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Stadion der FreundschaftLänderspiele aus zwei deutschen Staaten

22.528 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Das Stadion der Freundschaft in Cottbus entstand zwischen 1925 und 1930 und fasst 22.528 Zuschauer. Es trägt als einzige Spielstätte im Bestand einen offiziellen Namen in niedersorbischer Sprache.

Gebaut zwischen 1925 und 1930

Die Anlage im Eliaspark im Stadtteil Sandow, rund zwei Kilometer vom Stadtzentrum und direkt an der Spree, entstand zwischen 1925 und 1930. Im August 1930 kamen neue Umkleidehallen dazu, im September 1930 folgte die sportliche Einweihung.

Bemerkenswert ist, wie spät der heutige Hauptnutzer einzog: Erst Ende der sechziger Jahre wurde die Spielstätte Heimat der BSG Energie Cottbus. Zuvor spielte die Mannschaft im Stadion der Eisenbahner und im Max-Reimann-Stadion.

Der Name Stadion der Freundschaft lautet auf Niedersorbisch Stadion pśijaśelstwa — im Ligaarchiv die einzige Spielstätte mit einem offiziellen Namen in einer Minderheitensprache. Seit Dezember 2023 trägt die Anlage zusätzlich einen Sponsorennamen.

Kapazität

Das Stadion fasst 22.528 Zuschauer, davon 10.949 auf Sitzplätzen. Es ist die größte Sportstätte der Stadt; das nächstgrößere Cottbuser Stadion fasst 4.999 Plätze.

Umgebaut wurde mehrfach: 1983 bis 1988, 1995, 1997, dazu Erweiterungen 1985 und 2008. Im Mai 2026 erhielt der Verein von der Landesregierung eine Förderung von rund 1,7 Millionen Euro für die Modernisierung, nachdem ihm zuvor erneut eine Zweitligalizenz unter Auflagen erteilt worden war.

Das Muster kehrt im Ligaarchiv regelmäßig wieder: Die Liga stellt Anforderungen, das Bauwerk folgt — wie in Halberstadt, Elversberg und Sandhausen.

Länderspiele aus zwei Staaten

Die Anlage war mehrfach Austragungsort von Länderspielen — und zwar für beide deutsche Fußballverbände:

  • 21. April 1976 — erstes Länderspiel, DDR gegen Algerien, 5:0
  • 21. September 1988 — DDR gegen Polen
  • 16. November 2004 — erstmals eine gesamtdeutsche Auswahl, die U21 gegen Polen, 1:1
  • 11. Mai 2006 — die Frauennationalmannschaft gegen Irland, 1:0

Im Ligaarchiv ist das der klarste Fall eines Stadions, in dem sich die Teilung und die Wiedervereinigung im Spielplan ablesen lassen.

Häufige Fragen zum Stadion der Freundschaft

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?

22.528 Plätze, davon 10.949 Sitzplätze.

Wann wurde das Stadion gebaut?

Zwischen 1925 und 1930; die sportliche Einweihung war im September 1930.

Seit wann spielt Energie Cottbus hier?

Erst seit Ende der sechziger Jahre. Zuvor spielte die Mannschaft im Stadion der Eisenbahner und im Max-Reimann-Stadion.

Was bedeutet Stadion pśijaśelstwa?

Es ist die niedersorbische Form des Namens Stadion der Freundschaft.

Welche Länderspiele fanden hier statt?

Unter anderem DDR gegen Algerien 1976, DDR gegen Polen 1988, die U21 gegen Polen 2004 und die Frauennationalmannschaft gegen Irland 2006.

Wem gehört das Stadion?

Der Stadt Cottbus.

Quellen: LEAG Energie Stadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · LEAG Energie Stadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Stadion der Freundschaft, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · FC Energie Cottbus, Stadt Cottbus (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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