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Dietmar-Hopp-StadionVier Aufstiege an einem Ort

6.350 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Das 1999 privat finanzierte Stadion war Schauplatz von vier Aufstiegen in Folge — von der Verbandsliga bis in die Bundesliga. Eingeweiht wurde es gegen den Champions-League-Finalisten.

Eröffnet gegen den Champions-League-Finalisten

Das Stadion wurde 1999 zum hundertsten Geburtstag der TSG 1899 Hoffenheim fertiggestellt, zusammen mit einem benachbarten Kunstrasenplatz. Es ersetzte den alten Sportplatz und das frühere Vereinsheim und bot zunächst 5.000 Plätze, darunter 1.620 überdachte Sitzplätze.

Die Eröffnung war für einen Verbandsligisten ungewöhnlich: Über die Kontakte des Vereinsmäzens zu Franz Beckenbauer kam im August 1999 der Champions-League-Finalist FC Bayern München zur Einweihung. Vor ausverkauften Rängen gewannen die Münchner mit 4:1; das erste Tor im neuen Stadion erzielte Mario Basler.

Im Ligaarchiv ist das eines der prominentesten Eröffnungsspiele überhaupt — vergleichbar mit dem Eintracht-Stadion in Braunschweig, das 1923 gegen den damaligen Serienmeister 1. FC Nürnberg eingeweiht wurde.

Vier Aufstiege an einem Ort

Von 1999 bis 2008 war die Anlage Heimspielstätte der ersten Mannschaft — und Schauplatz von vier Aufstiegen in Folge: von der Verbandsliga bis in die Bundesliga. Der letzte gelang im Mai 2008.

2007 wurde das Stadion den Anforderungen der DFL angepasst: Die Kapazität stieg von 5.000 auf 6.350 Plätze, die Sitzplätze von 1.620 auf 3.000; seither sind alle Ränge überdacht.

Das Muster ist im Ligaarchiv das häufigste überhaupt — hier allerdings mit einer Besonderheit: Parallel zum Umbau begann bereits der Bau des größeren Stadions an der Autobahn. Der Verein rüstete also eine Anlage nach, die er absehbar verlassen würde.

Eine Hinrunde in Mannheim

Nach dem Bundesligaaufstieg genügte das Dietmar-Hopp-Stadion den Anforderungen nicht mehr. Die Heimspiele der Hinrunde 2008/09 wurden übergangsweise im Mannheimer Carl-Benz-Stadion ausgetragen, ehe der Verein im Januar 2009 die Arena in Sinsheim bezog.

Damit steht Hoffenheim in einer Reihe mit Waldhof Mannheim, das von 1983 bis 1989 in Ludwigshafen spielte, und Verl, das drei Jahre in Paderborn antrat. Bemerkenswert: Hoffenheim wich ausgerechnet in das Stadion aus, das Waldhof heute nutzt.

Was hier sonst stattfand

  • mehrere Junioren-Länderspiele
  • ein Spiel des DFB-Ligapokals 2001 zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund
  • 21. Juli 2004 — das bislang einzige Heimspiel der Frauennationalmannschaft an diesem Ort, ein 0:1 gegen Norwegen vor 6.257 Zuschauern in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele

Heute nutzen die zweite Mannschaft, die Jugendmannschaften und die Frauenmannschaft die Anlage.

Häufige Fragen zum Dietmar-Hopp-Stadion

Wie viele Zuschauer fasst das Dietmar-Hopp-Stadion?

6.350 seit dem Umbau von 2007, davon 3.000 Sitzplätze. Zuvor waren es 5.000.

Wann wurde das Stadion eröffnet?

1999, zum hundertsten Vereinsgeburtstag, mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München (1:4).

Wer finanzierte den Bau?

Der Vereinsmäzen privat.

Wie viele Aufstiege gab es hier?

Vier in Folge, von der Verbandsliga bis in die Bundesliga 2008.

Wo spielte Hoffenheim nach dem Bundesligaaufstieg?

In der Hinrunde 2008/09 im Mannheimer Carl-Benz-Stadion, ab Januar 2009 in der Arena in Sinsheim.

Wer nutzt die Anlage heute?

Die zweite Mannschaft, die Jugendmannschaften und die Frauenmannschaft.

Quellen: Dietmar-Hopp-Stadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Dietmar-Hopp-Stadion, StadiumDB.com (abgerufen 2026-09-11) · Dietmar-Hopp-Stadion, europlan-online.de (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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