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Stadion an der LohmühleVon Arbeitersportlern erbaut

15.292 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Kurz gesagt

Die Lohmühle wurde ab 1926 von Mitgliedern eines Arbeitersportvereins errichtet und hieß von 1933 bis 1945 Adolf-Hitler-Kampfbahn. Von 15.292 Plätzen sind heute rund 10.400 nutzbar.

Gebaut von einem Arbeitersportverein

Der Sportplatz Lohmühle wurde ab 1926 von Mitgliedern des Arbeiter-Turn- und Sportvereins Lübeck erbaut und am 12. Mai 1929 eröffnet. Er verfügte über eine Laufbahn und leichtathletische Anlagen, aber weder über Tribünen noch über Umkleidekabinen.

Im Ligaarchiv ist das nach Greuther Fürth und Altglienicke die dritte Spur des Arbeitersports — und die einzige, bei der ein Arbeitersportverein ein Stadion baute, das heute Profifußball trägt.

Ab 1933 nutzte der VfB-Vorläufer Ordnungspolizei Lübeck die Anlage; kurz darauf war sie deren einziges Stadion.

Adolf-Hitler-Kampfbahn

Von 1933 bis 1945 hieß die Anlage Adolf-Hitler-Kampfbahn.

Damit ist Lübeck der vierte Fall dieser Art im Bestand — neben dem Neckarstadion in Stuttgart, dem Heidewaldstadion in Gütersloh und dem Wormatia-Stadion in Worms. In allen vier Fällen wurde der Name nach 1945 abgelegt.

Der Ausbau aus Eigenmitteln

Bis in die neunziger Jahre fanden nur kleinere Umbauten statt. Mit dem Zweitligaaufstieg 1995 kamen Auflagen — und die Anlage wurde fast ausschließlich aus Eigenmitteln des Vereins in vielen Etappen erweitert.

  • 1996 Haupttribüne mit über 4.000 Sitzplätzen, 250 Businessseats und 22 Logen
  • 2000 Flutlichtanlage mit 800 Lux
  • 2019 bis 2022 neue überdachte Stehplatztribüne für 1.400 Zuschauer

Im Ligaarchiv ist der Ausbau aus Eigenmitteln die Ausnahme — meist zahlten Städte, Konzerne oder Fördermittel. Vergleichbar ist allein die Arena auf Schalke, dort allerdings in ganz anderer Größenordnung.

17.869 gebaut, 10.434 nutzbar

  • 17.869 nach dem Umbau von 1996
  • 15.292 nach heutiger Vereinsangabe: 5.530 Sitz- und 9.315 Stehplätze, dazu 196 Logen- und 251 Businessplätze
  • 10.434 tatsächlich nutzbar — wegen Auflagen für Sicherheit, Brandschutz sowie TV- und Medienbereiche

Damit gehört die Lohmühle zu jener Gruppe im Bestand, deren zugelassene Kapazität deutlich unter der baulichen liegt — wie der Alfred-Kunze-Sportpark und das Volksstadion Greifswald. Anders als dort liegt der Grund hier nicht im Osten, sondern in Medien- und Brandschutzauflagen.

Trotz der Beschränkung bleibt die Lohmühle das größte Fußballstadion Schleswig-Holsteins, knapp vor dem Holstein-Stadion mit 15.034 Plätzen.

Ein Stadion für die Region

Auch ohne Beteiligung des VfB Lübeck war die Anlage für Vereine im Umkreis von bis zu sechzig Kilometern Anlaufpunkt für große Spiele. 1988 trug der TuS Hoisdorf sein DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München vor 20.000 Zuschauern hier aus.

Häufige Fragen zum Stadion an der Lohmühle

Wie viele Zuschauer fasst die Lohmühle?

Nach Vereinsangabe 15.292 Plätze; nutzbar sind 10.434 wegen behördlicher Auflagen.

Wann wurde das Stadion eröffnet?

Am 12. Mai 1929, erbaut ab 1926 von Mitgliedern eines Arbeitersportvereins.

Wie hieß das Stadion von 1933 bis 1945?

Adolf-Hitler-Kampfbahn.

Wer bezahlte den Ausbau?

Fast ausschließlich der Verein selbst, aus Eigenmitteln.

Ist die Lohmühle das größte Stadion Schleswig-Holsteins?

Ja, knapp vor dem Holstein-Stadion in Kiel mit 15.034 Plätzen.

Warum sind nicht alle Plätze nutzbar?

Wegen Auflagen für Sicherheit, Brandschutz sowie TV- und Medienbereiche.

Quellen: Stadion an der Lohmühle bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Stadion an der Lohmühle, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Stadion an der Lohmühle, vfb-luebeck.de (abgerufen 2026-09-11) · Stadion an der Lohmühle, sport-90.de (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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