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GGZ-Arena Zwickau: Neubau auf einem Plattenbauviertel

Die GGZ-Arena im Zwickauer Stadtteil Eckersbach entstand zwischen Februar 2015 und August 2016 auf der Fläche eines abgerissenen Plattenbauviertels. Sie bietet 10.134 überdachte Plätze und wird umgangssprachlich weiter Stadion Zwickau genannt.

Illustrierter geschlossener Stadionneubau auf freier Flaeche, GGZ-Arena in Zwickau
KI-generierte Illustration. Kein Bezug zu einem realen Bauwerk.

Ein Neubau, weil die Sanierung zu teuer wurde

Bis 2010 spielte der FSV Zwickau im Westsachsenstadion von 1942. Für die Anforderungen der 3. Liga sollte es saniert werden; im Frühjahr 2010 veranschlagte die Stadt dafür 15 Millionen Euro.

Dann kam, was bei Altbauten häufig kommt: Zusätzliche Arbeiten hätten die Kosten verdoppelt. Im September 2011 stoppte der Stadtrat die bereits begonnenen Renovierungsarbeiten und entschied, stattdessen neu zu bauen.

Im Ligaarchiv ist das der Gegenfall zu Offenbach. Am Bieberer Berg wurde die alte Anlage Tribüne für Tribüne bei laufendem Spielbetrieb ersetzt, am selben Ort. In Zwickau gab man den Standort auf.

Gebaut auf einem abgeräumten Plattenbauviertel

Der Neubau entstand von Februar 2015 bis August 2016 im Stadtteil Eckersbach — auf der Fläche eines ehemaligen Plattenbauviertels. Dass der Boden bereits geräumt und eben war, verkürzte die Bauzeit auf rund fünfzehn Monate.

Um Kosten zu sparen, wurden drei der vier voneinander unabhängigen Tribünen auf Erdaufschüttungen gesetzt, mit knapper Infrastruktur. Nur die vierte trägt ein Funktionsgebäude von rund 2.600 Quadratmetern auf drei Ebenen, in dem auch die Geschäftsstelle des Vereins sitzt.

Damit reiht sich Zwickau in eine Gruppe von Stadien ein, die auf vorhandenem Untergrund entstanden: In Leipzig wurde der Neubau in den Erdwall des alten Stadions gesetzt, in Essen der Schutt des Vorgängers zur Auffüllung der Baugrube verwendet. Hier war es die Fläche eines abgerissenen Wohnviertels.

Die Kosten

Beim ersten Spatenstich am 6. Februar 2015 war von rund 18 Millionen Euro netto die Rede, geplant hatte man ursprünglich mit etwa 17 Millionen. Am Ende kostete die Anlage 21 Millionen Euro — immer noch weniger als die Sanierung des Altbaus gekostet hätte.

Bauherrin und Eigentümerin ist eine städtische Gesellschaft, der Verein ist Hauptmieter. Das entspricht dem Modell in Offenbach und unterscheidet sich vom Fall Gelsenkirchen, wo der Verein selbst baute und bezahlte.

Kapazität und erste Spiele

Die Anlage fasst 10.134 überdachte Plätze: 6.363 Sitz- und 3.771 Stehplätze. Zum Saisonstart 2016/17 war sie noch nicht fertig, weshalb der FSV sein erstes Heimspiel nach Dresden verlegen musste.

Das erste Spiel im eigenen Stadion war am 22. August 2016 die Erstrundenpartie im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV, die Zwickau 0:1 verlor — ausverkauft mit 10.134 Zuschauern. Denselben Wert erreichte ein Benefizspiel gegen Dynamo Dresden im März 2017. Der niedrigste Besuch liegt bei 3.024 Zuschauern im Dezember 2016.

Seit Juni 2019 trägt die Anlage den Namen der städtischen Eigentümergesellschaft; davor hieß sie schlicht Stadion Zwickau.

Häufige Fragen zum Stadion Zwickau

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?

10.134 überdachte Plätze, davon 6.363 Sitz- und 3.771 Stehplätze.

Warum wurde neu gebaut statt saniert?

Die Sanierung des Westsachsenstadions von 1942 hätte statt der veranschlagten 15 Millionen Euro etwa das Doppelte gekostet. Der Stadtrat stoppte die Arbeiten im September 2011.

Wo steht das Stadion?

Im Stadtteil Eckersbach, auf der Fläche eines abgerissenen Plattenbauviertels.

Was kostete der Neubau?

21 Millionen Euro. Geplant waren rund 17 bis 18 Millionen.

Wann fand das erste Spiel statt?

Am 22. August 2016, ein DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV vor ausverkauftem Haus, das Zwickau 0:1 verlor.

Wo spielte der FSV, bis das Stadion fertig war?

Das erste Heimspiel der Saison 2016/17 trug der Verein in Dresden aus.

Wem gehört das Stadion?

Einer städtischen Gebäude- und Grundstücksgesellschaft. Der FSV Zwickau ist Hauptmieter.

Quellen: Stadion Zwickau bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · GGZ-Arena, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Fakten und Geschichte, ggzarena.de (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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