Der älteste Verein Lübecks
Gegründet am 13. Januar 1903, ist Phönix der älteste Fußballklub Lübecks — sechzehn Jahre älter als der VfB Lübeck, mit dem er sich die Stadt teilt.
Jahrzehntelang spielte der Verein erst- oder zweitklassig, mit bis zu 16.000 Zuschauern im Stadion Flugplatz an der Travemünder Allee. Erfolgreichste Spielzeit war 1967/68.
Im Norddeutschen Pokal nahm Phönix an neun Auflagen teil; bei der ersten Austragung 1924 bis 1928 erreichte er das Finale und verlor mit 1:3 gegen Holstein Kiel. 1967/68 stand er erneut in der letzten Runde und verpasste den Einzug in den DFB-Pokal knapp.
Rückkehr 2020
Nach Jahrzehnten im Amateurbereich gelang 2020 der Aufstieg in die Regionalliga Nord. Im vierten Jahr dort belegte die Mannschaft Rang drei.
Im Mai 2024 gewann Phönix mit einem 3:1 den schleswig-holsteinischen Pokal und qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal.
Das Heimspiel in Hamburg
Bei der Auslosung zog der Verein Borussia Dortmund, den Champions-League-Finalisten. Was folgte, ist im Ligaarchiv einzigartig.
Naheliegend wäre das Stadion an der Lohmühle gewesen, die Heimstätte des Stadtrivalen. Der VfB zeigte sich gesprächsbereit und reduzierte sogar den marktüblichen Mietpreis — dennoch scheiterte es: Die Kurve, in der die aktive Fanszene des VfB steht, wurde nicht zur Verfügung gestellt.
Auch das Ostseestadion in Rostock schied aus, weil Hansa selbst ein Heimspiel in derselben Runde hatte.
Ausgetragen wurde die Partie schließlich im Hamburger Volksparkstadion — rund siebzig Kilometer von Lübeck entfernt.
Im Ligaarchiv steht das neben Drochtersen/Assel, wo eine geänderte Anstoßzeit den Umzug verhinderte, und dem Bremer SV, der ins Weserstadion und nach Oldenburg auswich. Hier verhinderte nicht die Bausubstanz das Heimspiel, sondern eine Fankurve.
Ligahistorie
Erfasst sind die Spielzeiten der Regionalliga Nord mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Verbandsligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Regionalliga Nord | 4. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 5 | |
| 2024/25 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 5 | |
| 2023/24 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 3 | |
| 2022/23 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 13 | |
| 2021/22 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 9 | |
| 2020/21 | Regionalliga Nord | 4. Liga | 7 |
Zwei Stadien, ein Verein
Der Verein pendelt zwischen zwei Spielstätten. Für den Regionalligaaufstieg 2020/21 wurde das Stadion Flugplatz ausgebaut, um den DFB-Auflagen zu genügen; bis dahin wich man auf den Buniamshof aus.
2022/23 folgte die Rückkehr zum Flugplatz — der jedoch weiterhin Mängel aufwies; Sicherheitsspiele fanden weiter am Buniamshof statt. Seit 2024/25 erteilt der Verband die Zulassung ausschließlich für den Buniamshof.
Häufige Fragen zum 1. FC Phönix Lübeck
Wann wurde Phönix Lübeck gegründet?
Am 13. Januar 1903 — als ältester Fußballverein Lübecks.
Warum spielte Phönix sein Pokalspiel in Hamburg?
Die Lohmühle schied aus, weil die Kurve der aktiven VfB-Fanszene nicht zur Verfügung gestellt wurde; das Ostseestadion war durch ein Hansa-Heimspiel belegt. Gespielt wurde im Volksparkstadion.
Gegen wen spielte Phönix im DFB-Pokal?
Gegen Borussia Dortmund, den Champions-League-Finalisten.
Seit wann spielt der Verein in der Regionalliga?
Seit 2020.
Wie viele Zuschauer kamen früher?
Bis zu 16.000 im Stadion Flugplatz.
Wo spielt der Verein heute?
Am Buniamshof; seit 2024/25 gilt die Zulassung ausschließlich für diese Anlage.
Weitere Vereine der Regionalliga Nord
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- VfB Oldenburg
- VfB Lübeck
- Hamburger SV II
- Hannover 96 II
- Bremer SV
- FC St. Pauli II
- Kickers Emden
- Eimsbütteler TV
- HSC Hannover
- SC Weiche Flensburg 08
- SV Atlas Delmenhorst
- SV Todesfelde
- Eintracht Norderstedt
- SSV Jeddeloh
- SV Drochtersen/Assel
- FSV Schöningen
Zur Staffelseite Regionalliga Nord
Quellen: 1. FC Phönix Lübeck bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · 1. FC Phönix Lübeck, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Startseite, phoenixadler.de (abgerufen 2026-09-11) · Buniamshof, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.