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SC Fortuna KölnEin Präsident über 35 Jahre

3. Liga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Acht Tage nach dem 1. FC Köln

Der SC Fortuna Köln wurde am 21. Februar 1948 durch Fusion dreier Vereine gegründet — acht Tage nach dem 1. FC Köln. Beide Gründungen verfolgten dasselbe Ziel: aus mehreren kleineren Vereinen eine schlagkräftige Mannschaft zu formen.

Alle drei Vorgänger waren vor dem Zweiten Weltkrieg wenig erfolgreich; lediglich einer erreichte 1943 das Achtelfinale der deutschen Meisterschaft. 1976 kam ein weiterer Verein hinzu.

Im Ligaarchiv ist Köln damit die einzige Stadt mit zwei Vereinen, die als Gegengewicht zu einem dritten entstanden — neben Fortuna auch der FC Viktoria Köln, dessen Fusion von 1957 dasselbe Motiv hatte.

Eine Saison Bundesliga, 26 Jahre zweitklassig

1973/74 spielte Fortuna eine einzige Saison in der Bundesliga. Danach folgten 26 Jahre in der 2. Bundesliga — im Ligaarchiv die längste ununterbrochene Zweitligazugehörigkeit nach dem VfL Osnabrück.

Nach dem 1. FC Köln ist Fortuna der zweiterfolgreichste Verein der Stadt.

Fünfunddreißig Jahre bis zum nächsten Aufstieg

Am letzten Spieltag der Saison 2007/08 verpasste Fortuna die Meisterschaft der Verbandsliga durch ein 1:1 gegen den VfL Leverkusen. Das Spiel fand auf Anraten der Polizei im neutralen Sportpark Höhenberg statt, vor 7.000 Zuschauern.

Aufgestiegen ist Fortuna trotzdem: Dem VfL Leverkusen wurde der Aufstieg wegen verspätet eingereichter Lizenzunterlagen verweigert. Es war der erste Aufstieg des Vereins seit 35 Jahren.

Ligahistorie

Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Regionalligajahre werden nachgetragen.

1967/682026/27
2026/273. Liga3. Liga
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/273. Liga3. Liga—laufend
2025/26Regionalliga West4. Liga1
2024/25Regionalliga West4. Liga6
2023/24Regionalliga West4. Liga4
2022/23Regionalliga West4. Liga6
2021/22Regionalliga West4. Liga5
2020/21Regionalliga West4. Liga4
2018/193. Liga3. Liga19
2017/183. Liga3. Liga8
2016/173. Liga3. Liga16
2015/163. Liga3. Liga11
2014/153. Liga3. Liga14
2013/14Regionalliga West4. Liga1
2012/13Regionalliga West4. Liga2
2011/12Regionalliga West4. Liga7
2001/02Regionalliga Nord3. Liga18
2000/01Regionalliga Nord3. Liga4
1999/002. Bundesliga2. Liga15
1998/992. Bundesliga2. Liga14
1997/982. Bundesliga2. Liga6
1996/972. Bundesliga2. Liga11
1995/962. Bundesliga2. Liga8
1994/952. Bundesliga2. Liga8
1993/942. Bundesliga2. Liga15
1992/932. Bundesliga2. Liga6
1991/922. Bundesliga2. Liga11
1990/912. Bundesliga2. Liga11
1989/902. Bundesliga2. Liga14
1988/892. Bundesliga2. Liga4
1987/882. Bundesliga2. Liga12
1986/872. Bundesliga2. Liga14
1985/862. Bundesliga2. Liga3
1984/852. Bundesliga2. Liga11
1983/842. Bundesliga2. Liga9
1982/832. Bundesliga2. Liga6
1981/822. Bundesliga2. Liga10
1980/812. Bundesliga2. Liga9
1979/802. Bundesliga2. Liga6
1978/792. Bundesliga2. Liga4
1977/782. Bundesliga2. Liga4
1976/772. Bundesliga2. Liga12
1975/762. Bundesliga2. Liga4
1974/752. Bundesliga2. Liga5
1973/74Bundesliga1. Liga17
1972/73Regionalliga West2. Liga2
1971/72Regionalliga West2. Liga3
1970/71Regionalliga West2. Liga4
1969/70Regionalliga West2. Liga14
1968/69Regionalliga West2. Liga13
1967/68Regionalliga West2. Liga16

Für 1 von 50 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Ein Präsident über 35 Jahre

Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde Fortuna vor allem durch die Präsidentschaft von Hans „Jean“ Löring zwischen 1966 und 2001. Fünfunddreißig Jahre im Amt sind im Ligaarchiv der längste dokumentierte Zeitraum — vergleichbar allein mit der Amtszeit von Frank Schmidt als Trainer in Heidenheim.

2014 wurde die Sportanlage rund um das Stadion nach ihm benannt.

Stadion

Heimspielstätte ist seit 1978 das Südstadion im Stadtteil Zollstock. Neben dem Fußball besteht eine Handballabteilung.

Häufige Fragen zum SC Fortuna Köln

Wann wurde der SC Fortuna Köln gegründet?

Am 21. Februar 1948, durch Fusion dreier Vereine — acht Tage nach dem 1. FC Köln.

Wann spielte Fortuna in der Bundesliga?

In der Saison 1973/74, ein einziges Mal.

Wie lange war Fortuna zweitklassig?

26 Jahre.

Wer war Jean Löring?

Der Präsident von 1966 bis 2001 — 35 Jahre im Amt. 2014 wurde die Sportanlage nach ihm benannt.

Wie gelang der Aufstieg 2008?

Dem VfL Leverkusen wurde der Aufstieg wegen verspätet eingereichter Lizenzunterlagen verweigert.

Wie viele Zuschauer fasst das Südstadion?

13.750 bis 14.944 Plätze je nach Quelle und Ausbauzustand.

Weitere Vereine der 3. Liga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite 3. Liga

Quellen: SC Fortuna Köln bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · SC Fortuna Köln, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Orte der frühen Fußballgeschichte in Köln, KuLaDig (abgerufen 2026-09-11) · Südstadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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