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Chemnitzer FCGeschichte, Meistertitel 1967 und Stadion

4. Liga · Regionalliga Nordost Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Geschichte in Epochen

Vom Stadtteilklub zum Fußballclub

Die Wurzeln reichen in die Nachkriegszeit zurück, als die SG Chemnitz Nord die Spielstätte an der Gellertstraße übernahm. Nach der Umbenennung der Stadt in Karl-Marx-Stadt im Jahr 1953 hieß auch der Verein entsprechend. 1962 kehrte die Mannschaft in die DDR-Oberliga zurück, und Mitte der sechziger Jahre liefen die Spieler erstmals in den himmelblauen Trikots auf, die bis heute das Erkennungszeichen sind.

Am 15. Januar 1966 wurde die Fußballabteilung als eigenständiger Fußballclub Karl-Marx-Stadt ausgegliedert. Das geschah im Rahmen eines staatlichen Plans, der landesweit Fußballclubs als Leistungszentren schuf.

Der Überraschungsmeister von 1967

Ein Jahr nach der Gründung gewann der FC Karl-Marx-Stadt die DDR-Meisterschaft, mit sieben Punkten Vorsprung auf den 1. FC Lokomotive Leipzig. Es blieb der einzige Meistertitel des Vereins. Im Europapokal der Landesmeister schied die Mannschaft in der folgenden Saison bereits in der ersten Runde gegen den RSC Anderlecht aus, und danach ging es sportlich wieder abwärts.

Der zweite Höhepunkt 1990

Zwanzig Jahre später gelang der zweite große internationale Auftritt: 1989/90 erreichte der Verein das Achtelfinale des UEFA-Pokals und schied dort gegen Juventus Turin aus. Im FDGB-Pokal stand die Mannschaft dreimal im Endspiel, 1969, 1983 und 1989, gewann ihn aber nie.

Chemnitzer FC seit 1990

Mit der Rückbenennung der Stadt wurde am 13. Juni 1990 aus dem FC Karl-Marx-Stadt der Chemnitzer FC. Es folgten Jahre in der 2. Bundesliga und 1993 das Halbfinale im DFB-Pokal. Am 10. April 2018 stellte der Verein einen Insolvenzantrag, das Verfahren wurde am 29. Juni 2018 eröffnet. Aus der Nachwuchsarbeit des Klubs ging unter anderem Michael Ballack hervor.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der DDR-Oberliga und die Jahrgänge der Regionalliga Nordost. Die Zweitliga- und Drittligajahre zwischen 1991 und 2012 werden nachgetragen.

1954/552026/27
2026/274. LigaRegionalliga Nordost
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/27Regionalliga Nordost4. Liga—laufend
2025/26Regionalliga Nordost4. Liga7laufend
2024/25Regionalliga Nordost4. Liga7
2023/24Regionalliga Nordost4. Liga9
2022/23Regionalliga Nordost4. Liga8
2021/22Regionalliga Nordost4. Liga5
2020/21Regionalliga Nordost4. Liga9
2019/203. Liga3. Liga17
2018/19Regionalliga Nordost4. Liga1
2017/183. Liga3. Liga19
2016/173. Liga3. Liga8
2015/163. Liga3. Liga6
2014/153. Liga3. Liga5
2013/143. Liga3. Liga12
2012/133. Liga3. Liga6
2011/123. Liga3. Liga9
2010/11Regionalliga Nord4. Liga1
2009/10Regionalliga Nord4. Liga3
2008/09Regionalliga Nord4. Liga7
2005/06Regionalliga Nord3. Liga19
2004/05Regionalliga Nord3. Liga14
2003/04Regionalliga Nord3. Liga11
2002/03Regionalliga Nord3. Liga11
2001/02Regionalliga Nord3. Liga6
2000/012. Bundesliga2. Liga18
1999/002. Bundesliga2. Liga11
1998/99Regionalliga Nordost3. Liga1
1997/98Regionalliga Nordost3. Liga8
1996/97Regionalliga Nordost3. Liga4
1995/962. Bundesliga2. Liga15
1994/952. Bundesliga2. Liga9
1993/942. Bundesliga2. Liga9
1992/932. Bundesliga2. Liga7
1991/922. Bundesliga2. Liga4
1990/91DDR-Oberliga1. Liga5
1989/90DDR-Oberliga1. Liga2
1988/89DDR-Oberliga1. Liga3
1987/88DDR-Oberliga1. Liga8
1986/87DDR-Oberliga1. Liga8
1985/86DDR-Oberliga1. Liga8
1984/85DDR-Oberliga1. Liga9
1983/84DDR-Oberliga1. Liga6
1982/83DDR-Oberliga1. Liga9
1981/82DDR-Oberliga1. Liga9
1980/81DDR-Oberliga1. Liga9
1979/80DDR-Oberliga1. Liga11
1978/79DDR-Oberliga1. Liga8
1977/78DDR-Oberliga1. Liga7
1976/77DDR-Oberliga1. Liga9
1975/76DDR-Oberliga1. Liga11
1974/75DDR-Oberliga1. Liga10
1973/74DDR-Oberliga1. Liga9
1972/73DDR-Oberliga1. Liga5
1971/72DDR-Oberliga1. Liga12
1969/70DDR-Oberliga1. Liga13
1968/69DDR-Oberliga1. Liga7
1967/68DDR-Oberliga1. Liga6
1966/67DDR-Oberliga1. Liga1
1965/66DDR-Oberliga1. Liga7
1964/65DDR-Oberliga1. Liga11
1963/64DDR-Oberliga1. Liga4
1962/63DDR-Oberliga1. Liga12
1954/55DDR-Oberliga1. Liga10

Für 1 von 63 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Erfolge

WettbewerbAnzahl
DDR-Meisterschaft1
Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel3

Der FDGB-Pokal war der Pokalwettbewerb der DDR. Die drei Endspielteilnahmen von 1969, 1983 und 1989 gingen jeweils verloren.

Stadion an der Gellertstraße

Die Spielstätte wurde am 13. Mai 1934 mit einem Spiel gegen die SpVgg Fürth eröffnet und trug zu DDR-Zeiten den Namen Kurt-Fischer-Stadion. Nach dem Abschiedsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern im Januar 2014 entstand an derselben Stelle ein Neubau, der 2016 eröffnet wurde.

Auch hier gehen die Kapazitätsangaben auseinander. Der Verein nennt für das heutige Stadion 15.479 Plätze, verbreitet sind daneben 15.000 und 16.061. Wikidata führt 25.000, was der Größenordnung des Vorgängerbaus entspricht und für die heutige Anlage nicht zutrifft. Das Ligaarchiv folgt der Angabe des Vereins und weist die abweichenden Werte hier aus.

Der Besucherrekord datiert vom 5. November 1966: rund 28.000 Zuschauer sahen das Oberligaspiel gegen Vorwärts Berlin. Große Partien und alle Europapokalspiele trug der Verein zeitweise im größeren Sportforum aus.

Derbys und Rivalitäten

Die sächsische Rivalität richtet sich vor allem gegen Dynamo Dresden, in der Regionalliga Nordost gegen die Leipziger Klubs und den FSV Zwickau. Alle diese Begegnungen gehen auf die gemeinsame Zeit in der DDR-Oberliga zurück.

Häufige Fragen zum Chemnitzer FC

Wann wurde der Chemnitzer FC gegründet?

Am 15. Januar 1966 als Fußballclub Karl-Marx-Stadt. Den heutigen Namen trägt der Verein seit dem 13. Juni 1990.

War der Chemnitzer FC DDR-Meister?

Ja, einmal: 1967, damals als FC Karl-Marx-Stadt und mit sieben Punkten Vorsprung.

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion an der Gellertstraße?

Der Verein nennt 15.479 Plätze. Andere Quellen führen 15.000 oder 16.061, Wikidata sogar 25.000, was sich auf den Vorgängerbau bezieht.

Was war der größte internationale Erfolg?

Das Achtelfinale im UEFA-Pokal 1989/90, in dem der Verein an Juventus Turin scheiterte.

Welcher bekannte Spieler kommt aus der Chemnitzer Nachwuchsarbeit?

Michael Ballack, später Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.

Warum heißen die Chemnitzer die Himmelblauen?

Wegen der himmelblauen Trikots, die Mitte der sechziger Jahre eingeführt wurden und seither das Erkennungszeichen des Vereins sind.

Hat der Chemnitzer FC den FDGB-Pokal gewonnen?

Nein. Der Verein stand 1969, 1983 und 1989 im Endspiel und verlor jeweils.

Weitere Vereine der Regionalliga Nordost

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite Regionalliga Nordost

Quellen: Chemnitzer FC bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Chemnitzer FC, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Stadion an der Gellertstraße, chemnitzerfc.de (abgerufen 2026-09-04) · Tradition und Erfolge, Vereinschronik (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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