ligaarchiv ist das nach dem FC Viktoria 1889 Berlin der zweite Verein mit nennenswerter Cricket-Tradition.
Sieben Jahre erstklassig, 24 Jahre zweitklassig
Der VfB gehörte sieben Jahre der damals erstklassigen Oberliga Nord an und 24 Jahre der jeweils zweithöchsten Spielklasse.
1980/81 spielte er in der 2. Bundesliga Nord — und musste wegen der Zusammenlegung der beiden Zweitligastaffeln sofort wieder absteigen. Dieselbe Ligareform kostete im selben Jahr auch den 1. FC Bocholt die Spielklasse und machte in Paderborn eine gewonnene Meisterschaft folgenlos. Ein Vorgang, drei Vereine.
Assauer, Sidka und der verpasste Aufstieg
Die erfolgreichste Zeit lag zwischen 1989 und 1993. Mit Rudi Assauer wurde erstmals in der Vereinsgeschichte ein Manager installiert, Trainer war Wolfgang Sidka.
1991/92 verpasste der VfB den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp. Ein Jahr später stieg die Mannschaft mit über neunzig Gegentoren ab. 1996 gelang als Meister der Regionalliga Nord die Rückkehr in die zweite Liga.
Der Verkauf der Hölle des Nordens
Die traditionelle Heimat war das vereinseigene Stadion Donnerschwee, 1920 aus einer alten Radrennbahn umgebaut und von den Anhängern Hölle des Nordens genannt. Das größere städtische Marschweg-Stadion wurde nur vereinzelt für Spiele mit großem Zuschauerandrang genutzt.
1991 zwang die Schuldenlage den Verein zum Verkauf. Am 16. Juni 1991 verabschiedete sich der VfB mit einem 2:2 gegen den SC Freiburg von Donnerschwee und zog dauerhaft ins Marschweg-Stadion um. Bei Fans und Mitgliedern ist der Verkauf bis heute umstritten.
Im Ligaarchiv ist das der dritte Verein, dessen Stadion aus einer Radrennbahn hervorging — nach Wuppertal, wo die Bahn den Ruf des Stadions begründete, und Frankfurt, wo sie zum Sportpark gehörte. Hier wurde die Bahn zum Stadion umgebaut.
2000 wurde ein Insolvenzverfahren abgeschlossen; der Verein war damit wieder schuldenfrei.
Ligahistorie
Erfasst sind neunzehn Spielzeiten der 2. Bundesliga, der 3. Liga und der Regionalliga Nord, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Regionalliga Nord | 4. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 3 | |
| 2024/25 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 11 | |
| 2023/24 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 5 | |
| 2022/23 | 3. Liga | 3. Liga | 18 | |
| 2019/20 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 9 | |
| 2018/19 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 9 | |
| 2017/18 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 13 | |
| 2016/17 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 8 | |
| 2015/16 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 2 | |
| 2014/15 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 10 | |
| 2013/14 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 3 | |
| 2012/13 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 10 | |
| 1996/97 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 18 | |
| 1992/93 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 22 | |
| 1991/92 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 2 | |
| 1990/91 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 12 | |
| 1980/81 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 15 |
Häufige Fragen zum VfB Oldenburg
Wann wurde der VfB Oldenburg gegründet?
Am 17. Oktober 1897 als F.C. Oldenburg, von Oberrealschülern. Den heutigen Namen trägt er seit der Fusion von 1919.
Warum stieg Oldenburg 1981 ab?
Wegen der Zusammenlegung der beiden Zweitligastaffeln — nicht wegen der Tabellenplatzierung.
Wer war Rudi Assauer beim VfB?
Der erste Manager der Vereinsgeschichte, installiert um 1990.
Was war das Stadion Donnerschwee?
Die vereinseigene Spielstätte, 1920 aus einer Radrennbahn umgebaut und Hölle des Nordens genannt. 1991 musste der Verein sie verkaufen.
Wann war der Verein wieder schuldenfrei?
Im Jahr 2000, nach Abschluss eines Insolvenzverfahrens.
Welche Abteilungen hat der Verein?
Fußball, Tischtennis, Volleyball, Cricket, Darts und Jakkolo. Die Cricket-Abteilung spielt erstklassig.
Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?
15.200 Plätze, davon 4.500 überdachte Sitzplätze.
Weitere Vereine der Regionalliga Nord
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- VfB Lübeck
- Hamburger SV II
- Hannover 96 II
- Bremer SV
- FC St. Pauli II
- Kickers Emden
- Eimsbütteler TV
- HSC Hannover
- 1. FC Phönix Lübeck
- SC Weiche Flensburg 08
- SV Atlas Delmenhorst
- SV Todesfelde
- Eintracht Norderstedt
- SSV Jeddeloh
- SV Drochtersen/Assel
- FSV Schöningen
Zur Staffelseite Regionalliga Nord
Quellen: VfB Oldenburg bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · VfB Oldenburg, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Der VfB Oldenburg, Norddeutscher Fußball-Verband (abgerufen 2026-09-11) · Marschweg Stadion, vfb-oldenburg.de (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.