Ligaarchiv

Ligen / Bundesliga / Hamburg

Hamburger SVLigahistorie und Vereinsdaten

1. Liga · Bundesliga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Geschichte in Epochen

Wurzeln 1887, Verein 1919

Die Tradition wird auf den 29. September 1887 zurückgeführt, als der Sport-Club Germania von 1887 gegründet wurde — einer der Stammvereine. Der heutige Hamburger SV entstand 1919 aus dem Zusammenschluss mehrerer Hamburger Vereine.

Zwischen 1919 und 1933 gewann der Klub zehn norddeutsche Meisterschaften und stand dreimal im Endspiel um die deutsche Meisterschaft; 1923 und 1928 gewann er sie. 1922 wurde der HSV ebenfalls Meister, verzichtete aber nach einem umstrittenen Spielabbruch auf den Titel — ein Vorgang, den viele Übersichten übergehen und der erklärt, warum je nach Zählung sechs oder sieben Meisterschaften genannt werden. Das Ligaarchiv führt sechs und benennt den Sonderfall.

Das goldene Jahrzehnt

Die späten siebziger und frühen achtziger Jahre prägten Manager Günter Netzer und die Trainer Branko Zebec und Ernst Happel. Mit Kevin Keegan, Horst Hrubesch und Felix Magath holte der Verein drei Meisterschaften, 1977 den Europapokal der Pokalsieger und am 25. Mai 1983 in Athen den Europapokal der Landesmeister: ein 1:0 gegen das favorisierte Juventus Turin, das Tor erzielte Felix Magath. Das anschließende Weltpokalfinale gegen Grêmio Porto Alegre ging verloren.

Der DFB-Pokalsieg 1987 blieb bis heute die letzte Trophäe. Danach geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten und musste Leistungsträger verkaufen.

Der Dino und sein Ende

Von der Gründung 1919 bis 2018 gehörte der HSV ununterbrochen der jeweils höchsten Spielklasse an — 99 Spielzeiten ohne einen einzigen Abstieg. Als einziges der 16 Bundesliga-Gründungsmitglieder war er knapp 55 Jahre lang durchgehend erstklassig. Daraus entstand der Beiname Bundesliga-Dino.

Im Volksparkstadion zählte eine Uhr die Dauer dieser Zugehörigkeit mit. Am 12. Mai 2018 endete die Serie mit dem Abstieg. Es folgten sieben Jahre in der 2. Bundesliga; am 10. Mai 2025 gelang mit einem 6:1 gegen den SSV Ulm der Wiederaufstieg. In der ewigen Tabelle der Bundesliga steht der HSV auf Rang sechs.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der Bundesliga und der 2. Bundesliga, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Jahre vor 1963 werden nachgetragen.

1963/642026/27
2026/271. LigaBundesliga, Platz 9
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/27Bundesliga1. Liga9laufend
2025/26Bundesliga1. Liga13
2024/252. Bundesliga2. Liga2Aufstieg
2023/242. Bundesliga2. Liga4
2022/232. Bundesliga2. Liga3
2021/222. Bundesliga2. Liga3
2020/212. Bundesliga2. Liga4
2019/202. Bundesliga2. Liga4
2018/192. Bundesliga2. Liga4
2017/18Bundesliga1. Liga17Abstieg
2016/17Bundesliga1. Liga14
2015/16Bundesliga1. Liga10
2014/15Bundesliga1. Liga16
2013/14Bundesliga1. Liga16
2012/13Bundesliga1. Liga7
2011/12Bundesliga1. Liga15
2010/11Bundesliga1. Liga8
2009/10Bundesliga1. Liga7
2008/09Bundesliga1. Liga5
2007/08Bundesliga1. Liga4
2006/07Bundesliga1. Liga7
2005/06Bundesliga1. Liga3
2004/05Bundesliga1. Liga8
2003/04Bundesliga1. Liga8
2002/03Bundesliga1. Liga4
2001/02Bundesliga1. Liga11
2000/01Bundesliga1. Liga13
1999/00Bundesliga1. Liga3
1998/99Bundesliga1. Liga7
1997/98Bundesliga1. Liga9
1996/97Bundesliga1. Liga13
1995/96Bundesliga1. Liga5
1994/95Bundesliga1. Liga13
1993/94Bundesliga1. Liga12
1992/93Bundesliga1. Liga11
1991/92Bundesliga1. Liga12
1990/91Bundesliga1. Liga5
1989/90Bundesliga1. Liga11
1988/89Bundesliga1. Liga4
1987/88Bundesliga1. Liga6
1986/87Bundesliga1. Liga2
1985/86Bundesliga1. Liga7
1984/85Bundesliga1. Liga5
1983/84Bundesliga1. Liga2
1982/83Bundesliga1. Liga1
1981/82Bundesliga1. Liga1
1980/81Bundesliga1. Liga2
1979/80Bundesliga1. Liga2
1978/79Bundesliga1. Liga1
1977/78Bundesliga1. Liga10
1976/77Bundesliga1. Liga6
1975/76Bundesliga1. Liga2
1974/75Bundesliga1. Liga4
1973/74Bundesliga1. Liga12
1972/73Bundesliga1. Liga14
1971/72Bundesliga1. Liga10
1970/71Bundesliga1. Liga5
1969/70Bundesliga1. Liga6
1968/69Bundesliga1. Liga6
1967/68Bundesliga1. Liga13
1966/67Bundesliga1. Liga14
1965/66Bundesliga1. Liga9
1964/65Bundesliga1. Liga11
1963/64Bundesliga1. Liga6

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Erfolge

WettbewerbAnzahl
Deutsche Meisterschaft6
DFB-Pokal3
Europapokal2

Sechs deutsche Meisterschaften (1923, 1928, 1960, 1979, 1982, 1983), drei DFB-Pokalsiege (1963, 1976, 1987), der Europapokal der Pokalsieger 1977 und der Europapokal der Landesmeister 1983. Die Titel von 1923 und 1928 stammen aus der Zeit vor der Bundesliga.

Volksparkstadion

Seit 1963 spielt der HSV im Volksparkstadion, das 57.000 Zuschauer fasst. Der Umzug war keine freie Entscheidung: Der DFB untersagte mit der Bundesligagründung den Spielbetrieb am Rothenbaum, obwohl dessen Fassungsvermögen teilweise gereicht hätte.

Derbys und Rivalitäten

Das Stadtderby gegen den FC St. Pauli prägt Hamburg. Aus den siebziger und achtziger Jahren stammen die Duelle mit Werder Bremen und dem FC Bayern München, den der HSV am Ende der Netzer-Jahre von der nationalen Spitze verdrängt hatte.

Häufige Fragen zum Hamburger SV

Warum hieß der HSV Bundesliga-Dino?

Weil er als einziges der 16 Gründungsmitglieder knapp 55 Jahre lang ununterbrochen in der Bundesliga spielte. Die Serie endete am 12. Mai 2018.

Wie oft war der HSV deutscher Meister?

Sechsmal: 1923, 1928, 1960, 1979, 1982 und 1983. 1922 verzichtete der Verein nach einem umstrittenen Spielabbruch auf den Titel.

Was geschah 1983 in Athen?

Der HSV gewann den Europapokal der Landesmeister mit 1:0 gegen Juventus Turin; Felix Magath erzielte das Tor.

Wann stieg der HSV ab und wann wieder auf?

Abstieg am 12. Mai 2018 nach 99 Spielzeiten ohne Abstieg, Wiederaufstieg am 10. Mai 2025 mit einem 6:1 gegen den SSV Ulm.

Was war die Stadionuhr?

Eine Uhr im Volksparkstadion, die die Dauer der ununterbrochenen Bundesligazugehörigkeit anzeigte.

Wann wurde der HSV gegründet?

Die Tradition reicht bis zum 29. September 1887 zurück; der heutige Verein entstand 1919 durch Zusammenschluss.

Welche europäischen Titel hat der HSV?

Den Europapokal der Pokalsieger 1977 und den Europapokal der Landesmeister 1983.

Wann gewann der HSV zuletzt einen Titel?

1987 den DFB-Pokal.

Offenlegung: Der Herausgeber dieser Seite ist seit 1983 Anhänger des Hamburger SV. Diese Seite folgt denselben Regeln wie jede andere im Ligaarchiv: belegte Angaben, benannte Widersprüche, keine Wertungen zugunsten des Vereins. Der Hinweis steht hier, damit die Bindung offenliegt.

Weitere Vereine der Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite Bundesliga

Duelle des Vereins

Quellen: Hamburger SV bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Saisondaten aus den Ligaartikeln der Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

Fehler gefunden? Korrektur an team@ligaarchiv.de melden

HN

Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

Vereinsbindung: Borussia Dortmund (Bundesliga) · berlinecho.de · Beiträge