Elf Gründungsmitglieder, 1900
Der Verein wurde am 21. August 1900 als Bocholter Fußballclub 1900 gegründet; elf Gründungsmitglieder wählten August Tangerding zum ersten Vorsitzenden. Ein knappes halbes Jahr später folgte die Aufnahme in den Rheinisch-Westfälischen Fußballverband, am 25. August 1901 das erste Wettspiel.
Seit 1904 ist der Klub am Gut Hünting beheimatet — mehr als hundertzwanzig Jahre an derselben Stelle. Im Ligaarchiv gehört Bocholt damit zur Gruppe der ortstreuen Vereine, neben Bochum seit 1911 und Bielefeld seit 1926.
1937 schloss sich der Verein mit einem weiteren Bocholter Klub zusammen; den heutigen Namen trägt er seit 1946.
Zwangsabstieg trotz Platz elf
1977 stieg Bocholt in die 2. Bundesliga Nord auf, 1978 wieder ab. 1980 folgte nach der Meisterschaft der Oberliga Nordrhein der Wiederaufstieg — in den ersten Wochen jener Saison stand der Verein sogar an der Tabellenspitze.
Ein Jahr später kam das Ende auf eine Weise, die im Ligaarchiv mehrfach vorkommt: 1981 folgte der Zwangsabstieg wegen der Zusammenlegung der 2. Liga Nord und Süd — trotz Platz elf in der Abschlusstabelle.
Damit ist Bocholt der zwölfte Fall jener Reihe, in der nicht der Rasen über die Spielklasse entschied. Dieselbe Ligareform kostete auch Paderborn den Aufstieg — dort blieb 1981 eine gewonnene Meisterschaft folgenlos, weil der Aufstieg ausgesetzt war. Ein Vorgang, zwei Vereine, entgegengesetzte Richtungen.
Das Pokalviertelfinale von 1984
Am 3. März 1984 kam der FC Bayern München zum Viertelfinale des DFB-Pokals nach Bocholt. Über 20.000 Zuschauer sahen ein 1:2; die Vereinsangaben nennen sogar rund 23.000.
1993 erreichte der Verein die zweite Hauptrunde und unterlag dem späteren Finalisten Rot-Weiss Essen mit 2:3.
Ligahistorie
Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Verbandsligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Regionalliga West | 4. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga West | 4. Liga | 13 | |
| 2024/25 | Regionalliga West | 4. Liga | 10 | |
| 2023/24 | Regionalliga West | 4. Liga | 2 | |
| 2022/23 | Regionalliga West | 4. Liga | 15 | |
| 1980/81 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 12 | |
| 1977/78 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 18 |
Der Weg zurück
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga 1997 und aus der Oberliga 2007 spielte Bocholt jahrelang unterklassig. Seit der Saison 2022/23 ist der Verein wieder in der Regionalliga West.
Heimspielstätte ist das Stadion am Hünting.
Häufige Fragen zum 1. FC Bocholt
Wann wurde der 1. FC Bocholt gegründet?
Am 21. August 1900, von elf Gründungsmitgliedern. Den heutigen Namen trägt der Verein seit 1946.
Wann spielte Bocholt in der 2. Bundesliga?
1977/78 und 1980/81, jeweils in der Nordstaffel.
Warum stieg der Verein 1981 ab?
Wegen der Zusammenlegung der 2. Liga Nord und Süd — trotz Platz elf in der Abschlusstabelle.
Was war das Pokalspiel gegen Bayern München?
Das Viertelfinale am 3. März 1984, ein 1:2 vor über 20.000 Zuschauern.
Seit wann spielt Bocholt am Hünting?
Seit 1904.
Seit wann ist der Verein wieder viertklassig?
Seit der Saison 2022/23.
Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?
3.276 Plätze. Ursprünglich waren es bis zu 18.000.
Weitere Vereine der Regionalliga West
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- Rot-Weiß Oberhausen
- SG Wattenscheid 09
- Borussia Dortmund II
- Sportfreunde Siegen
- Bonner SC
- Borussia Mönchengladbach II
- SV Bergisch Gladbach 09
- Sportfreunde Lotte
- VfB 03 Hilden
- FC Schalke 04 II
- 1. FC Köln II
- FC Gütersloh
- Westfalia Rhynern
- SV Rödinghausen
- SC Wiedenbrück
Zur Staffelseite Regionalliga West
Quellen: 1. FC Bocholt bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · 1. FC Bocholt, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Historie, 1fcbocholt.de (abgerufen 2026-09-11) · 1. FC Bocholt, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.