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Chemnitzer FC: Geschichte, Meistertitel 1967 und Stadion

Ebene 4, Regionalliga Nordost

Der Chemnitzer FC wurde am 15. Januar 1966 als FC Karl-Marx-Stadt gegründet, gewann 1967 überraschend die DDR-Meisterschaft und trägt seine Heimspiele im Stadion an der Gellertstraße aus. Seit 1990 trägt der Verein den heutigen Namen.

Illustrierte Stadiontribüne vor Sheddächern und Schornsteinen, Stadion an der Gellertstraße in Chemnitz
KI-generierte Illustration. Kein Bezug zu einem realen Bauwerk.

Geschichte in Epochen

Vom Stadtteilklub zum Fußballclub

Die Wurzeln reichen in die Nachkriegszeit zurück, als die SG Chemnitz Nord die Spielstätte an der Gellertstraße übernahm. Nach der Umbenennung der Stadt in Karl-Marx-Stadt im Jahr 1953 hieß auch der Verein entsprechend. 1962 kehrte die Mannschaft in die DDR-Oberliga zurück, und Mitte der sechziger Jahre liefen die Spieler erstmals in den himmelblauen Trikots auf, die bis heute das Erkennungszeichen sind.

Am 15. Januar 1966 wurde die Fußballabteilung als eigenständiger Fußballclub Karl-Marx-Stadt ausgegliedert. Das geschah im Rahmen eines staatlichen Plans, der landesweit Fußballclubs als Leistungszentren schuf.

Der Überraschungsmeister von 1967

Ein Jahr nach der Gründung gewann der FC Karl-Marx-Stadt die DDR-Meisterschaft, mit sieben Punkten Vorsprung auf den 1. FC Lokomotive Leipzig. Es blieb der einzige Meistertitel des Vereins. Im Europapokal der Landesmeister schied die Mannschaft in der folgenden Saison bereits in der ersten Runde gegen den RSC Anderlecht aus, und danach ging es sportlich wieder abwärts.

Der zweite Höhepunkt 1990

Zwanzig Jahre später gelang der zweite große internationale Auftritt: 1989/90 erreichte der Verein das Achtelfinale des UEFA-Pokals und schied dort gegen Juventus Turin aus. Im FDGB-Pokal stand die Mannschaft dreimal im Endspiel, 1969, 1983 und 1989, gewann ihn aber nie.

Chemnitzer FC seit 1990

Mit der Rückbenennung der Stadt wurde am 13. Juni 1990 aus dem FC Karl-Marx-Stadt der Chemnitzer FC. Es folgten Jahre in der 2. Bundesliga und 1993 das Halbfinale im DFB-Pokal. Am 10. April 2018 stellte der Verein einen Insolvenzantrag, das Verfahren wurde am 29. Juni 2018 eröffnet. Aus der Nachwuchsarbeit des Klubs ging unter anderem Michael Ballack hervor.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der DDR-Oberliga und die Jahrgänge der Regionalliga Nordost. Die Zweitliga- und Drittligajahre zwischen 1991 und 2012 werden nachgetragen.

1. Liga2. Liga3. LigaRegionalligaOberliga19542026
Ligazugehörigkeit aus dem Datenbestand des Ligaarchivs. Stand 6. September 2026.
Ebene 1Ebene 2Ebene 3Ebene 4Ebene 5

Im Ligaarchiv sind für Chemnitzer FC seit 1947 29 Saisons auf Ebene 1, 6 Saisons auf Ebene 2, 8 Saisons auf Ebene 3, 8 Saisons auf Ebene 4 erfasst. Die jüngste erfasste erstklassige Spielzeit war 1990/91. Aktuell wird die Saison 2026/27 in der Regionalliga Nordost geführt. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.

Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaEbenePlatzEreignis
2026/27Regionalliga Nordost4laufend
2025/26Regionalliga Nordost47
2024/25Regionalliga Nordost47
2023/24Regionalliga Nordost49
2022/23Regionalliga Nordost48
2021/22Regionalliga Nordost45
2020/21Regionalliga Nordost49
2019/203. Liga317
2018/19Regionalliga Nordost41
2017/183. Liga319
2016/173. Liga38
2015/163. Liga36
2014/153. Liga35
2013/143. Liga312
2012/133. Liga36
2011/123. Liga39
2000/012. Bundesliga218
1999/002. Bundesliga211
1995/962. Bundesliga215
1994/952. Bundesliga29
1993/942. Bundesliga29
1992/932. Bundesliga27
1990/91DDR-Oberliga15
1989/90DDR-Oberliga12
1988/89DDR-Oberliga13
1987/88DDR-Oberliga18
1986/87DDR-Oberliga18
1985/86DDR-Oberliga18
1984/85DDR-Oberliga19
1983/84DDR-Oberliga16
1982/83DDR-Oberliga19
1981/82DDR-Oberliga19
1980/81DDR-Oberliga19
1979/80DDR-Oberliga111
1978/79DDR-Oberliga18
1977/78DDR-Oberliga17
1976/77DDR-Oberliga19
1975/76DDR-Oberliga111
1974/75DDR-Oberliga110
1973/74DDR-Oberliga19
1972/73DDR-Oberliga15
1971/72DDR-Oberliga112
1969/70DDR-Oberliga113
1968/69DDR-Oberliga17
1967/68DDR-Oberliga16
1966/67DDR-Oberliga11
1965/66DDR-Oberliga17
1964/65DDR-Oberliga111
1963/64DDR-Oberliga14
1962/63DDR-Oberliga112
1954/55DDR-Oberliga110

Für 1 von 51 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Erfolge

WettbewerbAnzahl
DDR-Meisterschaft1
Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel3

Der FDGB-Pokal war der Pokalwettbewerb der DDR. Die drei Endspielteilnahmen von 1969, 1983 und 1989 gingen jeweils verloren.

Stadion an der Gellertstraße

Die Spielstätte wurde am 13. Mai 1934 mit einem Spiel gegen die SpVgg Fürth eröffnet und trug zu DDR-Zeiten den Namen Kurt-Fischer-Stadion. Nach dem Abschiedsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern im Januar 2014 entstand an derselben Stelle ein Neubau, der 2016 eröffnet wurde.

Auch hier gehen die Kapazitätsangaben auseinander. Der Verein nennt für das heutige Stadion 15.479 Plätze, verbreitet sind daneben 15.000 und 16.061. Wikidata führt 25.000, was der Größenordnung des Vorgängerbaus entspricht und für die heutige Anlage nicht zutrifft. Das Ligaarchiv folgt der Angabe des Vereins und weist die abweichenden Werte hier aus.

Der Besucherrekord datiert vom 5. November 1966: rund 28.000 Zuschauer sahen das Oberligaspiel gegen Vorwärts Berlin. Große Partien und alle Europapokalspiele trug der Verein zeitweise im größeren Sportforum aus.

Derbys und Rivalitäten

Die sächsische Rivalität richtet sich vor allem gegen Dynamo Dresden, in der Regionalliga Nordost gegen die Leipziger Klubs und den FSV Zwickau. Alle diese Begegnungen gehen auf die gemeinsame Zeit in der DDR-Oberliga zurück.

Häufige Fragen zum Chemnitzer FC

Wann wurde der Chemnitzer FC gegründet?

Am 15. Januar 1966 als Fußballclub Karl-Marx-Stadt. Den heutigen Namen trägt der Verein seit dem 13. Juni 1990.

War der Chemnitzer FC DDR-Meister?

Ja, einmal: 1967, damals als FC Karl-Marx-Stadt und mit sieben Punkten Vorsprung.

Wie viele Zuschauer fasst das Stadion an der Gellertstraße?

Der Verein nennt 15.479 Plätze. Andere Quellen führen 15.000 oder 16.061, Wikidata sogar 25.000, was sich auf den Vorgängerbau bezieht.

Was war der größte internationale Erfolg?

Das Achtelfinale im UEFA-Pokal 1989/90, in dem der Verein an Juventus Turin scheiterte.

Welcher bekannte Spieler kommt aus der Chemnitzer Nachwuchsarbeit?

Michael Ballack, später Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.

Warum heißen die Chemnitzer die Himmelblauen?

Wegen der himmelblauen Trikots, die Mitte der sechziger Jahre eingeführt wurden und seither das Erkennungszeichen des Vereins sind.

Hat der Chemnitzer FC den FDGB-Pokal gewonnen?

Nein. Der Verein stand 1969, 1983 und 1989 im Endspiel und verlor jeweils.

Weitere Vereine der Regionalliga Nordost

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite Regionalliga Nordost

Quellen: Chemnitzer FC bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Chemnitzer FC, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Stadion an der Gellertstraße, chemnitzerfc.de (abgerufen 2026-09-04) · Tradition und Erfolge, Vereinschronik (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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HN

Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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